Profil erstellen Login

Welches BDSM-Konzept sagt dir zu?

Es gibt unterschiedliche Konzepte, welche die Rahmenbedingungen beschreiben, an denen man sich innerhalb einer BDSM-Beziehung orientiert.

Eine Umfrage in der BDSM-Community.

  • Info: Gestartet am 06.12.2025. Noch nicht beendet.

  • Teilnahme: Du hast noch nicht teilgenommen.

© KI-generiert, Midjourney (2025)

Diese Umfrage ist Teil des »Podcast: 50 Shades of SSC« von Jona Mondlicht und Devana.

Es gibt unterschiedliche Konzepte, welche die Rahmenbedingungen beschreiben, an denen man sich innerhalb einer BDSM-Beziehung orientiert. Da geht es viel um Einvernehmlichkeit, aber auch um die Abwägung, wie viele und welche Risiken man akzeptieren möchte. Aus dem risikoverneinenden SSC entstand das risikobewusste RACK. Andere Modelle gehen darüber hinaus und unterscheiden sich auch hinsichtlich der Widerrufbarkeit und Einvernehmlichkeit.

Man muss sich nicht zwingend festlegen, man muss auch nicht theoretisieren. Manchmal aber ist ein reflektierender Blick interessant, um herauszufinden, wo man selbst steht und sich wohlfühlt.

Wie ist das bei dir?

Welches BDSM-Konzept sagt dir zu?

Du kannst die Ergebnisse der Umfrage einsehen, sobald du abgestimmt hast oder die Umfrage beendet ist. Also, worauf wartest du?

Deine Auswahl wird anonymisiert gespeichert. Weder wir noch andere Mitglieder können anhand des Ergebnisses erkennen, für welche Antwort du dich entschieden hast.

An den Umfragen dürfen nur angemeldete Mitglieder teilnehmen. Bitte melde dich mit deinem Mitgliedsnamen an oder registriere dich kostenlos.

 

Kommentare zu dieser Abstimmung

17.09.2026 um 17:00 Uhr

Hallo Shay, 

 

 vielen Dank für Deine Beschreibung - für mich ist genau das was BDSM ausmacht und wie ich es vor ... ops ... fast 40 Jahren kennen gelernt habe. Und auch die Variante (vielleicht ohne so starken physischen SM Anteil, dafür mit mehr ... psychisch/emotionalen Grenzerlebnissen) die ich von meiner Mentorin und anderen Aktiven damals lernen durfte. Ganz so selten ist (bzw war) das eigentlich nicht - ich kenne noch einige andere  Päarchen die das seit Jahrzehnten so leben.

 

Du hast aber auch recht, das die Anfeindungen für diesen Lebensstil - der definitiv nicht für jeden ist und gut überlegt und langsam angegangen sein will - in den letzten Jahren deutlich zugenommen habe - insbesondere wenn er von MaleDoms geäußert wird. Die FemDoms in meinem Umfeld haben es da deutlich einfacher (egal of Fm oder Ff)

 

Insofern seit Euch mal der Rücken gestärkt: Ihr seid nicht so alleine  - die meisten haben sich aber vor gut 20 Jahren wieder in den Untergrund zurückgezogen, aus dem wir in den späten 80ern mal entfleucht waren ... 

 

... und wie damals bilden sich zum Glück inzwischen wieder lose Netzwerke zwischen den Gleichgesinnten

 

Schöne Grüße,

MoonBeast

10.08.2026 um 20:49 Uhr

Ich denke, das müssen alle für sich alleine , bzw die Beteiligten miteinander entscheiden.

In einer sehr langen (nicht nur) SM Beziehung waren die Rollen auch außerhalb jeder Session klar meine Dom war Dom und ich Sub. Dennoch gab es eben auch Themen, und Gelegenheiten wo wir absolut gleichberechtigt waren, jeder von uns den anderen respektiert hat. Das Leben besteht oder bestand eben nicht nur aus irgendwelchen "Sessions", so daß sie durchaus in unterschiedlichen Dingen und Situationen auf meine Meinung eingegangen oder diese bevorzugt hat.

In den "Sessions" - wie sagte sie immer so schön "du hast ein sagenhaftes Talent um Strafe zu betteln" - haben wir uns im Lauf der Jahre gemeinsam immer weiter ... vorgearbeitet, gemeinsam neues oder anderes entdeckt haben, wobei das Vertrauen wohl mit eine der wichtigsten Eigenschaften dabei war - und das hatten wir. 

Was ich sagen will ist, daß BDSM  so unendlich viele Facetten hat, die man eben gemeinsam erkunden, kennen und lieben lernen kann, wenn eben gerade das Vertrauen vorhanden ist, wenngleich sicher auch jeder so eigene bevorzugte Dinge mag/liebt, die dann auch nicht auf der Strecke bleiben sollten.

03.05.2026 um 19:38 Uhr

Für mich war RACK eigentlich immer ein Konzept, das ich nachvollziehbar fand. Es ist klar, dass manche Praktiken Risiken beinhalten, derer man sich eben bewusst sein muss.

Ich habe das jetzt länger nicht mehr verfolgt, glaube aber in früheren Jahren eher hier manchmal SSC als Totschlagargument gegen manche Praktiken, da sie vermeintlich mindestens einem der Prinzipien widersprechen würden, gesehen zu haben. Aber an sich natürlich als Grundvereinbarung zwischen Spielenden finde ich das schon eine gute Leitplanke.

01.05.2026 um 07:54 Uhr

geändert: 01.05.2026 um 07:56 Uhr

Von fremden BDSM-lern irgendwo und irgendwie niedergeschriebene Ziel werden niemals meinen Vorstellungen gleichen und auch niemals irgendeinen Weg für mich vorgeben.

 

Es geht hier um interessante Konzepte und nicht um Vorgaben oder Vorschriften ... 🙄

 

Bleib entspannt, leb es aus wie du und dein Partner es für richtig halten.

 

Grüße

Braves Mädchen

Viola Geige

Gelöscht.

01.05.2026 um 05:53 Uhr

Von fremden BDSM-lern irgendwo und irgendwie niedergeschriebene Ziel werden niemals meinen Vorstellungen gleichen und auch niemals irgendeinen Weg für mich vorgeben.

26.01.2026 um 17:42 Uhr

Hm, vielleicht sollte die Umfrage mal erneuert werden. 

 

Inzwischen gibt es ja auch noch

 

PRICK (personal responsibility, informed, consensual kink) und

 

CCCC (Caring, Communication, Consent, Caution)

 

als "Sicherheitskonzepte" - wobei ich die theoretischen Diskussionen inzwischen lieber lasse und mich den praktischen (Sicherheits)-Dingen zuwende.

13.01.2026 um 21:02 Uhr

Ich bin bei Salimera und bin mit SSC+RACK oder SSC+CNC fein. Würde das auch nicht trennen, SSC ist Fundament, das andere Überbau, so stell ich mir das immer vor.

 

Liebe Grüße

lizzy lu

12.01.2026 um 22:58 Uhr

Der Inhalt dieses Beitrags ist aus Gründen des Jugendschutzes nicht frei einsehbar.

Bitte melde dich zunächst am Altersverifikationssystem an.

08.01.2026 um 22:26 Uhr

geändert: 08.01.2026 um 22:31 Uhr

Vidarius

 

Hallo Vidarius,

 

danke für die Darlegung deiner Wahrnehmung und Einwertung hinsichtlich des Verständnisses der Mehrheit und der Newbies bzgl. der Konzept-Begriffe, woraus sich teilweise dein Standpunkt entwickelt hatte.

Mein Standpunkt beruht auf meinem eigenen Verständnis der Begriffe, und nicht auf dem vermeintlichen Verständnis einer anonymen Mehrheit.

 

Das „Ergänzend“ in meiner Frage an dich, meinte ich nicht im Sinne von situativer Gleichwertigkeit/-gewichtung oder Gleichzeitigkeit, weshalb meines Erachtens beide Konzepte innerhalb einer Beziehung im bdsm-Kontext praktikabel und sinnvoll wären. 

 

Sinnvoll, weil ich im ssc ein positives Mindset erkenne, welches wohlwollende Verantwortung beinhaltet und nicht destruktiv orientiert ist. 

Das Akronym beinhaltet außerdem nicht einmal den Begriff „kink“, ist also perse nicht nur dem bdsm-Kontext zuzuordnen, sondern eher als menschliches Grundverständnis auch in anderen Zusammenhängen anwendbar.

Wer als Top/Dom nur ein Rack präferiert und solches bewirbt/anbietet, schert sich vielleicht nicht allzu sehr um etwaige destruktive Folgen bei subs oder um etwaige strafrechtliche Konsequenzen.

 

Wenn aber auf der Basis des positiven Mindsets ssc auch mal high-risc-Spiele präferiert werden, bei denen mehr Augenmerk auf etwaige Konsequenzen zu richten ist, dann kann das Konzept Rack in den Vordergrund rücken. Wobei Rack oftmals nicht nur als risk-aware, sondern auch als risk-accepting“ verstanden und angewendet wird.

Meiner Beobachtung nach sind aber high-risc-settings wie beispielsweise ein overcome-Play mit Fremden, nicht sehr verbreitet oder werden selten wiederholt als Standard-Praktik erwünscht.

 

Deshalb sehe ich für mich innerhalb einer bdsm-Beziehung ein ssc+rack oder ein ssc+cnc (bei Bedarf) als praktikable Ergänzung und Kombination. Auch wenn sich hierbei ein Spannungsfeld zwischen beiden Konzepten zeigen kann.

Wer ein Problem damit hat, mit Spannungsfeldern und Widersprüchlichkeiten umzugehen, diese auszutarieren oder auszuhalten, der sollte nicht nur die Finger von bdsm lassen, sondern hat wahrscheinlich noch ganz andere Probleme im Alltagsleben und außerhalb von bdsm.

 

Welches Konzept auch immer in Communitys oder beim Dating kommuniziert werden - es sind theoretische Konstrukte; wie damit umgegangen wird, und was beim Ausleben von bdsm erfahrbares Ergebnis wird, ist die Realität aus Praxis - nach bestem Wissen und Gewissen, oder nicht. Ich denke, darin können wir uns einig sein. Ebenso darin, dass Menschen nicht berechenbar sind, dass es menschliches Versagen und Fehleinschätzungen gibt, und dass Vertrauen missbraucht werden kann. 

 

Nur gegenseitiges intensives Kennenlernen mit Erforschen der Bedürfnisse, Grenzen, Einschränkungen und Befähigungen, verbunden mit einem Herantasten bei bdsm-Interaktionen und wiederholtem Reflektieren, berechtigt Vertrauen und ein gewünschtes Maß an Sicherheit.

 

SSC mit oder ohne RACK: 

mit mehr oder weniger Näherung an Sicherheit.

 

Salimera

05.01.2026 um 20:41 Uhr

 

Vidarius

Für mich sind SSC und RACK zwei fundamental unterschiedliche Konzepte, die nicht gemeinsam in eine Antwortoption gehören!

 

Salimera

wie begründest du deine Behauptung, dass sich die beiden Konzepte nicht ergänzen könnten? 

 

Liebe Salimera,

 

warum sie sich nicht ergänzen? Weil Dinge, die in der Theorie kompatibel aussehen es in der Praxis real manchmal nicht sind. Kommt es nämlich nicht auch darauf an, wie etwas beim Empfänger ankommt oder von der überwiegenden Mehrheit im Laufe der Zeit wahrgenommen und aufgefasst wird?

 

Ich habe immer mal wieder mit Menschen zu tun, die sich und ihr BDSM gerade entdecken und der festen Überzeugung sind, dass SSC so etwas wie ein normatives Gesetz der Szene darstellt. Aus der Idee, dass das gemeinsame Ausüben von BDSM möglichst sicher, in einem vernünftigen Rahmen und vor allem einvernehmlich stattfinden soll, wird dann in der Regel ein apodiktisches Rund-um-sorglos-Verständnis abgeleitet. Das bedeutet, dass eine eigene Verantwortung der sub gar nicht existiert und dass Safe jegliches „unsicherere“ oder bewusst riskante Spiele ausschließt. Dieses Verständnis findet man aber nicht nur beim überwiegenden Teil aller Anfängerinnen und Anfänger. 

 

RACK dagegen erlaubt ja gerade riskantere oder auch unvernünftige Praktiken, solange sie bewusst besprochen werden, sich beide Seiten der Risiken bewusst sind und diese einvernehmlich akzeptiert werden.

 

„Safe“ und „sane“ als apodiktische Kriterien des SSC führen dazu, dass Sessions als nicht SSC-konform zu bewerten sind, die unter RACK völlig legitim sind. Ist das etwas anderes als ein Entweder-oder?

 

Hier manifestiert sich in meinen Augen das Spannungsfeld der Konzepte. Natürlich kann man anführen, dass SSC gar nicht als normativ-apodiktisches Konzept gedacht ist, sondern nur eine Beschreibung liefert, wie BDSM im Idealfall aussehen kann (was Risiken und Risikobewusstsein nicht ausschließen würde). Aber kommt es darauf an? De facto führt gerade die Behandlung des Themas durch SSC-Apologeten, die SSC wie eine Monstranz vor sich hertragen, dazu, dass die Konzepte meines erachtens nicht (mehr) vereinbar sind.

 

Meine 5 Cent

 

࿋ 𝑉𝑖𝑑𝑎𝑟𝑖𝑢𝑠 ࿋

Berücksichtigt wurden nur die letzten Kommentare.

Alle Kommentare zu dieser Abstimmung.

 

Alle bisherigen Umfragen

Du kannst an allen Umfragen teilnehmen, die noch nicht beendet sind und zu denen du noch nicht deine Stimme abgegeben hast.

Alle Umfragen

 

Als Lesezeichen hinzufügen: