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Freundschaften

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Neugierde

Autorin.

18.02.2011 um 21:04 Uhr

Immer wieder mal wollen Schattenzeilenmitgleider mit mir Freundschaften schließen ohne dass vorher auch nur ein einziges Wort zwischen uns ausgestauscht wurde. Das finde ich schade.

Der Begriff "Freundschaft" bedeutet doch etwas "nahes", oder?

Man/frau sollten sich schätzen und kennenlernen wollen- wenn auch nur schriftlich.

Und z. B. eine Freundschaft zu bestätigen, bei der das Mitglied sein eigenes Profil unsichtbar geschaltet hat..........das widerstrebt mir einfach. Ich möchte gern wissen, mit wem ich es zu tun hab- zumindest die Chance einer eigenen Einschätzung haben.

Wie sehen das andere Mitglieder?

Bin ich einfach nur altmodisch?

Die "Neugierde" ist neugierig!

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hexlein

Autorin.

18.02.2011 um 21:28 Uhr

Hallo Neugierde!

also altmodisch finde ich Dich und Deine Einstellung überhaupt nicht.

In den verschiedensten Netzwerken ist es mitlerweile einfach "üblich" Leute, die man gerne kennen möchte anzuklicken.

Aber eine Freundschaft ist das noch lange nicht.

Ich habe mir darüber auch schon meine Gedanken gemacht.

Es müsste die Möglichkeit einer "Abstufung" geben.

So etwas wie:

1. den User finde ich gut

2. wir haben schon miteinánder geredet

3. wir kennen uns

4. wir sind Freunde

wahrscheinlich ist so etwas aber programmiertechnisch einfach viel zu schwierig umzusetzten, oder die Menschen machen sich zu wenig Gedanken und nehmen gleich die höchste Stufe.

Aber wir als User haben ja immerhin die Möglichkeit über das "Bestätigen" der Freundschaft eine solche erst möglich zu machen. Und ich mache so etwas auf jeden Fall erst dann möglich, wenn ich der Meinung bin mein Gegenüber hat es verdient.

das hexlein

Signatur

das hexlein "Macht was Ihr wollt. Die Leute reden sowieso"

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kitty

Autorin. Vereinsmitglied.

18.02.2011 um 21:55 Uhr

Also, ich finde das überhaupt nicht altmodisch.

"Freundschaft" hat für mich eine Bedeutung, die über das "Ich hab Dich mal angeklickt!" hinausgeht. Mit Freunden (Männlein wie Weiblein) habe ich gelacht, geweint, getrauert, gehofft, gebangt, gejubelt und noch vieles mehr. Erst dann sind es Freunde für mich.

Wenn mich hier oder in anderen Foren jemand anklickt, dann antworte ich meist freundlich, dass ich es nett finde, aber mit meiner Bestätigung doch noch etwas warten möchte, bis wir uns besser kennengelernt haben. Meist erledigt sich es dann von selbst.

LG

kitty

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18.02.2011 um 23:36 Uhr

Mich widert es ziemlich an, wie community Portale wie facebook - oder in diesem Fall auch die (mir eigentlich sehr sympathischen) Schattenzeilen - das Wort "Freund" oder "Freundin" entwerten, weil es viel zu großzügig verteilt wird - ganz schlimm bei facebook!

Ich bin da vielleicht etwas altmodisch, aber ein Freund ist jemand, den ich kenne, dem ich vertraue. Es kann - sehr vielleicht - eine Freundschaft in diesem Sinne auch im Internet entstehen, aber ich denke, man muss sich ERST sehen, riechen, spüren, um Freunde zu werden.

Deshalb habe ich alle schattenzeilen Freundschaften gelöscht, und auch meine facebook Freunde auf die reduziert, die ich schon mal leibhaftig angefasst habe - aber das ist überhaupt nicht böse oder abwertend gemeint.

Was ich aber gar nicht gerne habe ist, wenn Leute "Freunde" nur nach Menge sammeln ohne sie persönlich zu kenne, das ist diese kapitalische Scheiße, die nur in Quantitäten, nicht in Qualitäten denken kann.

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Jona Mondlicht

Autor. Teammitglied. Vereinsmitglied.

19.02.2011 um 00:02 Uhr

Hallo Bittersüßer Nachtschatten!

Mich widert es ziemlich an, wie community Portale wie facebook - oder in diesem Fall auch die (mir eigentlich sehr sympathischen) Schattenzeilen - das Wort "Freund" oder "Freundin" entwerten

Das sehe ich nicht so.

Entwertet wird das Wort aus meiner Sicht nicht dadurch, dass die technische Möglichkeit besteht, lieb gewonnene Nutzer als Freund zu bezeichnen.

Entwerten tut es aus meiner Sicht derjenige, der mit dem Stellen oder Bestätigen von Freundschaftsanfragen unbekümmert, sorglos und klickfreudig umgeht. Es ist jedem selbst überlassen, wie er das Wort "Freund" für sich definiert. Ich selbst habe in meinem Profil nur Freunde, die es für mich auch wirklich sind. Wenn andere Nutzer jeden, der gerade online geht, als ihren Freund bezeichnen, dann sind sie es, die den Sinn des Wortes seltsam anders interpretieren.

Ich weiß aber auch, dass durch Facebook und ähnliche Massen-Knuddel-kruschel-liebhab-Seiten der Sinn von realen Freundschaften verbogen und ein leichtfertiger Umgang mit Freundschaften tatsächlich gefördert wird. Leider.

Viele Grüße

Jona

PS.: Ich habe den Thread mal hierher geschoben, da es nicht wirklich um einen Vorschlag oder einen Wunsch zur Veränderung der Seite ging.

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19.02.2011 um 00:16 Uhr

Lieber Jona,

da hast Du sicherlich Recht, es ist eine Frage, wie die User das Wort interpretieren, und Freundschaften können durchaus auch im Internet entstehen.

Die deutsche Sprache scheint mir besonders undifferenziert in dieser Hinsicht - im Spanischen zum Beipiel gibt es "amiga" als EINE Freundin, "novia" als DIE Freundin - das fehlt uns (könnte man sich auch Gedanken drüber machen, warum das im Deutschen so ist....)

Wie auch immer, als Mitglied der "altmodischen" Fraktion bevorzuge ich das Wort "Freund/in" mit großer Zurückhaltung zu verwenden - was ja nicht Sympathie und Respekt für Kontakte, die sich hier ergeben, ausschließt.

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Gryphon

Autor. Vereinsmitglied.

19.02.2011 um 12:27 Uhr

Gott sei Dank gibt es ja die Möglichkeit, solche "Freundschafts" - Angebote einfach nicht anzunehmen. Wahrscheinlich werden aber - hier wie überall - Frauen sehr viel häufiger in den Zugzwang zur Ablehnung kommen.

Grüße von Gryphon

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Ein Gentleman sollte alles ausprobiert haben - außer Inzest und Volkstanz.

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donna

Autorin. Vereinsmitglied.

20.02.2011 um 21:39 Uhr

Als Freund bestätige ich auch nur Freunde. Die, die mir lieb sind, geworden sind. Die mir etwas bedeuten.

Die mit denen ich etwas teile und immer wieder gerne teilen möchte.... Zeit.

Ich bin bestimmt kein Einzelfall, wenn ich nicht jeden mag.

Werte ich vielleicht meine Lieben ab, wenn ich jeden dazu zähle?

Jeder einzelne von meinen Lieben ist was besonderes für mich und hat hier offene Türen.

So.. ich bin auch altmodisch..

Liebe Grüße

donna

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Man muss erleben, was falsch war, um zu wissen, was das Richtige ist!

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ungewiss

Autorin. Teammitglied. Vereinsmitglied.

21.02.2011 um 02:13 Uhr

Hallo zusammen,

ich bekenne: Ich bin ein großer Facebook-Freund (man könnte auch Junkie sagen). Aber auch ich hatte anfangs ein Problem mit dem Begriff Freunde, denn für mich ist das nicht nur jemand, den ich persönlich kenne, schon mal angefasst habe und sprichwörtlich "gut riechen" kann. Für mich ist ein Freund vor allem jemand, der sich bewährt und mein Vertrauen verdient hat (und andersherum, denn Freundschaft ist ja etwas Gegenseitiges).

Da aber bei sozialen Netzwerken, zumindest wenn man sie wie ich auch beruflich nutzt, der Sinn nicht nur darin besteht, nur die realen Freunde virtuell zu treffen, sondern man seinen Wirkungskreis ausweiten will, habe ich mir einfach angewöhnt, dem Wort Freund jeweils eine unterschiedliche Bedeutung zuzuordnen, je nach dem, wo ich damit konfrontiert werden. So ist für mich klar, dass Facebook-Freunde allenfalls Bekannte sind, manchmal noch nicht mal das.

Auf den Schattenzeilen dagegen hat der Freunde-Button für mich eine ganz andere Qualität. Hier würde ich nie auf die Idee kommen, einfach mal jemanden zu adden, weil ich ihn flüchtig kenne und / oder sein Profil interessant finde, und ich will auch nicht, dass auf diese Weise andere Mitglieder an mich heran treten, die ich nicht kenne (ist mir aber bisher auch noch nicht passiert). Hier sind Freunde wirklich Menschen, die ich kennen lernen durfte und die mich beeindruckt haben und aus denen, auch wenn wir noch nicht so viel Zeit mit einander verbracht haben, vielleicht mal wirklich gute Freunde werden.

Langer Rede und so weiter: Ich glaube, wir haben tatsächlich eher ein Problem mit der Sprache. Dass wir das Wort Freunde entwertet empfinden, hängt, glaube ich, tatsächlich damit zusammen, dass wir keine alltagssprachtaugliche Alternativen kennen. "Bekannte werden" würden auf Facebook oder anderswo einfach ziemlich bescheuert klingen.

Aber vielleicht sollten wir uns darüber mal wirklich Gedanken machen. Jona: Kann man nicht statt eines Geschichtenwettberbs das nächste Mal einen Wettbewerb um das beste (treffendste) Freunde-Synonym für die virtuelle Welt starten? Ich fände die Ergebnisse sehr interessant.

Nächtliche Grüße

ungewiss

Signatur

Nur wer träumt, kann Großes erreichen.

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