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Schmerz in Lust verwandeln?

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Profil unsichtbar.

Gelöscht.

16.02.2013 um 01:15 Uhr

Nach nächtelangen Lesen vieler schöner SM-Geschcihten möchte ich gerne eine Frage stellen.

Ich bin viel mehr submissiv als masochistisch veranlagt, und ertrage den Schmerz, weil er für mich dazugehört, weil mein Herr dominant UND sadistisch ist, und weil mich der Gedanke erregt, dass er mich zu seiner eigenen Befriedigung und zur Bestrafung schlagen und quälen kann.

Nun habe ich in vielen Texten hier in den gelesen, dass sich subs in den Schmerz hineinfallen lassen und dass er sich irgendwann in Lust verwandelt. Ich denke, die meisten Geschichten sind auf Grund persönlicher Erfahrung geschrieben worden und keine Fantasiegeschichten.

Kann man diesen Zustand auch erreichen, wenn man nicht masochistisch ist? Müsste mein Herr mich härter und länger schlagen, damit die Endorphinausschüttung bewirkt, dass Lustgefühle entstehen? Oder kann ich diese Lust als Nicht-Masochist gar nicht erreichen?

Meinem Herrn würde es wahrscheinlich weniger gefallen, wenn ich statt Schmerzen Lust verspüre, er mag mich lieber leiden sehen

Ich bin gespannt auf eure Antworten.

Liebe Grüße

samirah

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Schattenwölfin

Autorin. Teammitglied. Vereinsmitglied.

16.02.2013 um 14:28 Uhr

Hallo Samirah,

ich nehme an, dass es auf Deine Frage so viele Antworten gibt, wie es Subs/Masochistinnen gibt

Meine Antwort ist die: Meine Lust erwächst in erster Linie aus dem Gefühl heraus, dass (m)ein Mann bereit ist, mir Schmerzen zuzufügen und ich bereit bin, diese auszuhalten oder anzunehmen. Das ist viel mehr Kopfsache, gewöhnlicher Schmerz ohne diesen Hintergrund würde sich bei mir in Nichts verwandeln außer der Suche nach einem adäquaten Schmerzmittel.

Die Lust, die so entsteht, muss sich für mich auch nicht zwingend sexuell entladen; die lasse ich auch gerne mal so für sich auf mich wirken.

Wenn Dich der Gedanke erregt, dass Dein Dom Dich zu seiner eigenen Befriedigung und zur Bestrafung schlagen und quälen kann, dann ist das doch eine erotische Verknüpfung von Schmerz und Lust, an die Du mit ihm vielleicht anknüpfen kannst.

Wölfin

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Wo Liebe ist, ist Lachen.

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kijana

Autorin.

16.02.2013 um 17:17 Uhr

Hallo Samirah,

ich verstehe Deine Frage etwas anders als Schattenwölfin.

Ich verstehe eher die Frage nach einem rein körperlichen Empfinden und nicht nach der Kopfgeilheit.

Ich glaube tatsächlich, dass es recht schwierig ist als Nicht-Masochistin diesen "Zustand" zu erreichen.

Noch ein, zwei Gedanken zu dem Thema schreib ich Dir per PN

lg

kijana

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Profil unsichtbar.

Gelöscht.

16.02.2013 um 21:19 Uhr

Es ist richtig, diese "Kopfgeilheit" kann ich ja erreichen, ich wünschte mir nur, die Schmerzen besser ertragen zu können. Wenn sie zu schlimm sind, wünsche ich mir nur mehr, dass es bald vorbei ist.

Daher ist es so, wie Kijana schon vermutete, es geht mir hier mehr im die körperliche Seite dieser Schmerzen. Ich würde gerne auch diese Endorphinausschüttung erreichen, bei der sich Schmerzen in Lust verwandeln. Ich kann mir das irgendwie überhaupt nicht vorstellen.

Mein Herr ist aber zufrieden damit, dass ich nicht masochistisch bin, er will nicht, dass ich an Schmerzen Gefallen finde. Mir würde es dennoch manchmal helfen.

In meinem Kopf dreht sich momentan alles ziemlich wirr, ich hoffe, meine Gedanken erscheinen euch nicht genauso wirr.

Samirah

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kijana

Autorin.

16.02.2013 um 21:50 Uhr

Hmmm...

ich geh' ja zuerst immer vom Guten im Menschen aus, aber wenn ich jetzt Deinen neuesten Beitrag lese, muss ich doch mal kurz nachfragen:

Dein Herr ist sadistisch veranlagt und mag es Dich zu quälen obwohl (oder grade weil) Du eher nicht maso bist... ist er trotzdem "gut" zu Dir? Tut er Dir gut? Schaut er zu Dir?

Wie formuliert man das? Ich hoffe Du verstehst was ich meine.

lg

kijana

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Schattenwölfin

Autorin. Teammitglied. Vereinsmitglied.

17.02.2013 um 08:21 Uhr

Hallo Samirah,

die Ausschüttung irgendwelcher Hormone bewirkt für sich wohl nur die Aushaltbarkeit von Schmerzen, verwandelt sie allein sicherlich nicht in Lust. Wäre es ein rein körperlicher Vorgang, hätten sich die Schlachtfelder der Welt in solche der Lust verwandeln müssen.

Ich bin überzeugt, dass das lustvolle Empfinden von Schmerz zumindest im Kopf beginnt und in den seltensten Fällen ein rein physischer Vorgang ist. Das stelle ich mir nun bei er von Dir beschriebenen Konstellation eher schwierig vor. Du müsstest ja, Deinem Partner zum Trotz Lust entwickeln, stets in dem Wissen, dass er Dir die Lust, die Du gerne verspüren würdest, Dir gerade nicht bereiten will.

Letzteres lässt auch mich aufhorchen.

Dass Dich das alles verwirrt, wundert mich nicht, das bin ich auch. Vielleicht helfen Dir Kijanas Fragen ein bisschen beim Entwirren, ich denke, sie hat die richtungsweisenden gestellt.

Wölfin

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Wo Liebe ist, ist Lachen.

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kijana

Autorin.

17.02.2013 um 09:14 Uhr

Guten Morgen

Schattenwölfin, ich muss Dir widersprechen.

Schmerz und Schmerz ist ja nicht dasselbe (rein körperlich jetzt) und ich kenne eine Sorte Schmerz, der sich bei mir ganz direkt und ohne "Umweg" über meinen Kopf in Lust wandelt.

Ich bin überzeugt, dass das lustvolle Empfinden von Schmerz zumindest im Kopf beginnt und in den seltensten Fällen ein rein physischer Vorgang ist.

Ich bin überzeugt, dass das lustvolle Empfinden von Schmerz die Definition von Masochismus ist und wenn es "im Kopf beginnt" hängt es mit der Submission zusammen.

Schönen Sonntag Morgen an alle

kijana

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Gelöscht.

17.02.2013 um 18:44 Uhr

Hallo Schattenwölfin,

wer wäre der richtige Partner für einen Sadisten? Unbedingt ein Masochist? Ich kann es nachvollziehen, dass mein Partner mich mit den Schmerzen nicht erfreuen möchte, dass er sich als Sadist seine Befriedigung eben daraus holft, das er mir Schmerzen zufügt, die ich fürchte, und nicht deshalb, weil ich sie mag.

Daraus hole ich mir auch meinen Kick, dass ihm total gut gefällt, wenn ich Schmerzen für ihn ertrage, einfach weil er es so will.

Selbstverständlich geschieht es nicht gegen meinen Willen, sondern mit meinem Einverständnis. Ich habe diese widersprüchlichen Gefühle nicht verstanden, dass ich mich fürchte vor dem Schmerz, aber enttäuscht wäre, wenn er mir keine Schmerzen mehr zufügen wollte.

Natürlich bin ich schneller an meinerr Grenze als ein Masochist, denke ich mir zumindest. Mit haben es -männliche - Subs so beschrieben: Wenn die Schmerzen fast unerträglich sind und sie halten durch, kippt es pklötzlich um in Lust. Ich glaube, dass ich es eben nicht durchhalten würde. Ich hätte gerne dieses in den Schmerz fallen erlebt, weil ich dann vielleicht mehr ertragen und meinem Partner noch besser gefallen würde.

Durch euer Nachfragen konnte ich es besser formulieren und verstehe meine Gefühlr auch besser. Danke!

Liebe Grüße

samirah

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Schattenwölfin

Autorin. Teammitglied. Vereinsmitglied.

17.02.2013 um 19:47 Uhr

Hallo Samirah,

bisher habe ich es typischerweise so gesehen, dass sich Sadist und Masochist ideal ergänzen. Deine Sichtweise auf Deinen Partner zeigt mir, dass es andere Schattierungen gibt. Wahrscheinlich war meine Sichtweise bisher von meinem gefühlten und gelebten BDSM geprägt, in dessen Mittelpunkt der gegenseitige Lustgewinn steht.

Wölfin

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Wo Liebe ist, ist Lachen.

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Gelöscht.

17.02.2013 um 22:13 Uhr

geändert am 17.02.2013 um 22:14 Uhr

Hallo Schattenwölfin!

Vielen Dank für deine Worte, die mich erkennen lassen, wieiviel Toleranz auf diesen Seiten herrscht, und niemand seine Vorstellung von BDSM als die einzig richtige ansieht.

Ich halte BDSM für sehr facettenreich, und deshalb ist es fast ein Wunder, genau den Partner zu finden, der zu einem passt.

Liebe Grüße

samirah

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