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Die Hexenprobe

Sie stand, barfuß und in ein dünnes Büßerhemd gekleidet, in einem Gewölbe, tief unter der Erde. Fackeln erhellten die Folterinstrumente um sie herum. Und sie sollte gestehen, dass sie eine Hexe ist.

Eine BDSM-Geschichte von Natty.

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Kommentare von Leserinnen und Lesern

Natty

Autorin. Förderer.

22.08.2026 um 19:51 Uhr

Lieber Tek Wolf

Ich danke dir für dein nochmaliges Lesen unter anderen Gesichtserpunkten. Ein guter Punkt, den ich auch für mich manchmal stärker in den Fokus nehmen sollte, um nicht nur mein Gefühl zu spiegeln, sondern um vielleicht auch das Gefühl des Autos begreifen zu können.

 

Lieber poet, ich danke dir für deine Worte. Auch wenn ich anfangs etwas Wehmut ob deiner Wertung verspürte, ist es doch wunderbar ehrlich 

 

Lieber Nachtasou

vielen Dank für deine umfangreiche Rezension.

Die gewählte  Thematik von dieser Geschichte ist natürlich auch auf den Wettbewerb zurückzuführen und die Form auf den, für mich entstanden, Zeitdruck. Mag sein, dass ich mit mehr Zeit die von dir beschriebenen Aspekte besser betrachtet hätte , ich weiß es nicht. Aber so sind sie wunderbar zusammengefasst und können für mich für die nächsten Geschichten nur hilfreich sein.

VG Natty

Zu diesem Beitrag im Forum.

Nachtasou

Autor. Korrektor.

22.08.2026 um 15:23 Uhr

Beste Natty,

Deine frische und impulsive Art zu schreiben gönne ich mir hin und wieder. In dem hier vorliegenden Text bleibst Du hinter Deinem schon bewiesenen Können zurück.

Ich begründe mal meinen Eindruck. Wobei ich mir gar nicht sicher bin, ob ich Dir damit gerecht werde, weil es vielleicht nur Geschmacksfragen sind, die eigentlich kein Kriterium für Beurteilung sein sein sollten. (Naja, ich beurteile ja nicht).

 

1.) Rollenspiele zu beschreiben ist sauschwierig. Genauso rutschig wie Bettgeflüster. Das geht in fast allen Fällen daneben und scheitert schon an den Dialogen.

Das gilt auch für Filme; nichts ist ´fremdschämiger´ als das Geschwätz eines Doms zu hören oder zu lesen, der in eine historische Rolle schlüpft. Weswegen man es nach meiner Meinung besser weder filmt noch aufschreibt. Es funktioniert, wenn überhaupt, nur für die, die selbst IN der Session sind.

Vielleicht liegt es aber an meinem Problem mit „gespielten Gefühlen.“ Denn entweder es ist Ernst, oder es ist Ulk, dazwischen gibt es keine Grauzone. Es wäre interessant gewesen, sie aufzumachen und zu beleuchten. Die Personen in der Geschichte haben jedoch von Dir überhaupt keine Individualität erhalten, womit dieser Weg verschlossen blieb.

 

2.) Dein Szenarium hätte einen besseren Einstieg verdient. Dein Einstieg steht leider bis zu den Knien im Klischee. So, „wie man“ sich halt ein 16. Jahrhundert vorstellt. Das geht bei viel Fantasie vielleicht im Schlafzimmer, nicht aber in einer Geschichte durch, die gut werden will.

 

3.) Die Pointe funktioniert nicht. Als Leser weiß ich von Beginn an, dass es laut den SZ-Regeln nur gespielt, und nicht authentisch sein kann. Wer ist da am Ende überrascht, dass es ein Rollenspiel ist? Viel besser wäre z.B. gewesen, das Rollenspiel als solches iwi zum Thema zu machen.

 

4.) Deinen Schreibstil habe ich als flott bezeichnet und wirkt authentisch. Die vielen kleinen Ein- und Nachschübe (Bsp. „Ein Mann kam herein, in Leder gekleidet, der Oberkörper nackt.“ erinnert an eine am Lagerfeuer erzählte Gruselgeschichte, wo der Erzähler immer erst die Reaktionen der Hörer abwartet, um dann nachzulegen. Das passt zur Story. Dieses Mittel ist zu oft angewendet nach meinem Geschmack, und wirkte auf mich sowieso nicht, weil kein Grusel aufkommt (weil, s.o.).

 

5.) Das Gespielte, das Szenische in Deinem Text kommt nah ans Darstellende (Dramatische) heran. Find ich sehr interessant. Dann solltest Du aber auch die Mittel der Bühnendarstellung nutzen, und dann werden Pausen mit das Wichtigste. Das Nichtgesagte. Das Aneinandervorbei. Dazu passt die Geschwindigkeit Deines Stils aber nicht mehr und das spielerische Gerede der Personen schon gar nicht. Ist´n Dilemma. Und da fiele mir auch keine Lösung ein.

 

Dass ich so kritisch heute bin im Umgang mit einem Text, liegt vielleicht daran, dass ich den Inhalt der Geschichte interessant finde und vielleicht dann besonders viel erwartete. Unterhalten hat sie auf jeden Fall. Zur vollen Zufriedenheit fehlte mir also entweder der Ernst (hier Härte), oder das Gebrochene (Rollenspiel selbst als Thema).

Damit streife ich das von einigen anderen erwähnte ethische Problem. Dazu sage ich: Alle BDSM-er zehren irgendwie vom Leiden anderer (oder ihrem eigenen). Daran ändert auch die Einvernehmlichkeit grundsätzlich nichts, die nur eine Tarnkappe der Zulässigkeit darüber schmeißt.

 

Vielen Dank, Natty, für Deinen Geschichtenbeitrag,

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poet

Autor. Förderer.

21.08.2026 um 21:38 Uhr

Mit diesem Spiel mit den noch viel entsetzlicheren Qualen der Opfer solcher Hexenprozesse kann ich nichts anfangen, abgesehen davon, dass ich kein Freund von reinen Sessionszenen bin, die letzlich nichts erzählen außer dem, was unzählige andere davor auch bereits erzählt haben.

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Rote Blume

Förderer.

10.08.2026 um 15:27 Uhr

Hallo Natty 🤗, 

es ging mir gar nicht so sehr um die richtige Versorgung und Desinfektion, mehr wirklich um die Frage, ob piercen mit abgebundenen Brüsten gut gehen könnte, oder eher nicht, für mich ist das etwas, dem ich immer noch mit Respekt begegne, und dann Nadeln bzw. gleich Piercings dazu, das ist aber wsh wenn alles sicher und steril abläuft könnte es gehen…, es interessiert mich einfach nur, und eben um die beschriebenen Handlungen nach dem piercen. Auf mich hat der Protagonist in der Geschichte auch so gewirkt, als wisse er gut was er tue 😊, ich denke auch bei so etwas braucht es keine Anleitung 😎

Schöne Grüße , Rote Blume

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Tek Wolf

Autor. Förderer.

08.08.2026 um 10:46 Uhr

Liebe Natty, eine gruselige Geschichte zu Anfang. Das hat es wirklich gegeben und war eines von vielen dunklen Kapiteln der Menschheit. Natürlich kam dann die Auflösung am Schluss, aber bis dahin war ich mir nicht sicher, was ich bei der Geschichte fühlen sollte. Im Nachhinein kann man natürlich auch ein Verhör als erotisches Spiel inszenieren, aber das ist immer eine Gradwanderung. Ich habe mir deinen Beitrag dann unter dem neuen Gesichtspunkt nochmal durchgelesen und verstand dann den Reiz der starken Emotionen, das Spiel mit Angst, Zwang und schließlich dem Schmerz. Die Geschichte selbst fand ich sprachlich sehr solide aufgebaut und gut beschrieben. Mir fehlten etwas die Emotionen, aber von denen durftest du ja nicht zu viel verraten, um das überraschende Ende nicht vorweg zu nehmen. Jedenfalls habe ich mich gefreut, dass du an dem Wettbewerb teilgenommen und uns diese Geschichte zum Lesen überlassen hast. Vielen Dank.

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Natty

Autorin. Förderer.

08.08.2026 um 08:56 Uhr

Lieber Meister Y ich danke dir, wenn auch der Inhalt nicht so deins ist, für die Wertung des Ausdrucks

Jetzt ist's bei mir auch erstmal wieder gut, mit Session-Beschreibungen.

 

Liebe Leo Me ich danke dir und schenke dir ein schelmisches Grinsen 

 

VG Natty

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Leo Me

Autorin. Förderer.

07.08.2026 um 18:21 Uhr

Liebe Natty,

 

das ist mal wieder eine Geschichte, in der ich dich voll und ganz spüre. Du steckst in jedem Satz, jedem Wort, jedem Grinsen und natürlich in der sanften Auflösung.

Dafür von mir die vollen Punkte  

 

Liebe Grüße

Leo

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Meister Y

Autor. Förderer.

06.08.2026 um 15:13 Uhr

Liebe Natty, schön, dass auch Du Dich getraut hast.

In meiner Jurywertung, ich habe hinter Platz 3 kein Ranking mehr vorgenommen, wäre wahrscheinlich eine ähnliche Platzierung drin gewesen. Ich habe mich bewusst auch gegen das Ratespiel, wer da wohl was geschrieben hat, entschieden.

Deine Hexenprobe liest sich flüssig und wird Freunde von Rollenspielen sicher begeistern. Ich mache nie einen Hehl daraus, dass mich reine Sessionbeschreibungen, egal wie gut sie sind, meist nicht wirklich begeistern. Das war auch hier so.

Danke für die Zeilen.

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Natty

Autorin. Förderer.

06.08.2026 um 10:15 Uhr

Lieben Dank auch euch. Don Blech und Loewen 

 

Braves Mädchen alles ist gut, denn Geschmäcker dürfen ja verschieden sein. Hätte ich die für dich fadenscheinige Erklärung weggelassen, wären wohlmöglich Diskussionen um die Einvernehmlichkeit entstanden , wer weiß das schon, nicht wahr? 

 

VG Natty

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05.08.2026 um 18:50 Uhr

Hallo Natty,

 

meinen Glückwunsch zum sechsten Platz!

 

Ich fand deine Geschichte beim ersten Lesen ganz schrecklich und dachte mir, als ich am Ende angekommen war: der Hinweis zum Schluss, dass es nur ein Szenario war, schmeckt ein bissel fad, wie wenn man etwas Schlimmes erzählt und dann, wenn alle erschrocken sind, sagt: Haha, war nur geträumt! Ich hätte es besser gefunden, schon früher zu wissen, dass es Einvernehmlichkeit gibt.

 

Was mich am Anfang komplett irritiert hat:

Sie stand, barfuß und allein in ein dünnes Büßerhemd gekleidet, in einem Gewölbe, tief unter der Erde.

...aber dann

Sie horchte. Hörte das Rauschen von Wasser in der Ferne, das Kreischen der Möwen. Das Meer

Da habe ich gesacht... Was denn nun?!

 

Beim zweiten Lesen, als ich wusste, dass es ein Spiel ist, fand ich deine Geschichte schon viel anregender, denn geschrieben ist sie ja gut und sehr intensiv. Wer auf solche Rollenspiele steht, wird sich da komplett abgeholt finden, toll!

 

Auch wegen der nachgeschobenen, für mich etwas fadenscheinigen Aufklärung hat es bei mir nicht für die ersten drei Plätze gereicht, aber du lagst trotzdem bei mir höher als das Endergebnis.

 

Dankeschön und Sternchen!

 

Viele Grüße

Braves Mädchen

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