BDSM-Geschichten und andere erotische Texte und Literatur

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Familien und BDSM

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dienerin

Autorin.

18.09.2011 um 00:01 Uhr

Gestern war ich in einem Laden der Spezielles für den BDSM-Bereich verkauft,

eigentlich ein Onlinegeschäft aber er liegt für mich ziemlich nah, so dass ich hin fuhr

und ich kam ins Gespräch mit dem Ladeninhaber u.a. darüber sich zu outen was er getan hat, als er den Laden öffnete, weil man das eben mitbekam.

Und er erzählte mir, das das ziemlich schwierig war, weil es Probleme machte mit der Öffentlichkeit

Das ging so weit, das das Jugendamt überprüft hat, ob sie noch in der Lage sind, ihre Kinder anständig zu erziehen, weil sie ja schliesslich pervers sind.

Ich gebe zu, es macht mich sehr nachdenklich, das Menschen solche Probleme bekommen, weil ihre Neigung nach aussen bekannt wird

Habt ihr das auch schon so erlebt?

Gibt es auch andere Beispiele

Ich bin sehr nachdenklich (geworden)

Dienerin

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"Ich denke in Lösungen, es lohnt sich!"

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Schattenwölfin

Autorin. Teammitglied. Vereinsmitglied.

18.09.2011 um 06:51 Uhr

Erfahrungen habe ich selbst (noch) keine gemacht.

Ich denke mal, wir leben in einem Land, in dem niemand wegen seiner sexuellen Neigungen Nachteile erfahren sollte, solange er sie im Einklang mit den Gesetzen auslebt. So dürfte sich kein Jugendamt der Welt zu weiterem Einschreiten veranlasst sehen, solange sich die Eltern nicht vor den Kindern verhauen. Der Staat übt hier bestimmt die gebotene Zurückhaltung. Dass überbesorgte Befürchtungen von überbesorgten Nachbarn dazu führen, dass einem das Jugendamt ins Haus kommt und nach dem Rechten schaut, ist ärgerlich. Sollen sie lieber da genauer hinsehen, wo Eltern ihre Kinder verprügeln und nicht, wenn Mama und Papa das im gegenseitigem Einvernehmen tun. Grundsätzlich begrüße ich aber, wenn die Jugendämter einem Verdacht nachgehen; umso besser, wenn er sich als unbegründet herausstellt, wie es bei BDSM-Eltern wohl in aller Regel der Fall sein dürfte.

Das stopft den überbesorgten Moralaposteln aus der Nachbarschaft zwar nicht das Maul, zeigt ihnen aber, dass sie in unserem Land Vielfalt in vieler Hinsicht geschützt ist.

Grundsätzlich stellt sich die Frage, warum sich öffentlich outen?

In Ordnung, wenn ich einen BDSM-Shop betreiben will, bleibt es nicht aus, dass eine Großzahl von Menschen aus meiner Umgebung das mitbekommt und es ist auch eher unwahrscheinlich, dass jemand einen solchen Laden betreibt, der selbst mit BDSM nichts am Hut hat (zwingend ist es nicht). Dann zieht das ein Outing nach sich.

Ich habe keinen solchen Laden und käme nicht auf die Idee, meine Neigungen in irgendeiner Form „zu Markte zu tragen“. Weder wissen meine Freunde davon noch trage ich für andere erkennbar symbolische Zeichen meiner sexuellen Präferenzen. Wer mich kennt weiß, dass ich heterosexuell bin, mehr muss auch keiner wissen. Mehr möchte ich auch von anderen gar nicht wissen. Ich gehe bei einem Paar davon aus, das sie Sex haben, was sie dabei im Einzelnen tun, interessiert mich nicht die Bohne, ganz egal ob es sich um Männlein & Weiblein oder um ein gleichgeschlechtliches Paar handelt. (Den persönlichen Austausch mit einer guten Freundin oder hier im Netz nehme ich aus).

Wenn ich mich so verhalte, gibt es nicht viele Möglichkeiten für andere, rein zufällig von meiner Neigung zu erfahren. Läuft man sich in einem einschlägigen Laden über den Weg, trifft den anderen die Situation genau so.

Verhalte ich mich so, dass meine Neigung für andere durchaus irgendwie erkennbar ist und dann auch erkannt wird, muss ich mit entsprechenden Reaktionen rechnen: Schlimmstenfalls weiß es bald die ganze Nachbarschaft, die bestenfalls so tolerant ist und mich deswegen nicht anders behandelt als bisher. Letzteres mag allerdings in den ländlichen Gegenden Süddeutschlands (katholische Erziehung & Sozialisierung) eher unwahrscheinlich sein. Weiter nördlich und in großen Städten sieht das sicher schon etwas anders aus. Ausnahmen bestätigen dabei wie immer die Regel.

Ich mache mir jedenfalls keine Sorgen.

Die Schattenwölfin

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Wo Liebe ist, ist Lachen.

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donna

Autorin. Vereinsmitglied.

18.09.2011 um 12:51 Uhr

hallo dienerin,

Erfahrungen habe ich so noch nicht gemacht. Wir tragen unsere Leidenschaft nicht so nach außen, wie es ein Geschäftsführer tun muss.

Zum einen, da unsere besondere Leidenschaft nicht von allen akzeptiert und oder toleriert wird und Represalien in der Schule und im Beruf zu erwarten wären.

Ob das Jugendamt wirklich so sehr interessiert an dem Sexualleben der Eltern ist, wenn erstmal mal klar gestellt ist, dass was passiert, hinter verschlossenen Türen geschiet, wie bei "normalen" Menschen. weiß ich nicht.

Ich glaube aber schon, dass es ein ein Druckmittel sein könnte in einer Trennung oder einer Scheidung, um evtuelle Instanzen zu beeinflussen.

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Man muss erleben, was falsch war, um zu wissen, was das Richtige ist!

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