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Blitzlicht (Staffel 3): Nur ein Spiel

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hanne lotte

Autorin.

26.11.2018 um 22:59 Uhr

Ihr Lieben,

der goldene Herbst ist vorbei, bei mir jedenfalls. Wir ziehen uns ins Warme zurück und hinter verschlossenen Türen passiert allerlei.

Nur ein Spiel

Im Guten wie im Schlechten. Und eigentlich will ich es gar nicht weiter erklären, um euch nicht zu sehr festzulegen.

Zur Erinnerung oder für neues Blitzgelichter noch einmal in Kürze die Regeln:

maximal 300 Wörter

keine Geschichte, nur eine kurze Szene

Mehr gibt es nicht zu beachten. Ganz einfach, oder. Eure Texte schreibt ihr hier in diesem Thread.

Ich freue mich auf eure Ideen.

Neugierige Grüße

Hanne

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Kaoru

Autor.

27.11.2018 um 18:54 Uhr

Weiße Königin

 

In weichen Flocken fiel der Schnee vom Himmel und legte sich auf alles. Waren die Dächer in der Früh nur angezuckert, so ließ sich die Form ihrer Ziegel jetzt nur noch erahnen. Eine dicke Decke hatte sich auf Wiesen und Straßen gleichermaßen gelegt und selbst die blattlosen Äste der Bäume boten willkommen Halt für die weiße Pracht.

Ein Anblick, der durch die angenehme Wärme hinter der Balkontüre nichts von seiner friedlichen Ruhe verlor. Allerdings wurden Rubys Gedanken durch etwas anderes gefangen, sodass sie der Schönheit des Winters im Moment nichts abgewinnen konnte. Stattdessen hatte sie die Stirn in Falten gelegt, während ihre Lieder halb herabgesunken waren und sich auf die Situation konzentrierte.

Wie das künstliche Fell, bei jeder Bewegung ihre bloßen Schenkel kitzelte, während das Licht der Kerzen flackernde Schatten über ihre Haut tanzen ließ. Sie konnte seinen aufmerksamen Blick spüren, als sie die Hand ausstreckte. Spielerisch glitten ihre Finger über das weiche Leder und genossen dessen Berührung, bevor sie schließlich auf steinerne Kühle trafen. Ein langes Zögern war die Folge, bei dem ihre Zungenspitze keck zwischen den Lippen hervorblitzte. Bis sie es schließlich wagte, ihren Kopf etwas zu heben und ihn anblickte.

Raulf hatte sie ruhig beobachtet und seine bebrillten Augen fanden ihre Gegenstücke mit traumwandlerischer Sicherheit. Es war immer wieder aufs neue bezaubernd ihr zuzusehen und zu wissen, dass sie nur wenige Momente davon trennte, sich ihm zu unterwerfen. Das lederne Quadrat des Spielbrettes zwischen ihnen beherbergte nur mehr wenige Spielsteine und doch war seine Dominanz ihr gegenüber überragend. Ganz zu schweigen davon, dass ihr nur noch ihr rotes Höschen geblieben war, während er noch seine Hose trug. Gab es denn eine bessere Einstimmung auf einen gemütlichen Winterabend, als eine Runde Strip-Schach?

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Kaoru

Autor.

29.11.2018 um 21:36 Uhr

Fremde Kulturen

 

Glaubte man der Fensterfront, so lag der Raum in einem der obersten Stockwerke des Verwaltungsturmes. Von hier aus hatte man eine eindrucksvolle Sicht auf die Stadt mit ihren turmartigen Hochhäusern, und den breiten Promenaden, die sich zwischen ihnen entlang schlängelten. Ein einladender Ort, der sich ganz bewusst offen und freundlich gegenüber Besuchern zeigte. Genau wie die Bevölkerung dieses Planeten.

Ein Grund mehr für Alexander, sich über die Unterbrechung seines Landurlaubes ebenso zu wundern, wie über seine Anwesenheit in dem Revier der örtlichen Polizei. Auf der anderen Seite des Schreibtisches saß eine Frau in der mattblauen Uniform der Ordnungshüter. Ihr langes, weißes Haar war in einem strengen Zopf gefangen und zusammen mit den spitzen Ohren verlieh es ihr eine gewisse kühle Eleganz. Sie hatte sich als Optio Lauria vorgestellt, bevor sie ihn gebeten hatte, Platz zu nehmen.

„Als Besucher sind Ihnen sicherlich nicht alle unsere Regeln bekannt. Leider muss ich sie darauf hinweisen, dass sie gegen eine davon verstoßen haben“, begann sie kurz darauf zu erklären. „Unser Gesetz kennt keine Einwilligung in Körperverletzung, entsprechende Handlungen sind daher als illegal eingestuft.“

Sich keiner Schuld bewusst, hob Alexander überrascht die Augenbrauen: „Ich fürchte, ich verstehe nicht. Soweit ich weiß, hab ich keinen Ihrer Bürger körperlichen Schaden zugefügt?“

„Oh Verzeihung, es geht um eine Ihrer Kolleginnen. Lieutenant Commander Andrea Kruger“, fuhr sie nach einem Blick auf ihr Tablet fort. „Sie wurden dabei beobachten, wie Sie die Dame körperlich angriffen. Ich glaube, die Tätigkeit wird bei Ihnen als ‚Klaps auf den Hintern‘ bezeichnet.“

Mit der plötzlichen Erkenntnis kam eine gewisse Erleichterung, die Alexander zu einem Lächeln veranlasste. "Oh das, das war nur ein Spiel. Ich erkläre es ihnen ..."

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02.12.2018 um 08:43 Uhr

Strafe

Lara konnte einfach nicht mehr einschlafen. Sie wälzte Gedanken...

Vorgestern hatte sie eine seiner wenigen Anweisungen ignoriert. Ein bisschen bewusst... ja..., er hatte nichts gesagt daraufhin, sie hatte also schon gedacht, dass ihre Vermutung richtig wäre und er es nicht einmal gemerkt hätte.

Doch ganze 24 Stunden später kam dann doch von Ihm -„da ist übrigens noch eine Strafe fällig, hattest Du nicht gestern morgen etwas vergessen?“

Das hatte Lara eiskalt erwischt und sie konnte sich nur mit den Worten entschuldigen, dass sie geglaubt hätte, er würde es nicht merken....

Ralf versprach ihr eine Strafe, die auch gestern ausgeführt werden sollte.

Er sagte ihr nicht, was es sein würde, nur das sie eine Strafe bekommen würde. Lara bat darum, es zeitnah zu machen. Schließlich hatte sie da vor einiger Zeit schon ganz schlechte Erfahrungen gemacht, als er mitten in einer Session ohne Ankündigung und ohne Erklärung plötzlich - eine ganze Woche nach der Verfehlung - mit einer Bestrafung schmerzlicher Art anfing und sie dadurch in ein tiefes Loch fallen ließ.

Sie hatten beide darüber gesprochen, Erklärungen und Verbesserungen diskutiert.

Nun hatte sie das erste Mal danach wieder eine Strafe zu erwarten - und - der Tag ist vergangen, es gab immer noch keine Strafe, sie war völlig unruhig, hatte gestern ständig damit gerechnet, schließlich hatte er ihr „versprochen“ es würde dieses Mal wirklich zeitnah ausgeführt, es sollte gestern sein, .... seine Worte.....

War es für ihn wirklich nur ein Spiel, hatte er vergessen, was er, der Herr versprochen hatte?....

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Meister Y

Autor. Fördermitglied.

04.12.2018 um 14:39 Uhr

geändert am 04.12.2018 um 14:48 Uhr

Kaoru: Allein die wenigen Sätze, die Du in "Weiße Königin" gebraucht hast um das Kopfkino in Gang zu bringen fand ich toll. Die Spielidee ist ja sozusagen ein Garant, für einen gemütlichen Winterabend. In "Fremde Kulturen" würde ich ja sofort, mit Optio Lauria tauschen. Die Erklärung hätte ich mir ja auch gern angehört  .

Katika: Zuallererst, man merkt, dass Dir das "blitzen" zunehmend Spaß macht und gelingt! In "Strafe" zeigst Du ein doppeltes Dilemma auf. Auf der einen Seite das von Lara, die nicht weiß, nicht einschätzen kann, wie ernst es Ralf wirklich ist. Auf der anderen Seite das von Ralf, der scheinbar noch gar nicht verstanden hat, welch "Geschenk" ihm dargeboten ist. Ein Dilemma, aus dem die Beiden wohl nur gemeinsam kommen.

Danke für drei wirklich schöne Blitzlichtideen.

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Kaoru

Autor.

05.12.2018 um 06:32 Uhr

Katika: Kann mich nur anschließen, es freut mich sehr zu sehen, dass du Spaß hast und dich der Schreibfluss mitgenommen hat

Deine Geschichte zeigt, wie wichtig nicht nur Kommunikation ist, sondern vor allem auch das Vertrauen und das Wissen darum, sich darauf verlassen zu können. Ein sehr schöner Einblick, der einen Ausblick auf die Tiefe dahinter gibt.

Meister Y: Danke für das Feedback. Ich gebe zu, ein klein wenig Stolz auf die Sätze zu sein. Und sofern es klappt, wird die Erklärung noch folgen.

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Meister Y

Autor. Fördermitglied.

12.12.2018 um 16:59 Uhr

geändert am 12.12.2018 um 17:51 Uhr

Weil's draußen stürmt und schneit  .

Spieleabend

„Du bist dran“, sagte Karla, legte Uwe den Würfel hin und strich ihm beiläufig über die Hand. Im Kamin prasselte das Feuer. Durch das mit einem leuchtenden Schwibbogen geschmückte Fenster konnte man den Schneesturm nur erahnen. Oskar hob kurz den Kopf, drehte sich auf die rechte Seite und döste sofort weiter. In den Rotweingläsern spiegelte sich der Schein des Feuers.

Der Blick auf das Spielfeld bestätigte Uwes aussichtslose Situation. Zwei seiner Spielfiguren standen wieder draußen, zwei dümpelten weit hinter Karlas letzter Figur herum während es bei Karla schon drei Figuren ins Haus geschafft hatten. Eine Sechs hatte Uwe schon minutenlang nicht gewürfelt. „Nicht ärgern, okay. Es war Deine Idee, einen Spieleabend zu machen.“, sagte Karla. Uwe´s Augen blitzen auf. „Spielabend, eine super Idee.“, sagte er, griff nach Karlas Hand. Karla lächelte: „Hat der Herr vergessen, dass es heute beim Spielen um einen Einsatz geht?“ „Hat er nicht!“, antwortete Uwe, würfelte eine Drei. Karla mit dem nächsten Wurf eine Fünf, die ihre letzte Figur genau vor das Haus brachte. „Jetzt wird es spannend“, sagte sie „ich brauche eine Eins“ und legte Uwe den Würfel wieder hin. Uwe würfelte eine Fünf, Karla eine Sechs. Uwe wieder eine Fünf, Karla eine Zwei. So ging es einige Würfelrunden. Uwe sah seine Chancen wachsen, Karla wurde ein wenig mulmig als Uwe mit seinen zwei Figuren drei und vier Felder vor ihrer angelangt war. Sie küsste den Würfel, würfelte ihn zwischen die Gläser, würfelte eine Eins. „Hurra“, rief sie laut, „gewonnen!“. Uwe legte die Stirn in Falten, griff nach dem Glas. „Du meinst das ernst, oder?“ „Ja Herr, wir gehen am Freitagabend zusammen zum Hutzenabend.“, antwortete Karla, setzte sich auf Uwes Oberschenkel, umarmte ihn und flüsterte: „Aber wer weiß, vielleicht bin ich ja frech und wir müssen danach noch nach oben ins Spielzimmer.“ in Uwes Ohr. 

 

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Kaoru

Autor.

12.12.2018 um 19:32 Uhr

Was gibt es schöneres, als einen verschneiten oder stürmischen Abend, bei dem man vor dem warmen Kamin sinnliche Brettspiele mit noch sinnlicher Belohnung spielen kann

Meister Y: Vielen Dank für diesen netten Einblick in das Leben deiner beiden Chars. Du scheinst das Blitzlicht gut zu nutzen, um die Welt um Karla und Uwe Stück für Stück weiter aufzubauen und ich bin schon gespannt, was du uns als nächstes offenbaren wirst.

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Schattenwölfin

Autorin. Teammitglied. Vereinsmitglied.

12.12.2018 um 20:48 Uhr

Wieso darf Karla nach der Sechs nicht noch einmal würfeln? Hat Uwe die Regeln geändert? Geschieht ihm recht, dass er verliert!

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hanne lotte

Autorin.

22.12.2018 um 23:30 Uhr

Ihr liebe Blitzlicht-Schreiber,

ich habe ein ordentlich schlechtes Gewissen. Doch. Ich will mich auch gar nicht rausreden, ich hab's diesmal einfach nicht auf die Reihe gekriegt, eure TExte ausreichend gründlich zu lesen und mir meine Gedanken dazu zu machen.

Jetzt sind endlich Ferien und Ruhe zieht ein.

Kaoru:

Strip-Schach – das kenne ich noch gar nicht. Es scheint ein reizendendes Spiel zu sein. Wobei sich der Zweck auch mit anderen Mitteln erreichen lässt. Poker, Mensch-ärgere-dich-nicht, würfeln …

Mit gefällt wie immer in deinen Texten das Stimmungsbild. Ich erfreue mich an der alles überdeckenden Schneeschicht, an der gemütlichen Wärme im Zimmer. Die Spieler auf beiden Seiten des Strip- ähm, des Schachbrettes haben sich auf einen anregenden Abend eingestimmt. Ich spüre das Knistern. Da bekommt man richtig Lust mitzuspielen.

und gleich nochmal ... fremde Kulturen ...

Da befürchte ich, dass die Erklärung nicht genügen wird. Gesetz ist Gesetz. Integration geht anders, lieber Herr Kaoru Man(n) muss sich schon den Sitten der Gastgeber anpassen, wenigstens in so fundamentalen Dingen.

Wobei ich meine Neigung auch hier keinen erklären müssen möchte ...

Du hast mich bis zum Schluss zappeln lassen, wohin die Reise geht und wörüber die nette Dame so erzürnt ist. Gut gelungen.

Katika:

Dieser kurze Text hat mich sehr berührt. Er zeigt, die Gradwanderung, auf die wir uns mit unserer Neigung begeben.

ER will vielleicht seine Macht demonstrieren. Will beweisen, wer das Sagen hat. Vergisst dabei, dass gerade in einer Dom-Sub-Beziehung Zuverlässigkeit eine wichtige Zutat ist.

Die Zweifel und Sorgen hast du gut dargestellt. Ja, es ist ein Spiel. Aber jedes Spiel hat Regeln.

Meister Y:

Ich bin mal wieder hin- und hergerissen.

Aus Prinzip möchte ich mich gerne mit Karla solidarisieren. Einfach so von Sub zu Sub.

Aber zum Hutzenabend. Och nee. Es gibt so viel Schönes: Sauna, Ü50-Party, Lesung. Was wäre denn Uwes Alternative? Also außer Spielzimmer?

Hat auf jeden Fall Spaß gemacht, mit den beiden zu würfeln.

Das nächste Blitzlich geht gleich auf den Weg.

Ich wünsche allen schöne Feiertage.

Herzliche GRüße

Hanna

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