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Schattenzeilen

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Forum - Veröffentlichungen auf den Schattenzeilen - Geschichten und Gedichte

'Mohnblumen' von Onmymind

Bezieht sich auf die BDSM-Geschichte 'Mohnblumen'.

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Schattenzeilen

Autorin. Teammitglied.

Mohnblumen

von Onmymind

Ein Blütenblatt hob sich von ihrer makellosen, blassen Haut ab. Wie lange war es her, dass sich Striemen auf ihrer Haut abgezeichnet hatten? Sie wusste es nicht mehr, denn Zeit hatte ihre Bedeutung verloren. Ein Dolch fuhr durch ihre Brust, entlockte ihr einen lautlosen Schrei. Erschrocken riss sie die Augen auf, sah dunkle Wolken. Und als die ersten Regentropfen fielen, formten sich daraus bedrohliche Figuren, die keiner kindlichen Fantasie entsprangen, sondern Realität hießen.

Die BDSM-Geschichte lesen: Mohnblumen von Onmymind

29.02.2020 um 01:47 Uhr

ich fand diese geschichte zum teil nachfühlbar geschrieben. dennoch verwirrte sie mich... insoweit kann ich noch keine echte wertung abgeben.

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Tek Wolf

Autor.

29.02.2020 um 18:40 Uhr

Mal etwas ganz anders. Und sehr beeindruckend. Oft habe ich beim Lesen innegehalten und überlegt, was das jetzt heissen sollte, doch das macht den Reiz dieser Geschichte aus. Rätsel, verschlungene Erzählebenen, einen Sinn, den man mehr erfühlt als mit dem Verstand erfasst. Besonders schön fand ich, dass du mit nur einem Satz, poetisch und doch kurz und klar zu verstehen, Gefühle oder Szenen entstehen lassen kannst. Das zeugt von echtem Talent. Danke für diesen schönen Text, er ist etwas ganz besonderes.

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Tek Wolf

Autor.

29.02.2020 um 19:25 Uhr

Der Inhalt dieses Beitrags ist aus Gründen des Jugendschutzes nicht frei einsehbar.

Bitte melde dich zunächst am Altersverifikationssystem an.

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Nachtasou

Autor.

29.02.2020 um 20:22 Uhr

geändert am 29.02.2020 um 20:27 Uhr

Beste Onmymind,

es ist ein schmaler Grat zwischen romantischer Sentimentalität und subjektivistischem Stil. Diese Geschichte balanciert auf dieser Schneide. Ich habe Ja zu beidem gesagt und konnte mich von ihr mittragen lassen.

Die Geschichte greift tief ins Wesen des BDSM, indem sie Ursprung und Ziel dieser Neigung (nach meinem Verständnis) freilegt. Es ist das Thema Trauer. Lebensfreude entspringt der Trauer, oder der Vorahnung einer solchen. Nur so ist die obsessive Erinnerung, die gezwungene Haltung als Halt, die Provokation von Schmerz und totale Hingabe erklärlich.

Du wählst klassische Bilder, den Mohn für Vergänglichkeit und Blut, die dunkel heraufziehenden Wolken … alles so, als sei die Welt geschaffen nach dem momentanen Befinden des Wahrnehmenden. Im Moment des größten Glücks liegt schon seine Verwesung. Wiener Moderne oder barocke Vanitas?

Und der kleine Sohn als Vermächtnis, als Aufruf zum Leben. Der letzte Befehl des Herrn an Aurelie ist mal keiner dieser hilflos-dümmlichen Gehorsamsübungen aus der Hundeschule. Fast eucharistisch: Tu dies zu meinem Vermächtnis.

Sex mit dieser Aurelie muss sich wie Offenbarung anfühlen, und sie ist jemand zum Verlieben. Sie wird nicht lang allein bleiben. Gewiss nicht. Die Trauerjahre sind vorbei.

Eine wunderschöne Geschichte, die zum Sich-Verlieben wieder richtig Lust macht.

"Das Bäumchen wächst in schwarzer Erde".

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Meister Y

Autor. Förderer.

05.03.2020 um 13:31 Uhr

geändert am 05.03.2020 um 13:33 Uhr

Liebe Onmymind , ich muss gestehen, dass ich selten von einer Geschichte, von der ich hoffe, dass es eine Geschichte ist, so ergriffen war, wie von dieser.

Du hast uns mit all den Gefühlen rund um die Trauer all das erklärt, was D/S zwischen Deinen beiden Protagonisten ausgemacht hat. Liebe, Lebensfreude, Hingabe, Stolz, ich könnte noch mehr aufzählen. All das wird in Sekundenbruchteilen zerstört, zu Nichte gemacht. 

Dennoch und gerade deswegen befolgt sie dann einen letzten Befehl, kehrt in das Leben zurück, erlebt Liebe und innere Verbundenheit.

Es gibt viele Momente im Text, die ich mehrfach gelesen habe weil ich sie einfach klasse fand. Den schönsten hat @Tek Wolf: bereits zitiert.

Gerne hätte ich mehr als vier Sterne gegeben, ich fand die Zeilen wirklich beeindruckend schön!

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Hans Bergmann

Autor.

08.03.2020 um 08:26 Uhr

Deine Geschichte rennt rasant, hastig, pausenlos, was ich verstehe, da es dem Kopf deiner Aurelie entspricht, was dazu führt, dass sich dein Text bei mir erst nach mehrfachem Lesen entfalten konnte, erst, nachdem ich ihn mit angezogener Handbremse las, und dann erst hat er sich entfaltet und ich danke für deine Geschichte über den Versuch der Verarbeitung eines Verlustes, über Ausblenden, Einblenden, Blick in innere Unruhezustände und Sehnsucht nach Ruhe, über die Gleichnisse zwischen Natur und emotionalen Zuständen, plötzliche Bilder, die auftauchen, wie eingefroren scheinen und vergehen wie alles vergeht, über die gelungene Beschreibung von Intensität und Liebe im BDSM-Kontext aus seiner Sicht, und für den grenzwertig intensiven letzten Satz, der mich weiter ahnen lässt.

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Ronja

Autorin.

09.03.2020 um 18:36 Uhr

Noch nie war mir bewusst, dass ein Text jemals in mir solche Gefühlsregungen verursacht hätte. Er hat mein Innerstes bewegt und mitgerissen in diese unendliche Traurigkeit. Dieser Verlust des Partners, der wie für sie geschaffen war, erscheint brutal und unerträglich. Kaum auszuhalten sind die Schmerzen und die Wunde, die dieses schreckliche Ereignis ausgelöst hat. Am Ende keimt die Hoffnung auf eine Versöhnung oder Annahme ihres schweren Schicksals.

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Onmymind

Autorin.

18.03.2020 um 07:21 Uhr

Ich danke euch sehr, für eure wunderbaren Kritiken. Ich bin sehr berührt, habe nicht damit gerechnet. Mir fällt das Schreiben zur Zeit sehr schwer, da motivieren mich eure Zeilen ungemein.

Küsschen! 

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Katika

Förderer.

19.03.2020 um 08:40 Uhr

Einfach toll geschrieben. 

Eine so traurige Geschichte voller innigster Empfindungen, die dann doch noch zu einem „positiven“ Ende gekommen ist.

Die Bilder, die Deine Zeilen in meinem Kopf erzeugen sind so realistisch.

Klasse!

Danke!

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29.03.2020 um 10:14 Uhr

Wunderschön. Je weiter die Geschichte fortschreitet, umso stimmiger wird sie. Die gezeichneten Bilder und Gefühle sind sehr bewegend.

Vielen Dank!

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