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Forum - BDSMler unter sich - BDSM-Beziehungen

Offene Beziehung - Vorbehalte?

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Gelöscht.

16.10.2019 um 13:27 Uhr

Okay, dann starte ich noch einen Versuch.

Offene Beziehung - Vorbehalte oder keine?

Ich lebe in einer offenen Beziehung. Das soll heißen, dass ich neben meiner Sklavin (partnerschaftliche Beziehung) jederzeit auch andere Sklavinnen haben kann, keine von ihnen hat einen Alleinanspruch auf mich. Meiner Sklavin selbst ist es allerdings untersagt, weitere Beziehungen zu unterhalten oder zu knüpfen, sie dient nur mir und erkennt an, dass ihr Geschick in nur meinen Händen liegt.

Wir wohnen nicht beisammen. Aber ich habe einen Schlüssel für ihre Wohnung, kann dort ein- und ausgehen, wie es mir gefällt, selbst wenn ich eine andere Sklavin mitbringe. Ich habe daher auch die Gelegenheit zur Kontrolle Tags und nachts. Besuche kann sie nur mit meiner Erlaubnis in ihrer Wohnung empfangen.

Wir haben diese Art der offenen Beziehung gewählt, weil wir uns damit wohlfühlen. Allerdings schlägt mir oft Unverständnis entgegen, sogar in BDSM-Foren. Oftmals wird mir unterstellt, ich würde nebenher eine Vanilla-Beziehung führen oder mich chauvinistisch aufführen. Allgemein scheint mir, dass die Beziehungsform "Offene Beziehung" einen schlechten Ruf hat. Ich frage mich, warum das so ist. Wieso sollen BDSMler vorzugsweise das klassische Beziehungsmodell erfüllen? Wo es doch gerade für BDSMler schwer ist, in einer festen Partnerschaft ihre Erfüllung zu finden?

Geronimo

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Gregor

Autor.

16.10.2019 um 14:26 Uhr

Ich fange mal an, Geronimo. Ich denke nicht, dass es Schubladen gibt, in die man Beziehungen stecken kann. Wieso schreibst du, dass es eine allgemeine Annahme gibt, die besagt, dass BDSM-ler ein klassisches Beziehungsmodell führen sollen? Wie kommst du darauf, dass es für BDSM-ler schwierig ist, in einer festen Partnerschaft Erfüllung zu finden? Mich interessieren deine Erfahrungen. Warum ist das schwierig?

Ich sehe das nicht so. Grundlage jeder Beziehung ist nicht ein taffer Dom, der Ansagen macht und auch keine Sub, die bedingungslos gehorcht. Das reicht nicht. Das ist bestenfalls ein wenig scharfer Sex, sonst nichts.

Vielleicht klingt das jetzt blöd, gerade weil ich als Autor eher AC-DC statt Brian Ferry schreibe, aber auch, und gerade in den harten und taffen Sachen (im Leben und in der Literatur) muss immer eine ganz besondere Grundlage liegen, die das Gelingen begründet. Das ist Emotionalität. Hast du das nicht, bekommst du weder eine gute SM-Geschichte, noch eine gute Beziehung hin.

Sei nicht sauer, Geronimo, aber ich finde keinen Ansatz eines menschenfreundlichen empathischen Denkens in deinem Beziehungsmuster. Du schreibst da was und ich fühle nur eines. Kälte.

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Gelöscht.

16.10.2019 um 15:23 Uhr

Hallo Gregor!

Der Sinn meines Beitrags war nicht, dass du die Qualität meiner Beziehung bewertest. Der Sinn war auch nicht, dir persönlich Herzenswärme zu spenden. Wenn dir die Beziehung zwischen mir und meiner Sklavin als Kälte vorkommt, dann sage ich: Sie besteht und funktioniert seit mehreren Jahren und wir sind beide glücklich damit. Glaube mir.

Aber du zeigst genau das, was ich in meinem Beitrag vermutete. Gegen eine Offene Beziehung bestehen immerzu Vorbehalte.

Wieso schreibst du, dass es eine allgemeine Annahme gibt, die besagt, dass BDSM-ler ein klassisches Beziehungsmodell führen sollen?

Wie ich schrieb: Es scheint(!!) mir so. Da es immerzu Unterstellungen gibt, wenn man nicht mit einem dieser klassischen Modelle daherkommt.

Wie kommst du darauf, dass es für BDSM-ler schwierig ist, in einer festen Partnerschaft Erfüllung zu finden? Mich interessieren deine Erfahrungen.

Ich kenne persönlich zahlreiche Paare, in denen Er oder Sie keine Erfüllung findet, weil der Partner nichts mit BDSM anfangen kann. Ich höre ganz oft von den Schwierigkeiten, die es daraus gibt. Feste Partnerschaften entstehen oft ohne Berücksichtigung der BDSM-Neigung, wenn sie dann nach Jahren durchbricht, steckt man in der Klemme.

Das ist übrigens ein Internetphänomen, dass nach einer Frage statt einer Antwort erstmal versucht wird, die Frage infrage zu stellen...

Sei nicht sauer, Geronimo, aber ich finde keinen Ansatz eines menschenfreundlichen empathischen Denkens in deinem Beziehungsmuster.

Das bin ich ganz sicher nicht. Aber wie gesagt, die Frage war nicht, wie du die Beziehung zwischen mir und meiner Sklavin bewertest. Oder sollte dein Empfinden die Antwort darauf sein, wie du allgemein zu Offenen Beziehungen stehst? Dann habe ich es falsch verstanden.

Geronimo

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Gelöscht.

17.10.2019 um 10:08 Uhr

... Versuch beendet. Ich habe die gleiche Frage zur gleichen Zeit in einer anderen Community gestellt, dort ist der Thread mittlerweile auf 21 Beiträge angewachsen. Damit ist für mich klar, wohin ich mich entscheide.

Danke für die eine Antwort. Ich verlasse die Plattform, macht's gut.

Geronimo

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Jona Mondlicht

Autor. Lektor. Teammitglied. Förderer.

17.10.2019 um 19:40 Uhr

Ich lasse den Thread offen, denn zum Thema "Offene Beziehung" kann gern weiter diskutiert werden - auch wenn der Fragesteller bereits gegangen ist und unabhängig davon, wie man das wertet.

Viele Grüße

Jona

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Drachenlady

Autorin. Förderer.

18.10.2019 um 02:23 Uhr

Was wollte uns der Dichter mit seinem Beitrag eigentlich sagen?

Mir hat sich die Fragestellung nicht wirklich erschlossen.

Was sollte damit bezweckt werden? Mitleid wegen der Ablehnung durch andere, oder Absolution, vielleicht allgemeine Zustimmung für dieses Verhalten, sogar Anerkennung, gar Bewunderung zu erhalten?

Was beschrieben wurde, die Art und Weise dieser speziellen „Beziehung“, hat doch erstmal mit BDSM überhaupt nichts zu tun. Da sind nur drei Personen, die sich auf ein Arrangement verständigt haben, bei der eine Person alle Vorteile für sich reklamiert und die anderen das so hinnehmen. Punkt. Dem ganzen Gefüge wird jetzt das BDSM-Mäntelchen umgehängt, denn nach der Denkweise des Verfassers darf man das so mit seiner Sklavin machen. Gefühle? Anscheinend nicht relevant.

Es geht hier auch nicht um eine sogenannte offene Beziehung im eigentlichen Sinn, die - im Normalfall - für alle Beteiligten gilt, sondern eine einseitig erklärte, „halb-offene“ Beziehung. Einfach nur banale Vielweiberei, für die auf Grundlage von BDSM eine Legitimation gesucht wurde. Dass der Schreiberling von Gleichberechtigung nichts hält, hat er ja mehr als einmal deutlichst zum Ausdruck gebracht.

Für den Schreiber ist diese Situation sehr praktisch, überaus bequem. Er läuft dabei keine Gefahr, dass sein Eigentum vielleicht einen Menschen kennenlernen könnte, der sie respektiert und sie sich daher anderweitig orientiert und von ihm abwendet.

Wenn aber alle Beteiligten einem solchen Agreement frei von psychischem Druck - so á la „wenn du damit nicht einverstanden bist, suche ich mir eben eine(n) andere(n)“ - zugestimmt haben, dann geht das den Rest der Welt auch nichts mehr an. 

Bei der vorliegenden Beschreibung ist nicht nur keinerlei Respekt erkennbar, sondern es fehlt auch jegliche Gefühlsbeteiligung. Und da liegt glaube ich der Hund begraben.

Allein die Behauptung, dass er zusammen mit seiner „Zweitfrau“ jederzeit ihre Wohnung betreten kann, ihr sozusagen den letzten Rückzugsort raubt, den jeder von uns hat, ihr damit jegliche Zufluchtsmöglichkeit nimmt, sagt viel über die Art dieser angeblichen Beziehung aus.

Es gibt viele, die aus Verlustangst alles machen, ihrem Partner „zuliebe“ alles erdulden und mitmachen, nur um nicht alleine zu sein. Nur wird hierbei Hörigkeit allzuoft mit Liebe verwechselt. Wenn dann auf der anderen Seite noch blanker Egoismus eine solche Situation ausnutzt, wird’s richtig problematisch.

Ich kenne persönlich keine offenen Beziehungen, aber ich glaube nicht, dass sie über einen längeren Zeitraum funktionieren können, da sich immer der eine oder andere zurückgesetzt fühlt, weil der/die Partner(in) intimste Dinge mit jemand anderem teilt. Unabhängig davon, ob Männlein oder Weiblein. Vor Eifersucht ist niemand gefeit, egal wie cool man darüber theoretisiert. Wenn man jemand liebt, den Rest seines Lebens mit diesem Menschen verbringen möchte, dann will man diesen mit niemand anderem teilen. Wenn es einem aber völlig unberührt lässt, was dieser Mensch, mit dem man eben gerade zusammenlebt, mit anderen treibt, kann es mit tieferen Gefühlen nicht weit her sein.

Meiner Meinung nach gibt es keine Zusammenhang zwischen der ausgeübten Art der Sexualität und der Beziehungsform. Ob herkömmliche, monogame oder offene Beziehung hat mit der Sexualpräferenz nichts zu tun. Sowohl Vanillas als auch D/s- bzw. SM'-ler, unabhängig von der sexuellen Orientierung, können jede Form jeglicher Beziehungsvarianten leben. Ich halte es jedoch für Heuchelei, wenn manche BDSM'ler für sich selbst eine (meist heimliche) Freizügigkeit in Form einer halb-offenen Beziehung reklamieren, damit sie ihre Neigungen ausleben können, dasselbe aber dem/der Partner(in) niemals zugestehen würden. Das ist dann nämlich einfach nur eine Ausrede für Fremdgehen.

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† Frau Diva

Gelöscht.

18.10.2019 um 13:58 Uhr

Also, ehrlich, was ich hier lese, macht mich ratlos. Eigentlich wollte ich bei euch im Forum nur Leserin sein, aber so viel still Kopfschütteln kann ich einfach nicht.

Da kommt einer daher, erklärt seine Beziehungsform und will wissen, warum sie manchmal auf Ablehnung stößt. Und alles, was er erfährt, ist... Ablehnung. Ihr wundert euch wirklich, dass er geht?

Wo ist euer Problem? Wieso maßt ihr euch an zu sagen, dass der Umgang mit seiner Partnerin scheiße ist? Er hat gesagt, dass sie einvernehmlich so zusammenleben. Da gehören zwei dazu. Wenn sie es so will, und was Anderes steht nirgendwo geschrieben, ist es eine Sache zwischen den beiden.

Was habt ihr an der Konstellation auszusetzen? Dass ein Mann eine Frau als Sklavin hat, aber darüber hinaus noch weitere Sklavinnen haben darf, das ist pfui? Die arme Frau, was für eine Kälte, so ein chauvinistisches Arschloch aber auch! Was sagt ihr denn eigentlich zu Cuckold-Beziehungen, in denen der Mann seiner Keyholderin die Bestimmung über seine Befriedigung übereignet und der zusehen muss, während sie sich mit anderen Männern sexuell vergnügt? Das ist dann wieder okay, weil...? Es ist die gleiche Beziehung, nur mit umgekehrtem Geschlecht. Und Cuckold-Beziehungen sind in der BDSM-Szene wahrlich keine Seltenheit.

Würdet ihr mich hier also auch zerreißen, wenn ich euch sage, dass ich einen Schlüssel habe?

Ihr versteigt euch hier in die wildesten Thesen, von wegen Verlustangst oder psychischem Druck bei seiner Partnerin. Oder angebliche Heimlichkeit des TO. Woher nehmt ihr die Klugheit über seine Beziehung?

Was legitimiert euch zu sagen, das sei kein BDSM, was die beiden tun? Weil sie nicht in euer Schema einer herzlich warmen Beziehung passen, deswegen. Nehmt zur Kenntnis, dass andere anders leben und es aus freien Stücken so tun. Wo ist hier nur die Toleranz geblieben, die sich doch gerade BDSMler auf die Fahnen schreiben wollen.

Wäre der TO noch hier, hätte ich ihm auch was zu sagen, unter anderem, wie man nach nichtmal einem Tag schon alles hinwerfen kann, das hier ist nicht Spinchat oder sonst eine Gemeinschaft aus Leuten, die den ganzen Tag am Handy hängen. So lang bin ich noch nicht hier und habe es trotzdem begriffen. Aber er liest hier nicht mehr mit. Schade.

Ihn woanders hintenrum als Troll hinzustellen, finde ich übrigens auch nicht okay.

Und nein, ich kenne ihn nicht.

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Gregor

Autor.

18.10.2019 um 16:49 Uhr

Geschätzte Frau Diva,

ich freue mich über eine dominant-weibliche Stimme in diesem Forum. Ich habe Sie gelesen, verstehe Ihre Argumente, Frau Diva.

Ich nehme aus Ihrem Beitrag mit, dass die Schattenzeilen, allein durch die literarische Ausrichtung ein etwas sensibleres Forum bilden und vielleicht auch dadurch weniger frequentiert werden als andere Foren.

Ich darf sprechen, da Sie fragen und wage leisen Widerspruch, da ich zu denen gehöre, die Sie kritisieren. Ich habe auf eine der Thesen des Herrn geantwortet. Haben Sie seine Antwort gelesen? Ist Ihnen aufgefallen, wie der Herr im Forum auftrat? Ich nehme an, Sie haben nicht all seine Kommentare gelesen. Bitte tun Sie es. Ein Dom oder eine Domse sollten meiner Auffassung nach nicht poltern. Es macht sie klein.

Ich halte es, Sie gestatten mir eine weitere Bemerkung, für stilfrei, andere pauschal und auch individuell herabzuwürdigen.

Ich darf einen letzten Gedanken zum Thema äußern? Unabhängig von Neigungen schätze ich eine menschliche Eigenschaft besonders. Stärke. Ich denke, der Herr ist nicht stark. Er kann frisch austeilen, aber nicht gelassen einstecken. Das ist, unabhängig von jeder Neigung ungenügend.

Eine Überleitung darf ich mir mir noch erlauben? Sie sprechen Cuckold an. Das kann irre gut sein, trifft voll in die Seele des submissiven Partners, sofern er Partner ist, nicht Objekt.

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Drachenlady

Autorin. Förderer.

19.10.2019 um 05:25 Uhr

Ein paar Bemerkungen dazu:

Geronimo war bereits seit 6 Wochen hier auf den Schattenzeilen und hatte sich zum Zeitpunkt der Veröffentlichung meines Beitrags bereits gelöscht.

Mein Beitrag beinhaltet zum einen meine Meinung zu der beschriebenen Beziehung und meinen Standpunkt zu dem Thema "Offene Beziehungen", nicht mehr und nicht weniger (not my cup of tea)

Ich hatte allerdings auch geschrieben: "Wenn aber alle Beteiligten einem solchen Agreement ... zugestimmt haben, dann geht das den Rest der Welt auch nichts mehr an"

Wenn man zu einem bestimmten Thema eine kontroverse Meinung vertritt, bedeutet das dann schon Intoleranz?

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Söldner

Autor. Lektor. Förderer.

25.10.2019 um 20:07 Uhr

Offene Beziehungen sind Sache von Singles. In einer Partnerschaft schließe ich das aus. Der Beginn einer offenen Beziehung beendet früher oder später nach meinen Erfahrungen die bestehende Beziehung. Im Prinzip ist die Partnerschaft bereits vorbei, wenn einer der Partner eine offene Beziehung wünscht.

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