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Wie sind sexuelle Lust und BDSM-Lust miteinander verbunden?

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29.08.2010 um 11:40 Uhr

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Jona Mondlicht

Autor. Teammitglied. Vereinsmitglied.

29.08.2010 um 14:28 Uhr

Hallo Nachtschatten,

aus meiner Sicht gibt es immer einen gewaltigen Unterschied zwischen dem Kopfkino (der Fantasie) und der Realität (der ausgelebten Fantasie). Und in den meisten Fällen dürfte wohl die ausgelebte Fantasie ernüchternd sein oder wenigstens anders, als man es sich vorgestellt hat.

Woran das liegt, ist schwer zu sagen (wenn man es auf die Fälle reduziert, in denen in der Fantasie entworfene Situationen und Handlungen überhaupt eins zu eins in die Realität umsetzbar sind). Sicher hat es viel damit zu tun, ob der Parner / die Partnerin so reagiert und empfindet, wie man es sich in der Fantasie erdacht hat. Wie schnell Situationen nur durch ein falsches Wort kippen können, kennt sicher jeder. Dann ist es auch so, dass in der Fantasie das Umfeld meist nahezu völlig ausgeblendet wird, es keine störenden Einflüsse gibt. Das betrifft nicht nur kleine Pannen im Ablauf, sondern vor allem auch negative Empfindungen - weil zum Beispiel (ganz banal und aus der Luft gegriffen) das Leder reibt, die Peitsche doch zu viel schmerzt, das Korsett zu eng geschnürt ist, etwas weh tut und so viel mehr. Und dann gibt es eben auch die Fantasien, die sich beim Ausleben komplett in Luft auflösen.

Viele Grüße

Jona

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Devana

Autorin. Teammitglied.

29.08.2010 um 14:55 Uhr

Hallo Nachtschatten!

Wie ich schon an bei Deiner Vorstellung schrieb, gehören für mich sexuelle und BDSM-Lust einfach zusammen und ich erlebe es nicht nur im Kopfkino so, sondern auch real.

Natürlich gibt es auch Sachen, die ich als Kopfkino absolut geil finde, die aber niemals Wirklichkeit werden sollten. Und ebenso gibt es Sachen, die man auch mal real ausprobiert und die dann doch nicht so das gelbe vom Ei sind. Außerdem ist es wirklich so, dass Realität und Fantasie (oder eben eine Geschichte) eben oft nie das Selbe sind.

Aber so generell empfinde ich meist Lust an der Sache - und mein Partner auch. Es gibt höchstens Spielchen, die jetzt weniger mit SM, sondern mit Ds zu tun haben, wo die sexuelle Lust erst einmal etwas im Hintergrund steht. Da fallen mir z.B. Erniedrigungsspielchen ein oder wenn es darum geht, langfristig zu dienen oder dergleichen. Aber ich muss sagen, auch da ist die sexuelle Lust jedenfalls latent vorhanden und kann sehr schnell entfacht werden.

Aber einen wichtigen Punkt hast Du geschrieben:

Das Gegenüber muss ebenfalls Lust dabei empfinden. Jedenfalls ist das bei mir ganz stark so. Es sollten also weder Dom noch Sub nur "Erfüllungsgehilfen" sein. Ich könnte mir auch vorstellen, dass z.B. eine bezahlte Domina, die selbst Spaß an der Sache hat, sehr viel erfolgreicher ist, als eine Frau, die das nur macht um Geld zu verdienen.

Soviel von mir.

Liebe Grüße

devana

P:S. Ich finde es schön, dass Du hier so viele neue Themen in den Raum wirfst!

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Profil unsichtbar.

Gelöscht.

13.11.2010 um 02:47 Uhr

Sexuelle Lust und BDSM....gehören zusammen, meist ergibt sich das eine aus dem anderen.Ich habe anfangs versucht zu erkunden, was ist das eigentlich, der Wunsch nach Bestrafung, nach ausgepeitscht werden, was passiert dabei, was empfindet man dabei, warum empfindet man so , was will ich. Meine ersten Erfahrungen, das Beiwohnen eines "Spanking" Treffens. Ich traf nette Leute, es war gute Stimmung und dann geschah etwas für mich nicht Nachvollziehbares- Spanking im Beisein aller Teilnehmer öffentlich, aber eben nur "spanking", ohne teilweise jegliche Emotionen,hinstellen, annehmen, fertig, ohne erkennbare Gefühlsbekundungen, das hat mich sehr irritiert, von da an wußte ich, das ist es nicht was ich suche, das ist mir viel zu wenig, viel zu einseitig....

Für mich ist das Ganze heute kein Spiel mehr sondern eine "spielerisch" verpackte Lebenseinstellung. Es ist die Kombination von BDSM und Sex, die es so spannend macht, dieser Spannungsbogen, dieses Wechselspiel, die Peitsche ist eine besondere Art der Fortführung von Zärtlichkeit.dieses sich entwickelnde tiefe Vertrauen, gegenseitiger Respekt,die sich daraus ergebende Fähigkeit sich fallen zu lassen, ohne Grenzen hinzugeben, sich auszuliefern, zu allem bereit, den Schmerz annehmen, daraus Lust zu gewinnen,sich beschützt und geborgen zu fühlen, gefesselt durch Macht, Dominanz, flehend nach Konsequenz, annehmend in Demut und Ergebenheit, nichts auf der Welt macht freier, selbstbewußter, standfester und glücklicher. Es ist eine eigene ganz besondere Art von Liebe. Nur eine starke sub kann das ertragen und soviel daraus gewinnen....es ist ein wunderbares Leben, so ein sub LEBEN, sexuelle Lust gewonnen aus BDSM Lust...

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Gryphon

Autor. Vereinsmitglied.

13.11.2010 um 17:18 Uhr

Ich glaube, BDSM ohne sexuelle Lust ist eine leere Hülse. Kaum jemand, den ich kenne, würde das eine ohne das andere wollen. Aber wie Jona es schon schrieb: Kopfkino und Realität sind oft zwei verschiedene Dinge. Nicht alles, was gedacht wird, kann auch so gelebt werden.

Aber es gibt auch viele andere Sachverhalte, die BDSM und sexuelle Lust für eine Weile auseinander driften lassen können, ohne dass etwas schief geht oder nicht schön ist. Wenn ich da von mir ausgehe, stellte und stelle ich immer wieder fest, dass ich nach einer Session ganz einfach ausgepowert bin, nicht körperlich, aber geistig und emotional. Für mich ist das, was ich auf meiner Dom - Seite mache, ja auch kein Handwerk, sondern etwas, auf das ich mich höchsten Maße konzentriere, gerade weil es lustvoll, spannend und intensiv ist ... und manchmal auch - wenn man denn unachtsam würde - gefährlich werden kann. Und ganz ehrlich - nach einer oder zwei Stunden hoher Konzentration auf mein Gegenüber habe ich alles - nur keine Lust mehr auf Sex, auch wenn das zu Beginn der Session von meiner Seite her vielleicht ganz anders geplant war.

Andererseits ist es aber auch so, dass ganz zum Schluss - wir hatten ja gestern gerade über "Auffangen" gesprochen, die Subseite einfach "nicht mehr kann", körperlich und emotional gerade durch Höhen und Tiefen gegangen ist. Was sollte ich dann in dem Moment noch verlangen? Also ist es doch besser, den ganzen Sex - Teil (nicht die Erotik, denn die würde ich davon trennen) erst einmal auf ausgeruhtere Zeiten zu verschieben.

Und gegen ein SMmiges Quickie, das keine ausgefeilte "Choreographie" braucht, ist ja wohl auch nichts einzuwenden.

Grüße von Gryphon

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Ein Gentleman sollte alles ausprobiert haben - außer Inzest und Volkstanz.

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donna

Autorin. Vereinsmitglied.

13.11.2010 um 22:13 Uhr

ich sehe es so wie devana,

ich möchte das eine nicht vom anderen trennen.

Sexuelle Lust und BDSM sind mit einander verbunden. Ich muss nicht alles ausleben, was ich mir vorstellen kann und evtl anheizt, aber alles was SMig oder Ds ist und hat schon seinen Reiz und strebt eben nach sexueller Erfüllung. Es muss dann nicht sofort sein, wie Gryphon es schon ausführlich begründet hat. aber...es rundet alles insgesamt wundervoll ab.

Auch wenn ich mich an dieser Stelle wiederhole, ich finde, kaum eine sexuelles Zusammenspiel im Rahmen und im Sinne von SM ist so intensiv und innig, sofern Gefühle mit spielen.

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Man muss erleben, was falsch war, um zu wissen, was das Richtige ist!

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sinna

Autorin.

14.11.2010 um 07:47 Uhr

Meinen Vorschreibern kann ich in vielen Punkten nur zustimmen.

Lust und ein BDSM Spiel gehören untrennbar zusammen.

Im Grunde genommen ist es eine ausschliessliche Konzentration auf sein Gegenüber, sein Fühlen, seine Hingabe und das Loslassen von allem anderen.

In diesem Punkt stimmen wir ganz sicher überein.

Es gibt allerdings noch etwas darüber hinaus und das ist für mich schwer in Worte zu fassen.

Die Lust zu herrschen oder auch zu dienen hat nur bis zu einem gewissen Grad mit sexueller Lust zu tun.

Diese Aspekte zeigen sich bei vielen darüber hinaus im Alltag.

Nun könnte man darüber diskutiueren, ob wir hier über einen Teil von BDSM sprechen.

Für mich gehört es zusammen und zieht sich durch alle Bereiche. Nur, und das kann ich nicht verhehlen geht über sexuelle Lust hinaus.

Es ist Kopfkino, Bauchkribbeln und dennoch Alltag.

Es macht etwas mit mir genauso wie mit meinem Gegenüber.

Vermutlich geht das jenen so, die so etwas wie 24/7 leben.

Ich würde mich jedoch gegen die Behauptung verwahren, mein Alltag sei von Sexualität geprägt.

Alles Liebe,

sinna{A}

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