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Herausforderung angenommen: Dom und Sub Anfänger und dazu noch Fernbeziehung

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07.05.2018 um 17:59 Uhr

Hallo alle!

Auch ich bin neu hier im Forum und habe mich bereits etwas eingelesen. Dennoch bin ich mir sicher dass es auch noch persönliche Tipps von euch gibt. 

Folgende Situation:

Bin seit mehr als einem Jahr in einer glücklichen Beziehung. Ich bin 40 Jahre und es ist die erste Beziehung in der der Sex das ist, was ich schon immer wollte. Sie ist offen für alles, und nachdem ich von natur aus gerne sage wo es lang geht, hat sie bemerkt dass sie gerne im Bett meine Sub ist. Wie gesagt. Wir sind Anfänger, aber es macht uns großen Spaß.

Ich wachse auch immer mehr in meine Rolle als Dom, traue mich mehr zu fordern, sie richtig anzusprechen, ihr Aufgaben zu erteilen und sie auch zu bestrafen. Wobei ich gerne Hilfe benötigen würde wäre aber im Grunde folgendes:

Ich habe in einigen Foren zu DOM/SUB Beziehungen nachgelesen. Dort liest es sich so, als ob dieses ausleben 24h am Tag passiert. Dass die Sub im Restaurant nicht selbst bestellt, zu Hause nichts zu sagen hat, etc. Das wollen wir beide nicht. Ich will eine Liebes-Beziehung und Frau auf Augenhöhe haben. Aber wenn ICH es will schlüpfen wir sofort in die Rollen und ich befehle ihr eben gewisse Dinge. Gibt es gute Möglichkeiten diese 2 "leben" zu trennen? Ein Zeichen/einen Gegenstand wo sie sofort merkt: Das Spiel ist jetzt EIN/AUS? Gibt es hier Erfahrungen? 

Das weitere Problem ist unsere Fernbeziehung. Wir sehen uns manchmal nur alle 2 Monate, dann wieder 2mal pro Woche. Nicht einfach, aber wir spüren/wissen beide, dass wir das schaffen werden. Jetzt will ich jedoch auch in der Fernbeziehung ihr Aufgaben stellen, die sie erfüllen muss. Klar gibt es die Klassiker: Mach mir ein Foto von dir beim.... , geh heute ohne Slip raus, etc. Aber ich suche noch nach weiteren Ideen, wie man das Thema vertiefen könnte.

Ich werde ihr nicht sagen, dass sie ihre blanke Muschi einem Fremden zeigen soll (in Foren war das zu lesen), oder ähnliches . Wir sind beide auf einem guten Weg immer mehr in die Szene einzutauchen, doch ist das aus der Ferne nicht immer einfach. Ich habe uns schon zu einem Bondage Kurs angemeldet, gehen im Sommer auf eine private Swingerparty, etc. Also: es wird!

Würde mich über Ideen, Tipps und Tricks sehr freuen und bedanke mich schon jetzt für eure Hilfe.

Lg

S

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Devana

Autorin. Teammitglied.

07.05.2018 um 23:09 Uhr

Hallo redrex,

zunächst ein herzliches Willkommen auf unseren Seiten.

Als allererstes möchte ich euch auf den Weg geben: Findet euer eigenes BDSM. Klar kann man sich Anregungen in den Weiten des Internets oder in Büchern usw. holen, aber was ihr davon mitnehmt und was nicht, entscheidet ihr. Es gibt kein richtig oder falsch - nur das, was zu euch passt.

Insofern ist es natürlich auch nicht zwingend nötig, eine BDSM-Beziehung 24/7 absolut auszuleben. Und ganz ehrlich: Wer behauptet, das so zu leben, erntet von mir zunächst einen sehr zweifelnden Blick.

Weißt du, mein Partner (und Dom) Jona und ich leben in so einer 24/7-Beziehung. Wir nennen es immer "vernünftiges 24/7". Denn natürlich habe ich auch ein ganz normales Leben mit Job usw. - und vor allen Dingen habe ich auch eine eigene Meinung und einen eigenen Willen. Es ist eher so, wie du es schreibst: Wenn Dom will, dass es gerade nach seinem Willen läuft, dann ist es so. Aber eben nicht ständig. Alles andere hält ja sonst kein Mensch aus - nicht mal ein Dom.

Und ansonsten findet wirklich euer eigenes Ding. Lasst euch nicht von "Sub muss..." und "Es gehört sich aber..." und solchen Sätzen verunsichern.

Viele Grüße

Devana

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Nachtasou

Autor.

09.05.2018 um 02:23 Uhr

Bester Redrex,

 

ich vermute, dass allein Deine Überschrift so manche Leser aufseufzen lässt. Was für eine schöne Konstellation. Du brauchst natürlich keine Tricks. Ihr habt etwas miteinander begonnen, Euer Ding, und seid „im Fluss“.   

Was ich als älterer Jahrgang noch anmerken möchte *g: Geniesst diese Phase. Geniesst die Fernbeziehung. Geniesst den Anfang. Geniesst die Herausforderung. Geniesst Euch. Alles das ist einmalig und so nicht wiederholbar.

Bei „Anfänger“ deutet sich an, als wolltet Ihr wohin. Wohin denn? Es gibt kein Ziel. Es gibt eine Entwicklung und Veränderung, aber jede Phase hat ihren eigenen Wert und nichts ist Vorbereitung auf etwas Besseres.

Bei der Entwicklung von Kindern ist das genauso: Was für ein Verlust, wenn man sagt „sie laufen schon“, „sie gehen noch in den Kindergarten“, … als könnten manche nicht erwarten, dass endlich wieder eine Phase abgeschlossen ist und sie einem Ziel näherkommen … Welchem Ziel denn?

In jedem Fall ist eine Liebesbeziehung ein Abenteuer. Eine Fernbeziehung ist rückblickend betrachtet auch etwas Besonderes, und mehr als nur die Vorbereitung für das Zusammenleben. Das Sehnen, das wieder Ankommen, die beflügelte Phantasie, das Andocken … das eben ist das Besondere daran. Geniesst es, und seht es nicht als lästigen Übergangszustand.

Was ist im bdsm? Das Enthüllen, das Zumuten, das Überwinden, die Kollision, das Erschrecken vor dem Fremden im Bekannten und umgekehrt, … wo soll da ein Ziel sein? Und würde es je erreicht werden, was dann? Insofern gibt es keine Anfänger. Ihr seid mitten im Tun und nehmt Euch als Herausforderung an, das ist es. Ein gemeinsamer Stil wird sich entwickeln. Das ist sowieso ein Lebensprojekt. Während wir sonst individuell auf dem Weg sind, ist man es in der Sexualität gemeinsam.

Wenn alles gut geht, bleibt man Anfänger und verspielt im Dauerzustand.

Im bdsm gibt es inzwischen so viele Ratgeber, dass man als Ankömmling Gefahr läuft, das Eigene zu übersehen. Als Paar wild, neugierig und selbstbewusst zu sein funktioniert dagegen seit 300.000 Jahren. Ein bisschen Aufklärung schadet nicht, aber Sexualität ist etwas anderes als das Verbasteln eines Autos, wo Tipps und Tricks angebracht sein mögen.

Was in der Zeitgeschichte neu ist, sind vielleicht die Möglichkeiten und der Luxus, eigenen Bedürfnissen und denen des Partners zu ihrem Recht zu verhelfen. Bdsm ist damit ein wenig subversiv. Nun wieder alles in Formen zu gießen und auf Patriarchen zu hören, wie was zu sein hat, ist eine verschenkte Chance.

So, wie Du schreibst, habt Ihr Freude aneinander. Und Du klingst nicht ratlos, ganz im Gegenteil. Mehr braucht es nicht, find ich.

Knoten, Sicherheit, pipapo, ist pillepalle sich anzueignen, wenn Zeit und Interesse vorhanden sind. Vielleicht meintest Du ja das mit Deiner Eröffnung.

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