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Western und D/s

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11.08.2006 um 20:40 Uhr

Apache (Spielfilm)

Der altgewordene Apachenhäuptling Geronimo ist der ewigen Kämpfe gegen die weißen Besatzer und der sinnlosen Gemetzel leid und gibt seinen Widerstand auf. Sein junger Stammesbruder Massai will jedoch lieber sterben als kapitulieren. Mit seinen Gefolgsleuten setzt er den Kampf fort, wird überwältigt und muss mit den anderen Kriegern den demütigenden Weg in die Deportation antreten. Unterwegs kann Massai entkommen und macht sich zu Fuß auf den langen Marsch heimwärts. Im alten Reservat wartet seine große Liebe Nalinle sehnsüchtig auf ihn. Doch deren Vater, der seine Tochter Massais altem Widersacher Hondo versprochen hat, verrät den US Soldaten, dass der Flüchtige zurück ist. Man versucht seiner habhaft zu werden, um ihn wieder zu deportieren. In letzter Minute gelingt Massai die Flucht. Aus Rache über den hinterhältigen Verrat entführt er Nalinle aus dem Reservat. Doch sie kann ihn während der Flucht durch ihr duldsames Leiden und ihre Unterwerfung von ihrer Unschuld am Verrat überzeugen. Das Paar sucht Zuflucht in den Bergen. Die schwangere Nalinle kann Massai überreden, sich in einem abgelegenen Tal als Farmer zu versuchen. Als sie ins Dorf schleicht, um Saatgut zu stehlen, wird sie entdeckt. Ohne es zu wissen, führt sie Massais Verfolger zu ihrem Versteck. Im großen Showdown erlangen die Indianer ein Bleiberecht.

Der Spielfilm "Apache", in Deutschland auch unter den Titeln "Der große Apache" oder "Massai" gelaufen, ist ein "ruhiger, von Aldrich sorgfältig inszenierter Qualitätswestern, der den Indianern ein relativ hohes Maß an Verständnis entgegenbringt" (Lexikon des Internationalen Films). Robert Aldrich zeigt in seinem Film "alle Formen der kompletten Entwurzelung des Indianers. Entweder er wird verschleppt und interniert, oder er wird auf seinem eigenen Boden ein Gejagter, der sich nur durch die Aufgabe seiner Integrität und seiner Lebensweise einen tödlichen Frieden erkaufen kann. ... In der grandiosen endlosen Fahraufnahme, in der Massai durch die Straßen von St. Louis läuft und die ihm fremde, unheimliche Welt der Zivilisation erlebt, ist die komplette Entfremdung des der Indianer als historische Beschreibung wie als Vision fixiert" (Joe Hembus: Westernlexikon). Für den domantisch Interessierten bietet der Film darüber hinaus noch mehr als ein Schmankerl. Die Hingabe und das Ertragen aller auferlegten Leiden, mit denen Nalinle ihre Liebe unter Beweis stellt, legt die Latte für Subs hoch.

Es gibt eine Menge Filme, die wie eine Perle in der Muschel ihren kostbaren Inhalt auf den ersten Blick verbergen. Diesen Film kann man, ohne einen roten Kopf zu bekommen, auch mit Vanilla-Freunden ankucken. Für die einen ist er ein gut gemachter Western, der obendrein noch eine tüchtige Prise „Political Correctness“ enthält, für die anderen enthält er SM Szenen in Reinkultur. Man wundert sich fast, dass so ein Film die Zensur passieren konnte. Die eindrucksvollen Sequenzen, in denen Massai seine spätere Frau Nalinle in Fesseln leiden läßt; oder sie ihm aus freien Stücken folgt, bis ihre Füße bluten, vermögen das domantische Herz zu Tränen rühren oder zumindest zu tiefen Seufzern. An einen kalten Winterabend erwärmt dieser Film das Heim.

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"Wir stellen die Normalität augenblicklich wieder her, sobald wir wissen, was eigentlich normal ist" Douglas Adams - Per Anhalter durch die Galaxis

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12.08.2006 um 12:29 Uhr

Hallo,

ich habe diese Filmbeschreibung natürlich aus einem ganz bestimmten Grund gepostet.

Ich bin entsetzlich neugierig, ob ihr noch andere "vanilla" Filme kennt, in denen das Thema BDSM an der "Zensur" vorbeigeschlüpft ist.

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