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Forum - BDSM - BDSM-Beziehungen

Wie seht Ihr eine ideale BDSM Beziehung, auch Ehe

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Gelöscht.

05.11.2011 um 10:18 Uhr

Wie seht Ihr eine ideale BDSM Beziehung?

 

Da meine ich eine Partnerschaft mit. Inwieweit darf ein Sub auch seinen Freiraum haben?

Hobbys ausüben…Freunde besuchen usw.

Würde mir da ein ganz normales Verhältnis vorstellen, man lebt zusammen und genießt vieles gemeinsam…der BDSM Bereich darf aber nicht zu kurz kommen. Das heißt, dass auch im Alltag das Dienen vom Sub verlangt wird. Als ich noch verheiratet war, wollte ich dieses Spiel mit meiner EX Frau auch erleben, also das ich Ihr zu Füßen liege und mich Ihr zeige.

Wurde aber da nicht verstanden von Ihr. Sollte ich eine neue BZ beginnen, wäre es nur möglich, wenn das Dienen sich im Alltag auch widerspiegelt.

Wie erlebt Ihr EUREN Alltag??

Nennt bitte Beispiele…wie hat der Sub zu sein, was verlangt Ihr??

Was gebt Ihr?

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hexlein

Autorin.

05.11.2011 um 11:11 Uhr

Lieber Cloude,

 

ich möchte mich in der privaten Beziehung gerne fallen lassen, denn im Alltag habe ich eine sehr verantwortungsvolle und ja, auch "machtvolle, dominante" Position.

 

Aber, wie ich mal jemand erklärte...mein Herr kann nicht erwarten, dass ich um 17:00Uhr nackt hinter der Türe knie und Ihm die Pantoffeln bereithalte, denn da sitze ich meist selber noch im Büro und muss arbeiten.

Aber...wenn ich nach Hause komme und mein Herr es wünscht, dann kann eine Geste, ein Wort bewirken, dass ich sofort von der Geschäftsfrau zur sub werde.

 

Dauraufhin erklärte mir jemand, ja, so stelle er sich das auch vor, denn wie solle es anders denn funktionieren, meist ist es doch an der Realität vorbei gedacht, wenn jmd sich sub als "Dauereinrichtung" wünscht.

Klar, gibt es das auch, aber in unserer heutigen Zeit ist es doch oft so, dass beide Partner arbeiten gehen müssen, damit ein gewisser Lebensstandard erhalten weden kann.

 

Und sind es nicht auch die "Kleinigkeiten" die es mir ermöglichen meinem Herrn zu zeigen, wie gerne ich ihm diene?? Das bereiten des Kaffees, das "nicht ins Wort fallen", das Anschmiegen des Kopfes an seine Schulter oder sein Bein, wenn ich abends vor ihm, der auf der Couch sitzt, auf dem Boden sitze/knie??

 

Sind es nicht die kleinen Gesten, die mich und meinen Herrn verbinden?

 

All die alltäglichen Dinge, die ich für Ihn erledige, damit er dann in Ruhe mich und meine Lust geniessen kann, wenn es Ihm beliebt?

 

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Schattenzeilen

Autorin. Teammitglied.

05.11.2011 um 11:11 Uhr

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donna

Autorin.

05.11.2011 um 20:31 Uhr

hallo Cloude,

 

bei uns ist es eine ganz normale Ehe. Völlig spießig!..

jeder hat seine Interessen, Hobbys ect.

Ganz normaler Alltag mit Kinder, Job und allem was dazu gehört.

Was uns in userer schwarzen Leidenschaft, betrifft so sind nur für uns beide zwischendurch mal kleine Blicke, Gesten und Bemerkungen da.

In userer bsonderen Zeit, die wir ganz alleine, weit weg vom Alltag herrschen andere reglen.

 

 

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Schattenwölfin

Autorin. Korrektorin. Förderer.

09.11.2011 um 20:00 Uhr

Lieber Cloude,

 

ich selbst lebe in einer langjährigen Liebesbeziehung und Ehe. Im Alltag sind die Aufgaben gerecht verteilt. Als Mutter, berufstätige Frau und im Ehrenamt bin ich selbstbewusst und selbstbestimmt. Und ich arbeite nicht nur, um einen gewissen Lebensstandard zu erhalten, sondern weil es mir eine gewisse Selbständigkeit und Unabhängigkeit ermöglicht und weil es mir Spaß macht. Wir pflegen ein gemeinsames Hobby, gehen ansonsten aber eher unterschiedlichen Interessen nach. Termine werden abgesprochen, aber es wird nicht etwa um Erlaubnis gefragt. Und wie das Hexlein schon sehr treffend schrieb, ist es nicht ohne Weiteres möglich mit dem Schließen der Wohnungstür automatisch in eine andere Rolle zu schlüpfen, noch nicht einmal mit dem Schließen der Schlafzimmertür.

 

Als Mutter eines Sohnes in der Pubertät möchte ich auch lieber nicht wissen, was der für ein Frauenbild vermittelt bekäme, wenn ich 24/7 oder auch nur die Hälfte davon praktizieren würde.

 

Du hast gefragt: „Was gebt ihr?“ Meine Antwort lautet: Alles, was ich geben kann als Lebensgefährtin, Kameradin, Partnerin, Gebliebte; und mein Mann gibt: Alles, was er geben kann als Lebensgefährte, Kamerad, Partner und Geliebter. In letzter Konsequenz heißt das auch: Nicht nur ich diene ihm, sondern auch er dient mir mit seiner Dominanz.

 

Beste Grüße von der Schattenwölfin, die in Letzterem nur einen scheinbaren Widerspruch sieht und sich damit wahrscheinlich als SuperSub disqualifiziert hat

 

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Gelöscht.

10.11.2011 um 16:18 Uhr

geändert am 10.11.2011 um 16:20 Uhr

Ich danke für die lieben Antworten....

 

Ihr habt alle einen Partner und dürft genießen...

 

Stelle mir auch eine Beziehung so vor...man ist zusammen und man lebt auch ganz normal,

und doch wissen beide, dass wir was ganz besonderes sind.

Und das hat mit pervers nix zu tun, es ist eine andere Leidenschaft der Lust.

Man darf genießen und sich fallen lassen, schöner kann es doch nicht sein oder??

 

Schreibt aber weiter, bitte.

Hat die Community verlassen.

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lucyinthesky

Profil unsichtbar.

15.11.2011 um 10:06 Uhr

Nennt bitte Beispiele…wie hat der Sub zu sein, was verlangt Ihr??

 

Wie hat Sub zu sein? Keine Ahnung. Ich könnte es mir einfach machen und sagen: Das einzige was sich mit Sicherheit darüber sagen lässt, ist, dass es dazu keine allgemeingültigen Regeln gibt. Zumindest habe ich bisher noch kein entsprechendes Regelwerk gesehen oder diejenigen, welche ich gesehen habe führten entweder zu schallendem Gelächter und/oder ungläubigem Kopfschütteln meinerseits.

 

Soviel zur Theorie, jetzt hast du aber explizit nach Praxis gefragt. Mir geht es sehr ähnlich wie Schattenwölfin. Ich bin nicht nur sub sondern auch Ehe- und Berufsfrau, Mutter, Tochter, Freundin, Schwester, Feministin, Tante, Dienerin, Hausfrau usw usf.

Es war/ist nicht immer ganz einfach, diese zum Teil doch sehr widersprüchlichen Facetten unter einen Hut zu bringen.

Wir versuchen zwar, das Ganze mehr oder weniger 24/7 durchzuziehen, aber das kann nicht bedeuten, dass ich den ganzen Tag nackich bis aufs Halsband in der Gegend herumrenne. Für mich ist das eher ein «state of mind» als etwas Physisches. Obwohl die Vorstellung, 24 Stunden am Tag nackich rumzurennen auch etwas für sich hat. Aber eben, im Alltag nicht praktikabel.

Ich könnte mir auch nicht vorstellen, meinen Job aufzugeben und als Heimchen am Herd zu funktionieren nur weil mein Mann und Meister gerne eine Frau hat, welche ihn um 18:30 nackt im Flur kniend und mit dem Abendessen auf dem Tisch begrüsst. Wäre mir intellektuell zuwenig.

 

Und so ist es weitgehend so wie bei bei meinen Vorschreiberinnen wohl auch: Von den 24 Stunden, welche pro Tag zur Verfügung stehen sind vielleicht im Schnitt 2 mit BDSM gefüllt, oft aber auch gar keine. Wenn alles gut läuft dafür auch mal 8 am Stück. Früher waren es mehr, aber mit der Geburt unserer Tochter im Juni hat sich das schlagartig geändert.

 

Man darf genießen und sich fallen lassen, schöner kann es doch nicht sein oder??

Ja, zeitweilig darf man das. Und ja, schöner kann es nicht sein und ich kann mir eine Beziehung ohne D/s-Dynamik nicht mehr vorstellen. Aber damit das möglich ist, ist immer wieder (Beziehungs-)Arbeit und Austarieren nötig. Zumindest für uns ist das so.

Und dann, ganz ehrlich, muss auch mal ein 'Nein, heute nicht' drinliegen. Nach einem Tag voller 'Tochter in die Krippe bringen und 8 Stunden arbeiten und Tochter wieder holen und Stillen und Kochen und Putzen und Waschen und Einschlaflieder singen und Windeln wechseln und, und, und ...' kann ich einfach manchmal nicht mehr. Zum Glück geht es ihm ähnlich ;)

 

Aber häufig braucht es auch nicht viel, wie hexlein bereits geschrieben hat. Ein Blick, seine Hand in meinem Haar, eine Berührung ...

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