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Forum - BDSMler unter sich - BDSM-Beziehungen

Höflichkeit

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Gelöscht.

21.09.2019 um 15:48 Uhr

Hallo Anwesende,

ich bevorzuge im Umgang mit Sklavinnen und Subs höfliche Umgangsformen. Ich halte gentlemanlike die Tür auf, ich helfe aus / in den Mantel oder die Jacke, ich schiebe den Stuhl ran. Gestern hatte ich ein Treffen mit einem befreundeten Paar, beide SMler, bei denen das anders ist. Wir kamen darauf zu sprechen und sie vertraten die Meinung, dass es unpassend zu ihrem Machtverhältnis (Ds) ist, wenn er sie so behandelt. Wie seht ihr das bzw. wie läuft das bei euch?

Geronimo

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Meister Y

Autor. Förderer.

21.09.2019 um 17:10 Uhr

Lieber † , ich kann für mich sagen, dass ich keinen Grund sehe, Dominanz mit Unhöflichkeit zu verbinden. Höfliche Umgangsformen bevorzuge ich allerdings grundsätzlich, leider etwas, was in unserer Gesellschaft mehr und mehr abhanden gekommen ist und kommt.

Es ist dennoch so, dass es bei D/S, beim Umgang mit Sub, Situationen gibt, in denen Höflichkeit in den Hintergrund tritt. Das passiert dann aber "nur" im Spiel, bei Erniedrigungen, bei Forderungen, bei klaren Ansagen.

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21.09.2019 um 17:57 Uhr

Da bin ganz bei Meister Y.

Ganz genau gesagt, käme ein Mann ohne Manieren bei mir gar nicht zum Zug.

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Mai

Autorin.

21.09.2019 um 20:05 Uhr

Ich hab keinen Knigge verschluckt und bin meistens schon in der Jacke, bevor Mann dazu kommt. Ich gehe grundsätzlich nie davon aus, dass der Mann nach dem Essen die Rechnung zahlt und so Zeug. Dazu bin ich einfach viel zu emanzipiert.

Aber mal abgesehen von dem ganzen Höflichkeits-Klimbim gibt es für meinen Freund nichts schöneres, mir eine Freude zu machen, etwas zu erleichtern, oder einen Gefallen zu tun. Ich werde außerordentlich verwöhnt. Und das schon neun Jahre am Stück. Normal hält so etwas nur ein paar Monate, dann lässt sich Mann gewöhnlich schon wieder den Arsch nachtragen.  

Ich finde das schön. Und einen Standesdünkel innerhalb einer Partnerschaft wäre für mich persönlich überhaupt nichts.

 Und hab ich Fußschmerzen, dann massiert er mir natürlich auch gerne die Füße.

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Ambiente

Autorin. Förderer.

21.09.2019 um 20:35 Uhr

Ich stimme Geronimo ganz und gar zu.

Höflichkeit hat nichts mit Dominanz oder Devotheit zu tun - sondern mit Achtung.

Auch Meister Y hat es auf den Punkt gebracht innerhalb einer Session - wird es kaum nötig sein, der SUB den Mantel auszuziehen oder ihr den Stuhl zurückrücken.

Es ist trotzdem ein spannendes Thema und ich bin neugierig, ob sich auch noch andere zu Wort melden.

wir lesen uns

ambi

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Mai

Autorin.

21.09.2019 um 20:35 Uhr

Was mir noch Thema noch einfällt:

Nach meiner Beobachtung gibt es unter den Dominanten Männern noch mal grob zwei Unterscheidungen, dominant aktiv und dominant passiv. Die dominanten Kerle die aktiv sind umsorgen ihre Partnerinnen gerne. Bestimmen aktiv, gestalten und planen. Diese brauchen natürlich eher submissiv passiv. Also Subs, die begeisterungsfähig mitmachen und sich in der Kiste gerne zwingen lassen. Die dominant Passiven lassen sich eher den Arsch nachtragen, bedienen, verwöhnen und die Hand in den Schatten legen. Deshalb brauchen sie devot aktive Subs, die vorauseilend, aktiv und selbständig andienen. Ich bin mir ziemlich sicher, dass die zweite Spezies auch eher etwas stoffelig zu ihren Damen ist, da sie gerne in der Machoecke zu finden sind.

Ist aber nur so ne Theorie.

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hanne lotte

Autorin. Lektorin.

21.09.2019 um 22:04 Uhr

Ich glaub ja, dass schlechte Manieren ein sicheres Zeichen von kein Arsch in der Hose sind - als Dominanz getarnt.

Ich kann das nicht brauchen und will das nicht haben.

Höflichkeit hat mit Respekt zu tun - soviel Größe sollte der dominnte Part schon haben.

Gruß

hanne

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Knurrwolf

Autor.

21.09.2019 um 22:23 Uhr

Also ich finde Höflichkeit hat in dieser Hinsicht relativ wenig mit BDSM zu tun. Höflich ist man unabhängig davon, ob man der Dame, der man zuvor die Tür aufgehalten hat, später den Hintern versohlt oder nicht.

Gerade in der heutigen Zeit geht das jedoch, wie schon mehrfach hier angedeutet, zurück. Gewisse Dinge sind ganz aus der Mode gekommen, aber eine Grundhöflichkeit sollte doch vorhanden sein.

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Nachtasou

Autor.

21.09.2019 um 23:36 Uhr

Das befreundete Paar führt vielleicht eine rundum-d/s-Beziehung, in der sie auch im Alltag bewusst vom Knigge abweichen. Ich nehme aber an, dass "er" dennoch darauf achtet, dass seine Beste keine Druckstellen beim Liegen und Sitzen bekommt.

Da kann man nichts verallgemeinern und Stoffel gibt es in allen Umfeldern. Es gibt auch „Prolls“ ohne Kinderstube, die für ihre Liebste und ihre Familie durchs Feuer gehen; vom Tür aufhalten und in den Nerz reinhelfen wird niemand satt.

 

Ob ein Mann höflich ist, zeigt sich mehr daran, wie er mit anderen Männern umgeht. Wenn er „ihr“ die Tür des Wagens aufhält und einen Kumpel im Regen stehen lässt, ist er in meinen Augen ein Gockel oder Platzhirsch im Gentleman-Kostüm. In Foren begegnet man Doms, die Frauen gegenüber Kreide fressen und Männer grundsätzlich als Konkurrenz anbellen. Fair Play als Sport heißt auch mal souverän verlieren können ohne nachtragend zu sein.

 

Mehr als ein paar angelesene Höflichkeitsregeln beherrscht „man“ heute ohnehin kaum noch. Der Knigge lässt sich auf eine einzige Regel reduzieren, die über allem steht und aus der sich alle anderen ableiten: Möglichst niemanden beschämen oder in Verlegenheit bringen. Deswegen sagt man wohl heute auch nicht mehr „guten Appetit“ oder wünscht „Gesundheit“ beim Schnupfen. Wenn dies aber gerade passt und lieb gemeint ist, ist es auch nicht falsch. Stures Regeln befolgen ist nicht der Sinn von Höflichkeit.

 

Und was das mit bdsm zu tun haben soll, verstehe ich nicht.

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Söldner

Autor. Lektor. Förderer.

23.09.2019 um 06:48 Uhr

Höflichkeit hat nichts mit der Umsetzung angelesener Verhaltensweisen zu tun.

Höflichkeit beruht nie auf einer Gebrauchsanweisung.

Höflichkeit ist das Vermögen, dem Anderen das Gefühl zu geben, auf gute Art beachtet zu werden.

Nichts gegen gekonnte Provokationen, doch wenn ich herumpöbele, meine Auffassungen über die Anderer stelle und Andere herabwürdige, um mich selbst aufzuwerten, gerät jede Höflichkeit zur Farce.

Höflichkeit ist allgemein gültig, der BDSM-Kontext, Nachtasou schrieb es, weicht davon nicht ab.

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