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Forum - BDSMler unter sich - Ledersofa

Klarheit bzw. eine Sub, die weiß, was sie will

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Gelöscht.

29.07.2018 um 09:33 Uhr

Hallo,

hin und wieder sehe ich mir Kontaktanzeigen an und selten treffe ich mich mit einer Frau. Für mich sind zwei Dinge sehr wichtig, nämlich Klarheit und geistige Reife. Was meine ich damit?

Es kommt nicht oft vor, dass ich bei einer Sub erkenne, dass sie genau weiß, was sie will. Viele tun selbstbewußt, aber wenn ich es tiefer hinterfrage, dann stelle ich fest, dass keine Klarheit vorhanden ist. So als ob sie hin- und hergerissen ist, ob sie sich auf eine SM Beziehung einlassen will. Populär ausgedrückt würde ich sagen, dass sie einen Schritt vor und zwei Schritte zurück geht. Noch schlimmer ist es, wenn sie ihre Unsicherheit hinter Oberflächlichkeiten versteckt. In diesem Fall bin ich dann zu alt, zu jung, zu groß, zu kein, zu dick, zu dünn, diese Liste könnt Ihr beliebig erweitern...

Es ist ok, denn das Spiel wird nun einmal so gespielt, aber es ärgert mich, wenn ich meine Zeit auf diese Weise verschwende. Insbesondere, weil man diese Merkmale im Vorfeld klären kann.

Angesichts des Risikos, das eine SM Beziehung birgt, kann ich es andererseits verstehen; nur wie kann die Dame für sich selbst Klarheit gewinnen? Wie kann ich ihr dabei helfen? Sollte ich ihr dabei helfen oder ist das kontraproduktiv?

Zum Thema geistige Reife:

Ich sehe es als Mangel an geistiger Reife an, wenn die Dame sehr unrealistische Vorstellungen hat (das gleiche gilt natürlich auch für Männer, aber ich fühle mich nun mal zu Frauen hingezogen)

Was genau stelle ich mir vor? Ganz klar: Co Kreation; gemeinsam mit meiner Partnerin etwas zu erschaffen, sei es nun eine Session oder die Gestaltung eines Lebensabschnitts. Aus meiner Perspektive hat es etwas künstlerisches an sich. 

Eine schöne Beschreibung der menschlichen Bewußtseinstufen habe ich in dem Buch "Königin und Samurai" vom Ehepaar Lindau gelesen. 

Wer das Konzept der Kleinfamilie und den danach entstehenden Frust verarbeitet hat, ist bereit für die Co Kreation.

Henri

Liebe Admins: Dieser Beitrag ist nicht als Kontaktgesuch gedacht, sondern soll vielmehr von meinen Erfahrungen berichten. Sollte es aus Eurer Sicht unpassend sein, dann löscht es bitte.

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Mai

Autorin.

29.07.2018 um 10:10 Uhr

geändert am 29.07.2018 um 10:12 Uhr

Ich finde die These sehr gewagt, einer Frau Unreife, oder sexuelle Ungeklärtheit zu unterstellen, vielleicht bist Du für sie auch schlicht zu alt, klein, groß, dick oder zu dünn? Oder Du bist ihr nicht symphytisch? Vielleicht einfach mal glauben, was Frau sagt?

Mir zum Beispiel wärst Du zu esoterisch. Eben weil ich weiß, was ich will und vor allem was nicht. Geschmäcker sind verschieden.Ich bin mir meiner Neigung trotzem sehr bewusst und hab das für mich geklärt. Nicht jeder Hut passt auf jeden Kopf.

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Gelöscht.

29.07.2018 um 10:58 Uhr

geändert am 29.07.2018 um 11:40 Uhr

Hallo Mai,

ich würde Dir zustimmen, wenn ich nur Verabredungen mit BDSM Bezug gehabt hätte. Wenn ich eine Frau treffe ohne BDSM Bezug, läuft es ganz anders ab. Da kommen wir ins Gespräch und irgendwann stellen wir fest, ob die Chemie stimmt oder nicht. Wenn das nicht der Fall war, sind wir friedlich auseinander gegangen. Wenn es knisterte, haben wir uns wieder verabredet. 

Aus diesem Grund glaube ich, dass die Unsicherheit im BDSM Bereich größer ist. Und das ist die Kern-Aussage, die ich damit treffen will. Wenn die Dame etwas an mir auszusetzten hat, dann akzeptiere ich das und lebe damit. Allerdings ist z. B. mein Alter ja kein Geheimnis. Also frage ich mich, warum sie mich überhaupt trifft, wenn sie doch genau weiß, wie alt ich bin?

Wenn eine Dame einen Makel an mir entdeckt ist das ihr gutes Recht, allerdings nehme ich mir die Freiheit auch einen Eindruck zu haben. 

Aber darauf will ich nicht unbedingt hinaus. Ich habe den Eindruck, das es für beide Seiten schwieriger ist, wenn eine Verabredung im Bewußtsein des BDSM Bezuges stattfindet. 

Der andere Punkt, der mich interessiert ist eine Lösung denkbar? D.h. wie die Unsicherheit überwinden.

Schöne Grüße

Henri

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Mai

Autorin.

29.07.2018 um 12:14 Uhr

Ich hatte noch nicht mal eine Handvoll Verabredungen unter dem Vorzeichen BDSM. Als ich meinen Freund vor 7,5 Jahren gesehen habe, in der Blüte eines sagenhaft übersteigerten Selbstbewusstseins, dass mich eh jeder unwiderstehlich findet, ist alles in sich zusammengefallen wie ein Soufflee,   wenn man zu früh den Backofen öffnet. Ich, das Schandmaul, mit allen Wassern gewaschen, konnte nur noch unbestimmte „Umpf“-Laute von mir geben. Wenn der Blitz in mein subissives Gehirn einschlägt, dann ist da nur noch unnützer Pudding.

Dann gibt es auch kein zu alt, zu groß, zu blond, zu was weiß ich mehr.  Sondern nur noch das Bedürfnis, für immer den Boden zu knutschen, auf dem er wandelt.

 

Wenn ein Mann diese submissive  Kernschmelze, die aus einen Biest ein flauschig-handzahmes Küken macht nicht auslöst, dann bedeutet das nicht, dass Frau nicht Sub ist, sondern Mann nicht an der richtigen Stelle andockt.  Das Problem lässt sich nicht intellektuell lösen. Das ist Chemie.

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Gelöscht.

29.07.2018 um 12:53 Uhr

Grüß Dich Mai,

ich danke Dir, denn diese Antwort hilft mir tatsächlich weiter und ich freue mich, dass Du Deine Perspektive so freimütig auf den Punkt bringst.Es trifft schon zu, dass nicht alles mit binärer Logik erfasst werden kann. 

Darf ich Dich fragen, ob Du Dir immer so sicher gewesen bist? Natürlich musst Du nicht antworten, denn ich will Dir nicht zu nah treten. Immerhin besteht aus meiner Sicht die Möglichkeit, dass nicht alle Frauen ihrer Sache sofort sicher sind, sondern dass es ein Prozess ist. Schließlich ist es ein großer Schritt, sich einem Menschen in dieser Weise anzuvertrauen. Die Geschichte von Sklavin E. hat mich in diesem Zusammenhang bewegt und schockiert.

Bis dann

Henri

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Devana

Autorin. Lektorin. Teammitglied.

29.07.2018 um 12:59 Uhr

Eigentlich darf ich hier gar nicht antworten, da ich so rein gar keine Erfahrungen mit irgendwelchen "Datings" im BDSM-Kontext habe. Ich habe mich - ohne zu suchen - einfach finden lassen.

Aber ich beobachte mit offenen Augen und spreche auch immer wieder mit Suchenden. Was mir dabei immer wieder auffällt: Die Suche ist oft viel zu sehr auf den BDSM-Kontext beschränkt. Das mag zwar schon auch wichtig sein, um Vorlieben, Vorstellungen und Abneigungen vorab abzuklopfen, aber dabei geht meines Erachtens oft verloren, auch den Menschen wirklich kennenzulernen.

Ich würde daher jedem empfehlen, bei der Suche nicht von Anfang an sich in irgendwelchen Rollen zu begeben. Was spricht dagegen, sich zunächst so kenennzulernen, wie man auch jeden anderen potenziellen Partner kennenlernen würde? Beruf, Hobbys, Lebenslauf, Lieblingsessen und so weiter und so fort. Die sexuellen Vorlieben kann man doch so nebenbei eingeschoben überprüfen. Oder vielleicht ist das auch gar nicht  notwendig, wenn es dann einfach passt - wo wie Mai das beschrieben hat.

Ich bin zwar nicht auf der Suche, aber meist weiß ich nach wenigen Minuten (oder noch kürzer), ob ich prinzipiell auf einen Mann anspringen würde oder nicht.

Zum Thema Unreife: Die erlebe ich bei vielen, ganz unabhängig vom Geschlecht und Neigung. Schlimm sind die, die sich dessen gar nicht bewusst sind. Eine gewisse Unsicherheit bei Anfängern halte ich jedoch für ganz normal und wichtig.

Wenn jedoch die Chemie nicht stimmt, kann man machen, was man will. Das funktioniert einfach nicht. Ich denke, da kann man vorab schon viel klären, wenn man sich nicht gleich trifft, sondern chattet/mailt/telefoniert.

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Mai

Autorin.

29.07.2018 um 14:38 Uhr

War das schon immer so?

Was heißt immer. Bis 40 hatte ich mit dem Schmuddelkram nichts zu tun. Ich hab schon immer gemerkt, dass mir Sex so nichts bringt. Nach 1,5 Jahrzehnten Ehe, im großen und ganzen ohne Sex hatte ich eine Phase der sexuellen Revolution. Da hab ich vieles ausprobiert und mich ein bisschen ausgelebt. War aber alles auch nicht das Gelbe vom Ei. BDSM hatte ich schon sehr früh für mich aussortiert, nachdem ich mal den Film der „O“ gesehen hatte und die Frau als komplett meschugge empfunden habe, war das vom Tisch. Ich hatte auch in den 20ern das ein oder andere Erlebnis mit D/S Anteilen, das fand ich auch komplett öde.  

Und dann hat mich eben mit 40 das erst Mal einer übers Knie gelegt. Danach gab es für mich keinen Zweifel mehr, was meine Sexualität ist. Dann hat es noch etwas gebraucht, bis ich das klar bekommen habe mit meiner eingebauten Alice Schwarzer und bis ich für mich sortiert hatte, dass ich S/Merin bin und keine D/Serin. Und das Schicksal hat es gut mit mir gemeint. Wenige Wochen nach dem Schlüsselerlebnis lernte ich die Liebe meines Lebens kennen. Er ist die gebackene Ergänzung all meines Seins, all meiner Macken.

Meine sexuelle BDSM-Entwicklung hab ich fast ausschließlich mit ihm erlebt, von den ersten 4 Wochen abgesehen.  Und wir wurden eine organische Masse, sexuell und persönlich. Da war nicht viel Platz für Unsicherheiten.

Und da ich auf dem zweiten Bildungsweg pervers geworden bin, kannte ich mich mit mir als Person und mit der Spezies Mann schon gut aus, zumal ich eh nicht zur Naivität neige.  

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01.08.2018 um 09:45 Uhr

geändert am 01.08.2018 um 19:12 Uhr

Mai, du schreibst einfach herrlich!  Auch wenn es off-topic ist, da ich zu dem Thema auch nix sagen kann.

Wie Devana schrieb... "wurde gefunden, ohne zu suchen" 

Das mit dem Pudding und der Ergänzung kann ich nur bestätigen.

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Jona Mondlicht

Autor. Lektor. Teammitglied. Förderer.

01.08.2018 um 09:45 Uhr

geändert am 01.08.2018 um 19:12 Uhr

Vorigen Beitrag gekürzt.

@griche: Bitte keine Vollquotes (Komplettzitate) von mehreren Beiträgen, schon gar nicht, wenn der gemeinte Beitrag im Thread direkt über Deinem steht und Dein Beitrag um ein Vielfaches kürzer ist als das, was Du alles wiederholst. Das macht das Forum nur schwerer zu lesen.

Viele Grüße

Jona

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Nachtasou

Autor.

04.08.2018 um 01:03 Uhr

Bester Henri,

 

es gibt eine Daumenregel, die in solchen Fällen hilft, wenn ich meine, die Welt wäre besser, wenn alle so wären wie ich ... In der Position bist Du ja anscheinend gerade. Du fühlst Dich klar und zuviele Sub-Frauen sind unklar oder unreif. Das ist wie mit dem Geisterfahrer auf der Autobahn, der sich auch darüber wundert, wie viele heute falsch unterwegs sind. Klar ist, Du suchst eine Frau, die sich Dir zeitweise ganz hingibt.

Wie verlockend.

Ich solidarisiere mich mal mit Dir. Ich bin auch schwurbelig, drücke mich eigenartig aus und kann Profanes schön reden. Co Kreation ist mir noch nicht eingefallen, klingt aber schon so. *g

Also, meine Erfahrung: Die meisten Frauen finden verschwurbelnde Männer unsexy. Das kann ich auch nachvollziehen, wenn ich mich mal auf die Gegenseite versetzen täte. Das hat nichts mit bdsm und pipapo zu tun. Das gilt wahrscheinlich auch auf einem Swinger-Autobahn-Parkplatz oder im Dorf.

Schwurbeligkeit ist das Gegenteil vom Steckbrief eines Dominanten. Und wenn Du erwartest, dass „sie“ vorher noch ein Buch liest, um Dich zu verstehen, hast Du öfters verschissen als Dir lieb ist. Glaub ich. Siehe Mai. Denn sie scheint tatsächlich klar zu sein. Also, mit unserer Klarheit ist es nicht weit her, Henri.

Nimm es gelassen, jeder ist so wie er ist, aber wisch das Kondenswasser vom Spiegel. Was Du so schön mit Klarheit und Reife umschreibst, kann auch als der Wunsch nach einer unkomplizierten Sub verstanden werden, die ohne Gegenleistung geil und willig ist. Und wenn Du dann noch fragst, "wie kann ich Dir dabei helfen?", jesses, soll sie Dir das sagen? Das weißt Du, oder Du weißt es nicht.

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