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Erstmal bis zur Beziehung kommen...

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17.01.2011 um 00:25 Uhr

Zu Beginn: Mir ist völlig klar, dass hier keine Kontaktgesuche gepostet werden sollen, und der folgende Beitrag soll sicher kein solches darstellen.

Ich frage mich zur Zeit (und dass, wie ich an meiner momentan mal wieder nächtelangen Online-Aktivität bemerke, sogar ziemlich intensiv), ob es aussichtsreicher ist, einen Partner im "normalen Leben" kennenzulernen und zu hoffen, dass er ebenfalls BDSMaffin ist bzw. ihn dafür begeistern zu können, oder gezielt in der Szene zu suchen.

Welche Erfahrungen habt ihr diesbezüglich gemacht?

Ich habe es bislang zweimal mit Variante A versucht und bin gescheitert. Die Beziehungen übrigens auch.

Seit dem Ende der letzten Beziehung gab es diverse OneNightStands, die aber genau das waren. Ich merkte häufig genug schon währenddessen, das mir etwas Entscheidendes fehlte und es langweilig war. Aber das Vertrauen, einem Wildfremden zu sagen "Magst du vielleicht auch dieses und jenes tun?" fehlte halt auch...

Variante A war also bisher kein Erfolg.

Bei Option B sehe ich die Schwierigkeit, dass für mich der Mensch hinter dem Dom sehr viel wichtiger ist als seine 'Referenzen'. Vielleicht ist es ein rein subjektiver Eindruck, aber die persönliche Seite scheint in den meisten Vorstellungen und Gesuchen komplett unterrepräsentiert. Ich käme auf der Straße oder auf einer Party nicht im Traum auf die Idee, mich jemand mit "Hallo, mein Name ist xx, ich lebe meine Neigung seit 5 Jahren aus, du darfst mich fesseln und schlagen, aber deinen Urin möchte ich nicht trinken. Und was machst du so?" vorzustellen.

Vielleicht mache ich mir damit das Leben unnötig schwer, aber das Posten von stereotypen Einführungssätzen gefolgt von Tabu-Listen wirkt auf mich eher unromantisch und reizt nicht zum Kennenlernen.

Meine Erfahrungen (wenn ich sie euphemistisch so nennen darf) in der Szene beschränken sich auf Stammtisch-Besuche der SMJG (=SMler unter 27) in Köln und Berlin. Leider hatte ich mit den Leuten, die sich dort getroffen habe, nichts gemeinsam, außer dass wir alle unter 27 waren. Es war eine ziemlich abschreckende Erfahrung...

Ist das Kennenlernen im Chat für euch eine ernstzunehmende Option? Ich fand den Chat früher bei Domantik zwar sehr angenehm, aber das hat sich ja mittlerweile auch erledigt. Zudem bin ich sehr skeptisch, was den Erfolg diesbezüglich angeht...

Also - bevor dieser Beitrag noch länger wird - ich wäre dankbar für Erfahrungen und praktische Tips von eurer Seite: Wie stehen die Chancen, einen Partner (mit passenden Vorlieben) zu finden?

Schließlich wimmelt es hier doch geradezu von glücklichen Paaren...

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Nach längerem Überlegen bin ich zu der Entscheidung gekommen, dass das in Berlin beim Abschied gerne verwendete "Rinjehaun!" an dieser Stelle eventuell deplatziert sein könnte...

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donna

Autorin. Vereinsmitglied.

17.01.2011 um 09:49 Uhr

hallo Ancilla,

ich hatte meine ersten Berührungspunkte in Chats.

Dort gab es genug virtuelle Doms zum austesten und probieren, was dahinter steckte war mir unwichtig, da sie nur zum testen waren, oder besser gesagt ich konnte mich und meine Neigung austesten.

Ich lebe seit 2004 mit meinem Greif, den ich hier in den kennen gelernt habe, also auch durch chatten und durch Chattertreffen. Davor gab es einen dominaten Mann, den ich auch in einem Chat kennen gelernt hatte. (Es wurde keine Beziehung. Es passte menschlich nicht.)

Zwischendurch waren auch halbherzige Versuche Jemanden kennen zu lernen der nicht mit BDSM behaftet ist und evtl. Geschmack zu machen. Aber ich denke, wer in unserem Alter noch nicht darauf gekommen ist, der kommt niemals wirklich auf den Geschmack und ohne leben.... es würde etwas fehlen... etwas aus der schwarzen Seele.

Was mir bei Beziehungen immer wichtig war ist der Mensch im Vordergrund. Schön zu wissen, dass er auch pervers ist und man sich am Rande darüber einig wird, welche Ansprüche *hüstel* jeder stellt.

Wir, der Greif, ich und unsere Kids, leben den ganzen Tag zusammen. Mit Kind und Kegel, mit allem Alltag, der dazu gehört. Unsere Leidenschaft macht da nur einen Bruchteil aus. Also an erster Stelle, Mensch.

Was die Möglichkeit betrifft, Gleichgesinnte kennen zu lernen ist für mich ganz klar. Auf und in einschlägigen Plattformen.

Jesses, was habe ich schon Menschen getroffen, virtuell aber vorallem real, die sich auch in Lack und Leder kleideten, mit denen ich nie mehr als nur zwei Worte reden würde, weil eben kein Gleichklang besteht. Aber, durch einschlägige Treffen erhört sich auch die Möglichkeit Gleichgesinnte kennen zu lernen.

Im "normalen" Leben ist es wohl eher Zufall. Es mag sich das eine oder andere ergeben, aber ob es nur zu einem Austesten kommt bleibt dann abzuwarten.

Mein Fazit auf Kürze gebracht.

1. Jemanden kennen lernen ohne schwarzen Hintergrund würde für mich nicht mehr in Frage kommen.

2. Kennenlernmöglichkeiten: Chats, CT, Partys, Stammtische und Events. Dort ist schon alles klar, die Positionen werden sofort geklärt und die Sympathie entscheidet, ob man mehr als nur "Hallo" spricht.

3. Einen Mann zur Dominanz zu überzeugen... nein.

Ich bin gespannt auf andere Meinungen und Erfahrungen.

Liebe Grüße

donna

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Man muss erleben, was falsch war, um zu wissen, was das Richtige ist!

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Devana

Autorin. Teammitglied.

17.01.2011 um 10:10 Uhr

Liebe Ancilla,

zwar gehöre ich zu den seltenen Fällen, wo es geklappt hat, dass mein Mann und ich uns als "Normalos" kennen gelernt haben und dann beide entdeckt haben, dass wir auch eine dunkle Seite haben, doch das ist wohl eher die Ausnahme.

Fokussieren würde ich dies jedenfalls nicht. Mir wäre dann auch die Gefahr zu groß, dass ich mich in einen "Normalo" verliebe und dann aber sehr unglücklich bin, da ich meine Neigungen nicht ausleben könnte.

Für den theoretischen Fall, dass ich mich auf die Suche begeben müsste, würde ich ebenfalls die von donna angesprochenen Wege beschreiten. Vielleicht findest Du einen anderen Stammtisch in Deiner Nähe mit Leuten, die eher auf Deiner Wellenlänge liegen?

Chat ist zum Kennenlernen wohl auch gut, hat aber den Nachteil, dass man sich eben nicht real sieht und dass man oft weit entfernt wohnt. Ich würde mir da aber auch eher einen kleinen, persönlichen Chat suchen (in dem das Thema BDSM dann meist eine untergeordnete Rolle spielt) und mich mental gegen Enttäuschungen wappnen.

Chattertreffen sind aber wohl auch ein Weg, recht unverbindlich einige reale Menschen kennenzulernen. Und vielleicht funkt es dann einfach irgendwann und wenn nicht, dann lernt man vielleicht einfach nur ein paar neue Freunde kennen.

Kontaktanzeigen sind wohl auch schwierig, da dort oft das Blaue von Himmel versprochen wird. Ich bin ja eine bekennende Kontaktanzeigenleserin, da ich mich da immer köstlich amüsieren kann. Doch es ist nur selten eine dabei, die mich ansprechen würde. Aber es schadet wohl nicht, wenn man Anzeigen liest und vielleicht ist ja dann irgendwann eine Perle dabei...

Jedenfalls würde ich versuchen, mich nicht verkrampft auf die Suche zu machen. Ich würde eher versuchen, real und virtuell viele neue Leute kennenzulernen und insgeheim zu hoffen, dass es irgendwann "Klick" macht.

Liebe Grüße und viel Glück auf der Suche

devana

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Tigertatze

Autor.

17.01.2011 um 21:23 Uhr

Meine erste D/s-Beziehung hat sich „natürlich“ entwickelt. Weder hatten wir Kontakt zur Szene, noch besaßen wir auch nur einschlägige Literatur.

Was unsere jeweiligen Vorlieben anging, passten meine damalige Freundin und ich gut zusammen nur gab es leider ansonsten allerhand „Reibungsverluste“ weshalb wir letztlich nie den Weg zum Traualtar fanden.

Danach hatte ich ausschließlich „Vanilla“-Partnerinnen. Die Damen verbaten sich jedwede „Grobheiten“ und das habe ich respektiert. Man kann ein verborgenes Verlangen sicher wecken, aber jemanden in eine Rolle zwingen zu wollen, die diesem Menschen nicht gerecht wird, führt zu nichts.

Meine heutige Subbie habe ich über eine Anzeige kennen gelernt. Also: Ja, es kann auf diesem Wege funktionieren.

Grundsätzlich finde ich es angenehmer einen Menschen erst ein wenig auf virtuellem Wege kennen zu lernen bevor ich mich ihm „wahren Leben“ mit ihm treffe. Es plaudert sich einfach leichter, wenn man zuvor eine gewisse Basis geschaffen hat. Kennenlernen am Stammtisch: Das klingt zwar locker-spielerisch, aber ich glaube solche Treffen können auch ganz schnell verkrampfen.

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19.01.2011 um 00:00 Uhr

Ihr Lieben,

ich danke euch für eure Antworten.

Fassen wir zusammen: Einmal im Chat kennengelernt, einmal im "normalen Leben", einmal über Kontaktanzeige.

Statistisch gesehen ist das nicht sonderlich aussagekräftig...

Nein, ernsthaft. Ich werde eurem Rat folgen und es doch nochmal mit Chat und evtl. mit Kontaktgesuchen versuchen. Ich habe mir gestern sadomaso-chat.de als größtes (?) BDSM-Kontaktportal angesehen und mich in etwa so wohl gefühlt wie in der Fleischertheke. Ich möchte mich nicht bei Usern namens"Erziehungsprofi" oder "Wichsvorlage" einreihen...Da bin ich eigen.

Ich werde es heute oder morgen mal bei joyclub.de versuchen - mal schauen, wie es da aussieht. Beim großen 'BDSM-Singlebörsen-Vergleich' kommen sie jedenfalls gar nicht so schlecht weg.

Falls es noch konkrete Vorschläge bzgl. netter Chats oder Kontaktseiten gibt - gerne her damit!

Vielleicht ergibt sich ja doch noch was... (Und die Hoffnung stirbt zuletzt)

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ungewiss

Autorin. Teammitglied. Vereinsmitglied.

19.01.2011 um 00:19 Uhr

Hallo Ancilla,

dann trage ich mal meinen Teil zur Statistik bei: Ich habe meinen Freund und Dom online kennengelernt - per chat. Allerdings war er da wohl tatsächlich eine dieser Perlen, von denen Devana sprach. Er schrieb mich nämlich an, als ich gerade entnervt aufgeben wollte, weil mich nur Idioten antexteten, die gut auch Erziehungsprofi oder Wichsvorlage hätten heißen können. Dass es bei uns so geklappt hat, verdanken wir aber sicher auch der Tatsache, dass wir uns nur sehr kurze Zeit virtuell getroffen und telefoniert haben. Schon nach ein paar Nächten haben wir daraus ein reales Treffen gemacht und noch einmal etliche Monate später war erst wirklich klar, dass das was Festes, Dauerhaftes wird. Das war vor zweieinhalb Jahren.

In der Zeit davor ging es mir wie dir. Ich wusste, was ich wollte und noch viel genauer wusste ich, was ich nicht wollte. Auf "normalem" Weg hat das mit der Beziehung nicht geklappt, allerdings war ich erstaunt, wie leicht es ist, einen One Night Stand zu finden, der sich als SM-affin entpuppt. Deshalb halte ich es für durchaus möglich, jemanden zu finden, der deine Neigungen teilt, auch ohne ihn zwingend auf einem Stammtisch oder einer entsprechenden Party zu suchen. Allerdings nimmt es die erste Hemmschwelle, wenn klar ist, dass beide auf die gleichen Dinge stehen. Aus genau diesem Grund habe ich damals dann auch selbst Kontaktanzeigen auf einschlägigen Portalen aufgegeben und auch auf einige geantwortet. Geblieben ist davon ein loser Mailkontakt zu einem Mann, mit dem es sich wunderbar virtuell plaudern ließ, mehr aber eben auch nicht.

Alles in allem glaube ich, dass keine Methode jemanden kennen zu lernen, besser oder schlechter ist als die andere. Im echten Leben laufen einem doch täglich auch genug Idioten über den Weg, online fällt es uns nur mehr auf. Ich fand den Tipp, nicht zu suchen, weil die Liebe / Beziehung / das Glück dann schon käme, immer ziemlich blöd. Denn wenn jemand schon ewig und vor allem ungewollt Single ist, dann sucht er immer und überall. Das lässt sich nicht einfach abstellen. Trotzdem komme ich um diesen Tipp nicht herum. Bei mir hat es nämlich auch erst gefunkt, als ich nicht mehr nach einer Beziehung, sondern nur noch nach einem erfahrenen, dominanten Mann fürs Bett gesucht habe. Mit dieser Einstellung kann man zumindest eine Menge Spaß haben, bis einem der Richtige über den Weg läuft - ob nun in Echtzeit oder online.

Liebe Grüße

ungewiss

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Nur wer träumt, kann Großes erreichen.

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Tigertatze

Autor.

19.01.2011 um 06:37 Uhr

Dem ist nichts hinzuzufügen. Zwar kann das „Glück“ einem an jeder Supermarktkasse begegnen, aber in der Regel will sich der Zufall doch ein wenig helfen lassen.

Dabei lässt es sich zwar kaum vermeiden, hier und da mal einen Frosch küssen zu müssen, aber … hey, auch das kann unter Umständen ganz unterhaltsam sein.

Nebenbei: Hast Du schon mal an „Lovepoint“ gedacht? Das ist zwar ein Normalo-Portal, aber mit einer entsprechend gestalteten Profileingabe …

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Gryphon

Autor. Vereinsmitglied.

19.01.2011 um 21:36 Uhr

Guten Abend zusammen!

Erstmal bis zur Beziehung kommen...

Ich denke, in unserem sensiblen Bereich ist das noch schwieriger als bei "Normalos", was auch immer das bedeuten mag. Bei mir hat es mehr als ein halbes Leben gedauert, bis ich wirklich angekommen war. Vielleicht weiß ich es dadurch aber auch heute mehr zu schätzen. Und ... mal ganz im Ernst ... soooo furchtbar war der Weg nun auch nicht !

Grüße von Gryphon

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Ein Gentleman sollte alles ausprobiert haben - außer Inzest und Volkstanz.

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26.01.2011 um 00:05 Uhr

Sagen wir mal so:

Läuft.

:)))))

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Profil unsichtbar.

Gelöscht.

06.03.2011 um 11:27 Uhr

Moin Ancilla,

die Frage die sich mir stellt ist die, ob man überhaupt alles haben kann in einer Beziehung, sprich einen Partner/eine Partnerin, die in allen belangen die selben Ziele verfolgt wie man selbst.

Möchte man Kinder, wenn ja, wieviele, wo und wie will man später zusammen leben ... und da ist, zumindest für mich, eher zweitrangig ob es dann zu 100% im Bett passt, da ich den anderen Punkten Vorrang einräume.

Nicht zu vergessen natürlich die Gefühle Ich bin zwar immer mehr davon genervt, dass es bei uns in Sachen Vorlieben erhebliche Differenzen gibt aber deswegen die Liebe aufgeben ... kommt für mich nicht in Frage.

Normalos suchen, denen immer einen Wink mit dem Zaunpfahl geben (Handschellen am Bett o.ä., Zweideutigkeiten im Profil ...) und dann schaun'wa ma

Viel Erfolg

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