Hi Devana,
wenn man das "Göttliche" durch das "Streben nach Glück" ersetzt, kommt eben keine neue Aussage zustande. Dann bleibt "nur": "jeder nach seiner Facon". Meines Erachtens sind diese Begriffe (Gott und Streben nach Glück) auch keine Synonyme, sondern je nach Betrachtungsweise sogar Antonyme, also Gegensätze.
Aber wenn für dich so ein Schuh draus wird, sage ich auch: jeder nach seiner Facon. ;)


17.03.2021 um 22:47 Uhr
Schattenwölfin
Spannende Gedanken, auch wenn ich ihnen nicht in Gänze folgen kann …
Dankbarkeit ist bestimmt nichts schlechtes, aber ich bekomme Bauchgrummeln, wenn ihr eine so hohe Bedeutung zugemessen wird. Wie mir überhaupt Überhöhungen immer etwas suspekt sind.
26083 Du schreibst: „Wenn man also die Sehnsucht hat, sich dem Göttlichen zu unterwerfen, dann verfolgt man damit auch einen ultimativen Sinn.“ Das klingt sehr allgemeinverbindlich. Aber kann es das sein? Was ist mit denen, die keinen Gott und nichts Göttliches haben, beides auch nicht wollen? Folgen die keinem oder nur einem geringwertigen (gegenüber ultimativem) Sinn?
Was mit denen, in deren Vorstellung Gott/Götter/Göttliches eine Rolle spielen, die aber nicht willens sind, sich dem zu unterwerfen?
Neugierig grüßt die Wölfin
Hi Wölfin, danke für deine Antwort. Alle meine Gedanken sind frei von der Leber weg geschrieben, und ich nehme für mich nicht in Anspruch, allgemein gültige Regeln zu formulieren. In dieser künstlerischen Freiheit erlaube ich mir, folgendes zu kommentieren: Du bekommst Bauchgrummeln, wenn Dankbarkeit eine hohe Bedeutung zugemessen wird.
Dankbarkeit ist das Produkt eines erfüllten Daseins, soweit man glaubt, dass man nicht allein für die eigene Erfüllung verantwortlich ist (in dem Fall könnte man vielleicht Dankbarkeit für sich selbst empfinden). Deswegen ist Dankbarkeit das höchste der Gefühle - denn es schließt ein, dass man von Gott/dem Universum geliebt wird. In diesem Gefühl steckt auch kein Ego drin, sondern ein Einssein mit dem Universum/Gott. Es ist, glaube ich, die Auffassung von indischen Yogis und anderen westlichen Gelehrten wie Dr. Joe Dispenza aus den genannten Gründen die höchste Ausdruck der eigenen Gefühle.
Das ist jedenfalls meine Auffassung und der Grund, warum ich Dankbarkeit eine hohe Bedeutung beimesse.
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