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Forum - BDSM - BDSM-Beziehungen

Nicht exklusive Beziehung eingehen oder nicht?

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13.01.2026 um 21:59 Uhr

Hallo Frau Unbekannt!

 

Für mich hat Nachtasou den treffendsten (und sorry: auch geilsten) Kommentar gepostet:

 

Nachtasou

Du lässt Dich bewusst auf eine Beziehungsform ein, die asymmetrisch sein soll. Du zehrst sogar davon, dass gegebenenfalls „hart“ durchgegriffen wird. Findest es hot.

Was ist das alles wert, wenn dies nur gilt, solange sich das innerhalb Deiner Komfortzone abspielt?

Es liegt in der Natur der Sache, dass ihm andere Rechte zustehen als Dir als Sub. Ansonsten kannst Du Dir den ganzen BDSM-Zirkus doch sparen.

Ist Fürsorge die oberste Pflicht? Das hieße, Subs Komfort wäre der Maßstab für alles. Das kehrt die Asymmetrie ins Gegensätzliche um.

Dies erst mal zum Grundsätzlichen.

 

Dieses Grundsätzliche sollte sich vielleicht manch ein / eine Sub mal bewusst machen...

(Ich schließe mich da nicht aus!)

...denn ab wann ist es eigentlich nur noch Komfort- und Carezone, die man sich wünscht? Ist Dom ein Wunscherfüllungsgehilfe oder sowas wie ein Spielzeug von Sub, wenn er von ihr vorgeschrieben bekommt, wie er sich zu verhalten hat und dass er nur das zu machen hat, was ihr zusagt? (Wäre mal ein eigenes Thema wert?)

 

Was aber klar ist, du solltest über die Art eurer Beziehung vorab mit ihm einig sein, sonst stimmt was am grundsätzlichen Gefüge nicht, und das scheint mir bei euch der Fall zu sein. Ich glaube ihr trennt euch besser, denn ihr habt unterschiedliche Vorstellungen darüber.

 

Liebe Grüße

lizzy lu

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Tek Wolf

Autor. Förderer.

14.01.2026 um 13:06 Uhr

Liebe lizzy lu,

 

du, bzw. Nachtasou habt da eine wirklich wichtigen Aspekt herausgestellt, der mich zu langem Nachdenken angeregt hat. Eine (gesunde) Beziehung ist immer ein Geben und Nehmen, per definition ein Ausgleich. Die Fantasie devot zu sein und jemandem hörig zu sein, jemandem zu "gehören" ist in seiner Natur jedoch ein Machtgefälle. Beides zu vereinen ist sehr schwierig. Da hilft, und es ist hier oft aber offenbar auch noch nicht zu oft, erwähnt worden, reden, reden und nochmal reden. Mit ein Grund, weshalb ich gerne Partnerschaft und Spielsituationen trenne. Das heißt nicht, dass ich im gemeinsamen Alltag nicht dominant sein will oder kann, aber das ist dann eine Sache der Abstimmung. Aber wenn man sich kennt, aufmerksam ist, redet, erkennt man die Stimmung des anderen; fühlt, die Atmosphäre und kann ein mehr oder weniger in Betracht ziehen. Ist also ein Dom ein Souverän oder Wunscherfüller? Wenn es der Wunsch des/der Sub ist, beherrscht zu werden (in verschiedenen Abstufungen), dann zwangsläufig. Langer Rede - kurzer Sinn: Es ist kompiziert, aber wenn es klappt sehr schön!

 

In diesem Sinne

Euer Tek

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Cid

Förderer.

14.01.2026 um 13:33 Uhr

Lieber Tek,

du sprichst mir aus dem Herzen. Das Machtgefälle kann meiner Meinung nach durchaus in verschiedenen Situationen unterschiedlich stark zu Tage treten und macht es dadurch weder besser noch schlechter, sondern halt nur individuell. Im Inneren wissen wir darum und auch die kleinsten Andeutungen verstehen wir untereinander. Das macht es möglich Partnerschaft und Machtgefälle im Alltag zu leben.

 

LG Cid

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Cid

Förderer.

14.01.2026 um 17:12 Uhr

Liebe lizzy lu,

ich stimme dir in beiden Abschnitten durchaus zu.

Im ersten Abschnitt vorallem in Bezug auf das eigene Thema oder vielleicht sogar zwei verschiedeneThemen, da man die ursprüngliche Anfrage jeweils sehr unterschiedlich interpretieren und fokussieren kann, was man auch an den Antworten sieht. Aber auch in Bezug auf Wunscherfüllungsgehilfe, wobei es hier durchaus komplexer wird und voll und ganz in Bezug auf Spielzeug der Sub.

Im zweiten Abschnitt bin ich mittlerweile voll bei dir und tendiere nun auch in Richtung Trennungsempfehlung, anstelle von muss du selbst entscheiden.

 

LG Cid

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G Schichtenrausch

Autor. Korrektor. Förderer.

15.01.2026 um 08:37 Uhr

Ich habe alle Beiträge zur Frage der Ratsuchenden gelesen, möchte auch etwas beitragen.

Meiner Meinung nach sucht jeder Mensch individuelles Glück, möchte die bestmögliche eigene Zufriedenheit aufbauen, erhalten, ausbauen. Dafür sind Kompromisse erforderlich. Das betrifft jeden Bereich des Lebens, auch BDSM. Wird in einem der Lebensbereiche die individuelle Toleranzgrenze überschritten, steigt der Ausweichdrang bis zum Ausbruch, z.B. der Beendigung eines Arbeitsverhältnisses oder einer Beziehung. In diesem Rahmen sehe ich die Antwort auf die Fragestellung, die sich jeder Mensch entsprechend seiner Toleranzgrenzen nur selbst geben kann. Sehe ich das zu einfach?

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15.01.2026 um 11:12 Uhr

Das Verhalten Deines Freundes ist für mich eine klare „ red Flag“ und deswegen möchte ich Dir das auch noch schreiben, obwohl es schon viele vorherige Antworten gab.

Vielleicht meint er hier getarnt als „ Dom“ Dich tatsächlich erniedrigen und beherrschen zu dürfen. Ob er nun Narzist ist, oder einfach nur ein Mann der unter dem

Deckmantel von BDSM Macht und Kontrolle mittels emotionaler und psychischer Gewalt über Dich ausüben möchte um sich selbst zu erhöhen/ aufzuwerten und Dich kleinzuhalten.

Dafür sprechen die Schuldumkehr, und die Behauptung das habe eben so zu sein, und die Tatsache das es ihm egal ist wie Du Dich fühlst.

Das passiert auch außerhalb von BDSM Beziehungen zu hauf, je länger Du mit so einem

Mann zusammen bist, desto schwieriger wird es sich wieder zu „ befreien“, bitte pass auf Dich auf und achte darauf was Du Dir wirklich für eine Beziehung wünscht, und auch wo in einer D/S Beziehung Deine Grenzen liegen. 

 

@G Schichtenrausch, klar, das würde dem entsprechen sich zu fragen, macht mich das auch an das mein Dom/ Herr auch in meinem Beisein mit anderen Frauen knutscht/ sexuelle Kontakte hat usw… oder 

kann und will ich das zumindest tolerieren , weil ich mich unterwerfen möchte. 

Wenn ich aber bemerke das sich das gefühlsmäßig nicht richtig anfühlt, das es mir wirklich „ weh tut“, das ich damit emotional nicht zurechtkomme, und mich hier versuche zu „ verbiegen“ um meinem Freund/ Herren zu gefallen und zu entsprechen. Ich bin davon überzeugt das das nicht gut tut, nicht „ gesund“ ist und Schäden und Verletzungen an der Seele/ Psyche verursacht. 

Und in diesem Fall ist ja schon etwas vorgefallen, was auch bei mir die Warnlampen leuchten lässt. 

 

Liebe Grüße, Rote Blume

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Schattenzeilen

Autorin. Teammitglied.

15.01.2026 um 11:12 Uhr

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15.01.2026 um 11:14 Uhr

Liebe Ratsuchende, ich habe vergessen Dich anzusprechen, das hole ich hiermit noch nach und hoffe sehr das Du mit den vielen Antworten etwas anfangen kannst und sie Dir helfen mit der Situation umzugehen. Liebe Grüße

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18.01.2026 um 19:25 Uhr

Es ist schade, dass man jetzt gar nicht erfährt, wie du dich entschieden hast, liebe Unbekannte ... 🙄

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19.01.2026 um 05:48 Uhr

Liebe Fragenstellerin und Schattenzeilen - Community, 

 

ich habe gerade alle Kommentare gelesen und fühle mich dazu aufgefordert noch etwas zu schreiben.

 

Natürlich hat man in einer D/S Beziehung ein Machtgefälle und natürlich verlässt Sub auch seine Komfortzone, bzw hat Sub auch einfach mal zu dienen und nicht nur aller mimimi.....ah.....das will ich aber nicht! zu sagen. 

Aber mal ehrlich und Entschuldigung das ich das sage aber hier geht es nicht darum wer ist die oder der bessere Sub.

 

Es geht hier um einen Menschen, der verletzt ist und das ist die Verantwortung beider sowohl Sub aber auch Dom Verantwortung, darauf zu achten das es nicht zu seelischer Verletzung kommt.

 

Natürlich gibt es Menschen die das so ausleben. Dom der auf seine Allmächtigkeit beruht und Sub der sich der totalen Unterwerfung beruht aber egal was es ist, meiner Meinung nach darf es in keiner Konstellation oder Form der Auslebung zu Seelischen Verletzungen kommen.

 

Wenn es jemanden verletzt das der Dom die Domme plötzlich mit einer einem dritten herum macht, dann ist es zu akzeptieren. 

Egal wie und egal warum. Darüber muss gesprochen werden und eine Lösung her und wenn es ebend die Trennung bedeutet. 

 

Entschuldigt bitte wenn es etwas schroff herüber kommt, mir ist auch klar das man über das Thema mehrere Seiten schreiben kann und endlos diskutieren kann, was ja auch richtig ist, es ist auch nicht persönlich an dem lieben Nachtasou oder der lieben lizzy lu gerichtet. Bitte nehmt es nicht böse auf. Ich finde gerade Eure Beiträge gut die mich auch zum Nachdenken anregen und mich zur selbsreflexion zwingen aber und das ist meine Sorge, kann es gerade bei Anfängern auch dazu sorgen das man sich fragt ob man eine gute oder schlechte Sub ist. 

 

Was ist gut und was ist schlecht? Gibt es das überhaupt? 

Das ist doch das Problem, allein in der Wirtschaft herrscht großer Druck auf die Beschäftigten. Zeitdruck aber auch über das Fachliche können. Immer höher, weiter und besser. 

Nur wird oft der Mensch dabei außer Acht gelassen. 

 

Der Frau hier, geht es mit der Situation nicht gut. Sie ist verletzt. Klar man hätte darüber sprechen können km Vorfeld aber wie auch schon beschrieben, kann man nicht immer alles im Vorfeld klären und es kommt nun mal zu Grenzverletzungen. 

Das ist auch okay aber halt nur wenn man darüber auch spricht.

Mir als männlicher Sub oder Sklave (mein Gott, allein die Definition ist finde ich komisch) geht es oft genau so. Ah ne du bist ja gar kein richtiger Sklave oder nein, als Sklave hast Du das aber auszuhalten oder noch besser, als Sklave hast Du nichts zu sagen.

 

Ja man kann sich auf diverse Lebensformen einigen, das wurde auch schon hier oft diskutiert aber egal in welcher, es darf keinen Menschen verletzen, traumatisierten oder so belasten, das man die Lust an die eigene Sexualität verliert. 

 

Ich drücke Euch und hoffe das mir das keiner Böse nimmt aber ich musste mich klar für die Fragestellerin auf ihrer Seite stellen. 

 

Liebe Grüße Thorsten

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Herzenswunsch

Förderer.

19.01.2026 um 06:54 Uhr

Hallo sklave thorsten,

 

ich bin da komplett bei dir. Auch wenn ich meine Submission erst seit kurzem Ausleben darf und mir oft das entdecken und überschreiten meiner eigenen Grenzen herbeisehne, so geschieht das stets im Rahmen dessen, was man zuvor in gegenseitigem Einverständnis besprochen hat. Und ich glaube das hat den Beiden im Vorfeld komplett gefehlt.

 

Am Ende muss es jeder mit sich selbst ausmachen, was er bereit ist zu ertragen. In diesem Fall hört es sich für mich nicht danach an, als wäre das vorab klar gewesen.

 

Und grundsätzlich ist die Würde des Menschen unantastbar. §1 im Grundgesetz, nicht umsonst §1. Und das ist gut so und auch nicht verhandelbar. Sub hin oder her, ganz ehrlich, jeder hat seine Würde, auch Sub.

Außer man verzichtet explizit darauf, mag ja sein, dass es Menschen gibt die es kickt auf ihre Würde zu verzichten, aber ist man dann noch Mensch oder ist man dann einfach nur noch egal?

 

Ich persönlich würde niemals meine Würde über Bord werden, im Leben nicht, nicht im Job, auch nicht für eine D/s Beziehung. 

 

Liebe Grüße und einen guten Start in die Woche 

 

Herzenswunsch

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