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Mein Freund ist devot

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18.09.2018 um 16:57 Uhr

Hallo zusammen

Seid 2 Monaten habe einen neuen Freund.

Nach und nach rückte er mit der Sprache raus , dass er eine devote Ader habe.

Er möchte, dass ich seine Herrin werde und alles, ja alles bestimme, von seinem Geld bis zum sexuellen.

Ich bin noch unerfahren auf dem Gebiet und suche Leute die mich etwas in das ganze einordnen bzw mir Tipps für den Anfang geben können.

Ich habe eine dominante Art, aber so habe ich die Bis jetzt in keiner Beziehung ausleben können.

Zumal wir bis jetzt durch unsere Entfernung, uns immer nur ab und zu sehen und er sich noch nicht wirklich ganz öffnet.

Manchmal verschliesst er sich komplett und zieht sich ein paar Tage zurück, da weiss ich gar nicht wie mit dem ganzen umzugehen.

Hoffe Ihr habt, durch Eure Erfahrungen, ein paar Tipps für mich ...

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Mai

Autorin.

18.09.2018 um 18:15 Uhr

Hallo Desidesi

wenn er so wahnsinnig devot ist und Dich als seine Herrin über all sein Geschick erkoren hat, Du für alles die Verantwortung übernehmen sollst, wie kommt er dann auf die Idee, sich Dir zu entziehen? Und warum lässt Du das zu, wenn ihr eine D/s-Beziehung führen wollt? Wenn er wirklich solch ein Arrangement eingehen wollte, dann würde er allzeit Gewehr bei Fuß stehen. Deshalb würde ich sein Kopfkino nicht allzu ernst nehmen und erst mal ganz kleine Brötchen mit ihm backen.

 

Wäre ich Du, würde ich ihm als erstes verbieten, sich zurückzuziehen. Wenn er eine dominante Frau will, dann bestimmst Du, wann ihr Kontakt habt.

Ansonsten musst Du vielleicht ein bisschen präziser werden mit den Fragen. Man kann ja nur auf etwas antworten, was sich im EP erschließt. Sonst ist das raten ins Blaue.

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18.09.2018 um 19:05 Uhr

Hallo Mai

Ja das er diese Art von Beziehung möchte hat er durchblicken lassen.

Aber bis jetzt nur ganz vorsichtig.

Seine Ex war sehr dominant hat alles in der Hand gehabt, auch das finanzielle ...

Sie hat ihn dann mehrfach betrogen, und lebt jetzt mit ihrem neuen Typen seid 2 Jahren in der schicken Wohnung, die er Ihr gekauft hat und fährt das Auto das auch er Ihr bezahlt hat. 

Er hat alles hingenommen, da er Ihr nicht wieder sprechen konnte.

Das Problem ist, dass er sich verliebt hat und mir jetzt schon verfallen sei, trotzdem wehrt er sich und zieht sich zurück, weill er Angst hat wenn er sich in die volle Abhängigkeit gibt,dass ich ihn dann auch wieder verlasse, wie die anderen beiden Frauen zuvor.

Er schirmt sich dann komplett ab.

Und kommt dann wieder abgebrochen nach einigen Tagen.

Wir leben diese Beziehung ja noch gar nicht richtig ...

Wie auch ...

Ich würde mich darauf einlassen, dazu muss er aber erst offen sein

Und wenn er sich so zurück zieht, weiss ich nicht wie ich ihn dominieren soll

Zumal ich ja noch ein Frühling bin

Er ist wenn wir zusammen sind wie ein verliebter Junge ä, tut alles ...

Über seine devotheit redet er nur über wats up 

Schon deutlich auch das ich ihn bestrafen soll, für sein falsches Verhalten, wenn er sich zurück gezogen hat

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Mai

Autorin.

18.09.2018 um 21:11 Uhr

Ja... der bei Männern doch recht verbreitete „Geldkick“ oder auch Money Slavery,  ist sehr gefährlich.  Ich finde es ziemlich schwer Dir da etwas zu raten. In meinem normalen Denken würde ich einfach sagen:  Sag ihm offen, dass Du nicht an seiner Kohle interessiert bist, sondern an ihm. Das ist ein vernünftiger Rat, wäre das Geld nicht an seinen Sexualtrieb gebunden. Sprich, im Prinzip macht man sich so bei derart geneigten Männern schlich uninteressant.  Lässt Du durchblicken, dass Du darüber Kontrolle willst, oder zumindest Tribute verlangst, dann macht ihn das einerseits total hot, aber andererseits misstrauisch, wegen seinen schlechten Erfahrungen.

Sprich es ist ein Kampf zwischen Schwanz und Gehirn.                                                    

Ehrlich gesagt finde ich diese Dilemma viel zu schwierig zu bewältigen für eine Anfängerin.

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23.10.2018 um 12:18 Uhr

Hallo Desidesi,

ich kann nur eigene Erfahrungen aus der devoten Position verallgemeinern und so versuchen, dieses Dein Dilemma anzugehen. Für eine Beziehung muss es in erster Linie auf der menschlichen Ebene stimmen und erst dann kann auch der S/M funktionieren.

Ich denke, Du musst für Dich entscheiden, wieviel Abhängigkeit Du ihm erlaubst.  Zuviel Abhängigkeit wird anstrengend für den Dom und macht den Sklaven lebensuntüchtig.

Zwei Monate sind nicht besonders lang - also geh es ganz langsam an. Mir ist es bisher am besten ergangen, wenn der dominante eine Art positive Mentorfunktion eingenommen hat. Also eher Rückenstärkung und konstruktive Hinweise, Richtlinienkompetenz des Dominanten - statt belastende Forderungen. Sexuell ist was anderes - da kann alles passieren.

Wenn er Dich an seinem Leben wirklich teilhaben will und Dir die Macht darüber einräumen will, würde ich mit so einer Forderung, wie Tagebuchschreiben lassen beginnen.  Damit hast Du soviel Kontrolle, wie er wirklich abgibt, weißt, was ihn beschäftigt und erkennst im besten Falle auch noch, wo Du mit einem Rat oder einem Befehl im Alltag Halt geben kannst.  Überleg Dir gut, ob Du für Vergehen, die Du im tagebuch findest, Dir Strafen einfallen lässt.

Ich hab schon mal einen Dom über Tagebuchschreiben gesteuert.

Das könnte Euch davor bewahren, in eine destruktive Beziehung abzurutschen.

Ich hoffe, meine Gedanke dazu helfen Dir weiter. Viel Glück.

Joja

Signatur

Höre nicht auf zu träumen, denn das ist der Weg zu den Sternen!

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23.10.2018 um 20:59 Uhr

Hallo Joja,

erstmal ein großes Kompliment für deinen Text.

Du hast die Sache m.E. voll auf den Punkt gebracht.

Für mich als Mensch und Domse gilt : 3 Dinge braucht eine gute Beziehung (egal ob Stino oder Bdsm).

1) Ehrlichkeit

2) Vertrauen

3) Kommunikation

Und von allem 100%. Sonst kann eine Beziehung nicht wirklich gut und lange funktionieren.

Das ist aber nur meine persönlich Meinung, also nicht allgemein gültig.

Hab vielen Dank für den schönen Beitrag

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Cayt

Autorin.

24.10.2018 um 16:50 Uhr

Ich schreib es ehrlich, wie ich es denke. Mein Gefühl sagt mir irgendwie, dass Du da sein Wünscheerfüller sein sollst. Ihr kennt Euch nun zwei Monate, schreibst Du. Bzw., ihr seid nun seit zwei Monaten zusammen.

Was ist das denn für eine Beziehung? Eine, die sich nur allein auf den BDSM beschränkt odIr wollt ihr generell mehr von dieser Beziehung?

Wenn letzteres, wieso gebt Ihr Euch dann nicht die Möglichkeit, da in Ruhe was aufzubauen, sich kennen zu lernen, zusammen den Euch beiden gefallenen Kick im großen Kleiderfundus SM zu entdecken?

Du bist nicht seine Ex und irgendwie sehe ich eines nicht geschrieben von Dir. Ein "kannte ich bislang zwar nicht, aber reizt mich ungemein".  Er scheint aber ein vorgefertigtes Wunschbild zu haben, was man ihm bitte nun erfüllen soll. Und er weiß doch gar nicht mal, ob Dir dieses Kleid wirklich passt, bzw. Du Dir am Ende wirklich in diesem Klein gefällst. Komplette Kontrollabgabe, bishin zu Abgabe der finziellen Entscheidungsgewald - in sowas wächst man rein, das nicht innerhalb von 2 Monaten, obendrein bei einer Fernbeziehung.

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27.10.2018 um 22:29 Uhr

Liebe Desidesi

Etwas in der Antwort von Cayt hat mich gerade angesprochen: die nicht geäusserte Freude und Lust diesen Part zu übernehmen. Als ich deine Anfangsfrage las, leuchtete bei mir eine Alarmlampe auf: möchtest du es ihm zuliebe übernehmen? Ich bin ebenfalls erst Anfängerin, aber in der Sub-Rolle. So wie ich es erlebe, kann man einen Part, ob dom oder sub, nicht einfach "übernehmen"... das kommt von innen raus und möchte gelebt werden... voller Überzeugung. 

Du sprichst davon, eine dominante Art zu haben... ist das aber etwas im Alltagsleben oder generell in allen Belangen, eben auch in der Sexualität? Ich selbst bin im Alltag ganz klar ein "Alphatierchen"... gebe aber diese Dominanz im sexuellen Bereich sehr gerne ab und erlebe Erfüllung damit. Ich könnte nie eine dominante Rolle einnehmen... das heisst, können schon, aber mit wenig Freude am Tun...

Ich wünsche dir viel Glück im Sortieren der eigenen Rolle und dem Aufbau einer Beziehung, in der beide das leben können, was das eigene Herz begehrt.

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Nachtasou

Autor.

28.10.2018 um 02:56 Uhr

Beste Desidesi,

Du hast seit zwei Monaten einen neuen Freund und Du fühlst eine dominante Ader in Dir. Aber "so" hast Du das noch nicht ausgelebt.

Ich würde mich fragen, warum ich das noch nicht ausgelebt habe. Hattest Du keine Idee davon? Das Totalverwalten leuchtet doch zumindest in der Phantasie auf, oder nicht? Geld stinkt nicht. Und dabei geht es vielleicht mehr um das Total als um jedes Kassenbon-Fitzelchen.

Nebenbei, das Finanzielle verquirlt sich in den meisten Fällen auch in sogenannten Stinobeziehungen. Nur übernimmt dort idealerweise der etwas mehr zur Vernunft und weniger der zu Spontankäufen Neigende das Heft. (In meiner Vorstellung wenigstens *g).

Also, so abstrus find ich das gar nicht, wenn es um mehr als nur Spielerei geht. Er schreit nach Führung und Verwaltung.

Besser, Du erfährst das jetzt als später.

Und das ist eine Gelegenheit, selbst auszusprechen, was Dir vorschwebt. Das nennt man Kommunikation. Und das ist kein Wunschzettel-Gedöns, sondern ein erstes Bemühen, eine gemeinsame Sprache zu finden. Also um das, wofür Sprache nur das Werkzeug ist.

Zwei Monate sind viel, wenn es um Sexualität geht. Wer da noch nicht riecht, ob die Chemie passt oder nicht ... was treibt ihr denn da die ganze Zeit? Ja, WAS. Wenn da "Adern" sind, welche auch immer, müsste man sich ja schon verstellt haben, um nichts zu merken oder blicken zu lassen. Ich find, Dein Freund ist termingerecht mit seinen Äußerungen.

Wäre ich ein Frau, eine dominante auch noch, tät ich mir mal einen Überblick verschaffen, was es da überhaupt zu verwalten gibt.

Also klären, ob Du am Ende nicht die Therapeutin oder Schuldnerberatung spielen sollst. Das musst Du dann halt selbst entscheiden, ob ein solches Tun vielleicht auch von erotischem Wert ist oder nicht. Für Dich. Oder Euch. Auch das sind Themen, die sich genauso im Nicht-bdsm-Bereich stellen können, wobei dort eine natürliche Asymmetrie sich vielleicht eher zur Schlagseite auswächst, wenn sie übersehen wird.

Ich find ja, wenn die Chemie stimmt, und das Potenzial vorhanden ist, reicht die Liebe allemal aus für eine Beziehung. Und was da noch übrig bleibt, erotisiert oder nicht, schwingt sich sowieso ein, ob man das will oder nicht. Dann doch lieber "gewollt".

Mach was draus.

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