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Forum - Veröffentlichungen auf den Schattenzeilen - Podcast

»Podcast: Mit dem Kink hadern« von Jona Mondlicht und Devana

Bezieht sich auf die Podcastfolge »Podcast: Mit dem Kink hadern«.

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Rote Blume

Förderer.

08.05.2026 um 11:19 Uhr

Liebe Devana, lieber Jona,

 

ich habe Euch wieder gerne zugehört in dieser Folge! Vielen Dank dafür!😊 💐

 

Ich weiß ja erst seit ca einem Jahr durch die Begegnung mit meinem Partner und Herrn, dass ich kinky bin, bzw. submissiv. Diese Wörter kannte ich auch alle vorher überhaupt nicht. Das ich es mag mich hinzugeben hat sich im Vorfeld schon herausgestellt, jedoch konnte ich dies irgendwie nicht bewusst greifen. 

Das Wort „kinky“ mag ich wirklich gerne, es klingt so positiv und verspielt. 

„ Einen Kink“ in dem Sinne habe ich nicht, es ist mehr das Ganze im Miteinander das ich mag und worauf ich stehe. Zumindest sehe ich das so. Vielleicht könnte ich es auch so bezeichnen: Ein Kink von mir ist, dass…., aber da sage ich eher ich mag das, ich stehe drauf, es erregt mich usw… 

 

Ich hatte schon mal angefangen was zu Eurer Folge zum Thema „ Rollenverständnis versus BDSM“  aufzuschreiben, denn manchmal beschäftigte mich das schon, wie ich als emanzipierte Frau und auch als Feministin, die sich im realen Leben nicht gerne etwas sagen lassen hat und vor allem Personen, die schlecht führen können und die ihre Macht missbrauchen und ausnutzen, nicht leiden kann, nun im Beziehungs- und sexuellen Kontext darauf stehe ganz unten zu sein, mich hinzugeben, zu unterwerfen, benutzen, bestrafen zu lassen usw..

Ich hatte mal an anderer Stelle von einer Frau, die sich auch als Feministin bezeichnet gehört, das das für sie etwas befreiendes hätte, wenn sie in ihrer submissiven Rolle die Kontrolle abgeben könnte und nicht wie sonst „ kämpfen“ muss an allen Fronten. Ich denke das ist auch ein Aspekt der für mich eine Rolle spielen könnte. Zusätzlich zu dem tiefen Vertrauen, der Sinnlichkeit und Intimität, die ich in meiner D/S Beziehung sehr schätze. 

Hadern tu ich trotzdem mit manchen Bildern oder Geschichten, oder Darstellungen in denen mich sozusagen partriarchal geprägte Rollenstereotype und degradierende, objektifizierende, und sexistische  Muster und Strukturen, an die sie mich erinnern, „triggern“. 

Vielleicht können sie durch BDSM eine Umdeutung und sozusagen auf Metaebene eine Selbstermächtigung erfahren, ich glaube das, aber nur, wenn dies bewusst geschieht und immer wieder überprüft wird, ob wirklich Freiwilligkeit und Consens besteht. Denn genauso wie auch im Vanillabeziehungskosmos gibt es überall Menschen, die unreflektiert und unempathisch oder schlimmeres, agieren. Ich persönlich weiß das BDSM nichts mit Gewalt und auch nichts mit einer gestörten Persönlichkeit oder psychischen Erkrankungen zu tun hat! Auch wenn es natürlich Überschneidungen geben kann. Habe sogar schon an mehrfachen Stellen gelesen, dass Menschen, die BDSM praktizieren, typischerweise sozial gut angepasst und  sicher gebunden sind, glückliche  Beziehungen führen und  über weniger psychischen Stress als andere Menschen berichten. 😌

Gewalt kann in allen Beziehungen vorkommen, und wie wir leider sehen können ist Beziehungsgewalt und häusliche  Gewalt ein ernsthaftes Thema und Problem in unserer Gesellschaft. 

 

Wer weiß, vielleicht hätte ich schon viel früher glückliche Beziehungen führen können, wenn ich meine Neigung früher entdeckt hätte… 

 

Manches, was ich dann so gelesen und gesehen habe hat mir auch gerade anfangs Angst gemacht, oder bei mir ein ungutes Gefühl hinterlassen, wenn für mich nicht ganz klar war ob eine gute Basis im Sinne von z.b. SSC oder Rack dahinter erkennbar ist. Auch die vielen Warnungen vor bestimmten Praktiken haben dies bei mir ausgelöst, auch wenn es wichtig ist sich darüber zu informieren, inwieweit Risiken bestehen können. 

 

Diesen Widerspruch und diese Ambivalenzen auszuhalten, dass empfand  ich hin und wieder als anstrengend und dachte dann, es wäre ja evtl. noch viel besser wenn ich entdeckt hätte, das ich auf Blümchen-Tantrasex stehen würde, und dann evtl dabei zur spirituellen Erleuchtung finden würde ( ok, ich übertreibe gerade etwas 😉). Meinem Partner ging es übrigens auch immer mal wieder so, gerade noch in unseren Anfangsmonaten, wir wollten beide aber „unser BDSM“ nicht aufgeben und können es uns „ ohne“ miteinander nicht vorstellen… wir haben anlässlich des Anhören des Podcasts darüber geredet, dass wir so viel dadurch gewonnen haben und es echt langweilig wäre nur noch „ Vanilla“ zu sein 😄😎

 

Und ich hatte es als ich mich hier vorgestellt hatte bereits geschrieben, ihr habt mit Eurer lockeren, sympathischen Art 

die verschiedenen Themen innerhalb des BDSM anzugehen sehr dazu beigetragen,  sich ok und „ normal“ zu fühlen, bzw kinky und fröhlich pervers, oder so…. 😁

 

Liebe Grüße, Rote Blume

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