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Forum - BDSMler unter sich - Das bin ich!

Hilfe dominanter zu werden

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Jasmin

Gelöscht.

14.03.2021 um 11:08 Uhr

Hallo

Ich bin Jasmin und hab erst seit kurzer Zeit einen Mann kennengelernt der mich gerne als seine Herrin haben möchte..

Ich finde absolut Gefallen daran allerdings bin ich total unerfahren und würde gern wissen wie kann ich der Rolle gerecht werden.

Wo finde ich Hilfe

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Jana

Autorin.

14.03.2021 um 11:24 Uhr

Hallo Jasmin, 

erst einmal Herzlich Willkommen hier auf den Schattenzeilen :)

Generell würde ich sagen, dass jeder Dom grundverschieden und doch irgendwie gleich ist. Ein wichtiger Punkt, den ich als Sub an meinem Gegenpart sehr schätze, ist die Empathie. Für mich muss ein Dom mich auch mit wenig Worten verstehen können, er/sie muss sich gut in den submissiven Part und dessen Gedanken hineinversetzen können.

Und ganz wichtig: Zeit lassen. Eine Beziehung, gerade im BDSM, beruht auf Ruhe, Geduld, Herantasten. Du musst deinen Sub nicht direkt bei der ersten Session den Hintern rot schlagen oder einen Dildo deepthroaten müssen, die Dinge geschehen dann, wenn sie eben geschehen, und nicht früher. Insbesondere die Abkürzung SSC (Safe, Sane, Consensual) und das dahinterliegende Konzept lege ich jedem Dom ans Herzen. Nehmt und nutzt ein Safeword oder das Ampelsystem, um euch an eure Gefallen und Gelüste heranzutasten, und nehmt euch die Zeit. Ein perfekter Dom ist noch nie vom Himmel gefallen, nur durch Erfahrung und Ausprobieren wird man schlauer.

Ich hoffe, ich konnte dir ein wenig helfen ^-^

LG Jana

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Jasmin

Gelöscht.

14.03.2021 um 13:12 Uhr

Dankeschön..das war eine hilfreiche Message.

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Meister Y

Autor. Förderer.

14.03.2021 um 17:16 Uhr

Hallo Jasmin, auch von mir ein in der Schattengemeinde.

Jana hat schon viel Richtiges zu Deiner Frage gesagt. Zwei Themen will ich Dir noch mit auf den Weg geben. Respekt ist aus meiner Sicht unabdingbar. Respekt dem Anderen gegenüber aber auch Respekt dem gegenüber, was man als dominanter Part tut. Vertrauen ist ebenso wichtig. Ihr müsst Euch gegenseitig vertrauen. Dein Sub muss aber besonders darauf vertrauen können, dass Du seine Grenzen respektierst. Aller Anfang ist schwer und er sollte oft und viel darin bestehen, miteinander zu reden. Gemeinsam auszuloten was Ihr wollt und vor allem was Ihr nicht wollt. Die Spielarten des BDSM sind genau so vielfältig wie jede(r) Dom und jede(r) Sub individuell und anders ist. Ihr müsst für Euch Eure Spielart, Euren Weg finden und das geht nur gemeinsam.

Ich wünsche Euch eine gute Zeit und wenn Du Fragen hast, gerne...

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Drachenlady

Autorin. Förderer.

30.03.2021 um 23:29 Uhr

Hallo Jasmin,

Auch wenn es ganz fürchterlich banal klingt: es gibt gute Ratgeber zu dem Thema. Nicht ganz so trivial ist die Auswahl, es ist wie so häufig, es sind gute, mittelmäßige und richtig schlechte dabei und nicht für jeden ist alles passend. Mein ganz subjektiver Favorit dabei ist das SM-Handbuch von Matthias T. J. Grimme. Vor allem, weil er sehr persönlich schreibt und für ihn und seine Frau der Respekt vor dem Partner und dem was man tut an erster Stelle steht. Keine oberlehrerhaften oder schulmeisternden langatmige Abhandlungen. Er schreibt aus dem Leben gegriffen und aus eigener Erfahrung.

Zwei weitere Bücher, die ich neben etlichen anderen zu dem Thema gern gelesen habe sind „Die Wahl der Qual (Handbuch für Sadomasochisten und solche, die es werden wollen)“ von Kathrin Passig / Ira Strübel sowie „Aber das tut doch weh“ von Stefan Spiekermann. Ebenfalls keine „trockenen Lektionen“, sondern geschrieben mit einer guten Portion Humor und Selbstironie. Man kann sich daraus auch vorlesen, am besten gegenseitig, in wohl dosierten Portionen und vielleicht das eine oder andere gerade gelesene gleich ausprobieren?

Viel Spaß beim Erkunden,

liebe Grüße,

DL

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Sena

Profil unsichtbar.

31.03.2021 um 00:28 Uhr

geändert am 31.03.2021 um 00:28 Uhr

Hallo Jasmin,

Ich kann dich sehr gut verstehen und deine Unsicherheit nachvollziehen. Wenn man an seinem Partner hängt, ihn mit so viel Liebe und Gefühl beschenken möchte, ist man mit der Rolle einer dominanten Frau anfangs völlig überfordert, welche er sich so sehr von einem wünscht. Du bist nicht die erste Dame, welche solch einen Verlangen zu hören bekommt, du wirst auch sicher nicht die Letzte sein. Aber! Du kannst es dir vorstellen! Du bist offen und bereit dafür! Das lässt dich zu etwas besonderen werden, zu einem Schatz, den dein Partner sicher für sich behüten möchte. Mein Tipp an dich! Vereinbart ein Zeichen mit welchem du das Spiel beginnst und auch wieder verlässt. So wie er sich die Domina von dir wünschst brauchst du ihn auch immer wieder als Partner. Anders hält man solch eine Konstellation innerhalb einer Partnerschaft nicht durch. 

Sehe dich auf keinen Fall als seine Wunscherfüllerin. Mach dir für dich selbst bewusst wie schön diese Rolle für dich werden wird. Dir wird mit Respekt begegnet werden, mit Hingabe und Sensibilität. Deine Wünsche sind im Spiel die Norm, auch sexuell! Fordere sie ein! Du hast welche, du brauchst sie nicht suchen sondern nur zu äußern. Es braucht kein Danke und Bitte, du beschenkst ihn ja schon. Lerne die Vorzüge der Rolle zu lieben, verinnerliche sie, fordere sie ein, verliere dabei eure Partnerschaft aber nicht aus den Augen! 

Strafen und kleine sadistische Spiele lassen sich leicht lernen. Benutze an besten anfangs die dir von der Natur geschenkten Möglichkeiten. Eine leichte Ohrfeige, ein neckischer Kniff, das Ziehen an seinen Haaren... das ist ausreichend für die ersten Gehversuche. Lass ihn den Sklavengruß entrichten, zeige ihn seinen Platz zu deinen Füßen, bewahre dir aber den Mann dabei, du wirst ihn noch brauchen.

Frage hier die Leute, nutze das Forum, trete in Kontakt mit der Szene. Es ist alles halb so wild wenn man offen ist und die eigene Rolle lieben lernt.

Drück euch die Daumen

Sena

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Drachenlady

Autorin. Förderer.

15.04.2021 um 01:40 Uhr

Hallo Jasmin,

Wie Du wahrscheinlich bereits feststellen konntest, gibt es bei dem Thema soviel unterschiedliche Meinungen und Herangehensweisen wie es ausführende Personen gibt.

Die oft zitierten Rituale wie zum Beispiel irgendeine „Sklavenhaltung einnehmen“ sind für manche obligatorisch, für einige vielleicht manchmal hilfreich, für andere schlicht überflüssig. Ohrfeigen gehören für nicht wenige zu den Tabus, der „Schlag ins Gesicht“ ist etwas völlig anderes als bspw. ein Schlag mit einer Gerte auf den Po und - meiner Meinung nach - keine Methode, die man ungefragt einfach mal so ausprobieren sollte.

Das wichtigste aber ist, sich nichts einreden zu lassen, von wegen das macht man so oder so oder dies oder das macht man nicht oder anders. Das muss jede/r, jedes Paar für sich, im gemeinsamen Gespräch, herausfinden, was gefällt und was nicht. Und das geht nur mit Zeit, Geduld, Respekt und reden, reden, reden, genauso wie von Jana und Meister Y schon sehr eindringlich geschrieben.

Und trotzdem, doch noch ein Rat: lieber einmal weniger heftig, mal etwas weglassen, nicht gleich in die Vollen gehen, denn weitergehen kann man immer noch, peu á peu, aber wenn man zu weit gegangen ist, danach etwas rückgängig machen, funktioniert nun halt leider nicht.

Außerdem finde ich, dass in einer Beziehung die Bedürfnisse des jeweils anderen dabei genauso wichtig sind wie die eigenen. Genausowenig wie Du die Wunscherfüllerin Deines Partners bist ist er das umgekehrt. Zumindest nach meiner Definition ist die beiderseitige - auch sexuelle - Zufriedenheit unverzichtbarer Bestandteil einer (Liebes-)Beziehung. Genauso wie ich letztendlich befriedigt sein möchte wünsche ich mir diesen „Zustand“ natürlich auch für meinen Partner. Ohne seine Erregung habe auch ich nichts davon, macht mir das „Spiel“ absolut keinen Spaß.

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