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Forum - Schreiben - Übungen

Schreibübung "Erklären": Mag ich, mag ich nicht

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02.06.2025 um 17:31 Uhr

Strafe

 

Ich kniete nackt vor Ihr, Seile lagen eng über meine Unterarme und Schlingen sich in 100 Windungen um mein angewickeltes Bein, so daß ich vor ihr kauerte.

Die Kälte des dunklen Verlies kroch durch meinen Körper.

In der einen Ecke des Raumes saß die Herrin und beobachtet mich mit kalten Blick. 

Ich entwich ihren strengen Blick und zitterte am ganzen Leib wie  Espenlaub. 

Sie hatte hatte mir eine Strafe angedroht weil ich Sie missachtet hatte.

 

Niemals hätte ich sie missachtet,  niemals und doch tat ich es.

Ich antwortete nicht auf einer Ihrer E-Mails sagte sie mir. 

Als Strafe soll ich nun spüren wie kalt es sich für sie anfühlt wenn ich sie missachtet. 

 

Dabei hatte ich nur scham auf Ihre Frage zu antworten. 

 

Das nächste Wort ist Scham

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03.06.2025 um 20:14 Uhr

Nun gut, es ist also zu klären, ob ich Scham mag. Es geht hier um ein Gefühl, dass sich einstellt, wenn ich eigenen oder fremden Ansprüchen nicht entsprochen habe. Das Verb sich schämen, ist mir vertrauter. Nein – ich kann mit Scham nichts anfangen. Das Gefühl, unangenehm wie eine Bloßstellung oder Vorführung, lässt sich nicht erotisieren. Die damit verbundene Demütigung und Hilflosigkeit hinterlassen eher Narben als Glücksgefühle.

 

Wenn es um Scham geht denke ich an das knapp dreijährige Kindergartenkind, dass während des Mittagsschlafs eingenässt hatte – auch weil es verboten war, zur Toilette zu gehen – um das sich die anderen Kinder auf Anweisung der Erzieherin im Kreis stellen mussten und sangen: „Schut Schut Schäm Dich – alle Leute sehen Dich!“ Der Singsang hörte nicht auf.

 

Soviel Geilheit, dass Scham etwas Erstrebenswertes sein könnte, kann ich mir nicht vorstellen, beim besten Willen nicht. Und doch – kenne ich das Gefühl aus manchen Begegnungen mit einem dominanten Partner. Es waren Worte, die unter die Haut gingen, Bestürzung, Wut – auch Scham und später Nachdenken auslösten. Scham war aber eher eine notwendige Begleiterscheinung, die zu mehr Einsicht führte.

 

Das nächste Wort ist:  Mittagsschlaf

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Yuria

Autorin. Förderer.

07.06.2025 um 13:44 Uhr

„Wer mittags regelmäßig mehr als eine halbe Stunde schläft, vergiftet sich langsam selbst“, sagte mal einer meiner Dozenten mahnend, als es um Mittagsschläfchen und deren ungute Folgen für den Leberstoffwechsel ging. Ich nahm die Warnung schulterzuckend zur Kenntnis und stellte mir vor, wie mal auf meinem Grabstein stehen würde:

 

Hier ruht in ewigem Schlummer

Yuria

- die es mittags immer etwas übertrieben hat…

 

Ich liebe Mittagsschlaf!!

Schon zur Schulzeit konnte mich die Aussicht auf ein gepflegtes Nickerchen überhaupt erst überzeugen, morgens aufzustehen. Kaum war ich mittags zuhause, folgte der Kopfsprung ins Bett, wann immer es möglich war. Damals und auch heute noch bereue ich es natürlich jedes Mal, wenn ich dann anderthalb Stunden später aufwache, total gerädert bin, Kopfschmerzen hab und der Kreislauf im Keller ist. Und trotzdem hält es mich nicht davon ab, es wieder und wieder zu tun, wenn sich denn mal die Gelegenheit bietet. Vorzugsweise wenn es draußen regnet und ungemütlich ist, dicht gefolgt vom Schläfchen im Sommerurlaub, wenn man morgens schon früh zum Tauchen oder Schnorcheln im Meer war. DAS ist doch mal ein wahrer Luxus…

 

Das nächste Wort: das Meer

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Schattenzeilen

Autorin. Teammitglied.

07.06.2025 um 13:44 Uhr

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dienerin

Autorin. Förderer.

08.06.2025 um 16:56 Uhr

geändert: 08.06.2025 um 17:28 Uhr

Das Meer ist für mich ein Sehnsuchtsort.

Ich bin gerne am Meer und obwohl ich immerhin ganz nah (3 Minuten) an einem See wohne ist das Meer etwas ganz besonderes für mich.

Als Kind war ich oft an der Ostsee. Die versteckt sich wenigstens nicht vor mir. 

Als gebürtige Friesin ist die Nordsee ja immer weg (ich wisst schon, sie verchwindet vor dem Ostfriesen, der da mal ans Wasser kam. Das hat die Nordsee so erschreckt, dass es nun nur noch alle 6 Stunden schaut, ob der Ostfriese noch da ist.) 

Wenn ich ans Meer fahre, brauche ich das Wasser. Ich mag die Weite des guckens über den Horizont.

Ich muss da rein (zumindest mit den Füßen). Mehr braucht es nicht.

Wenn ich es mal zum Schwimmen ins Meer schaffe, ist das sehr schön, aber das dauert meist.

 

Meer, das bedeutet in der Regel auch Urlaub und ganz viel Gelassenheit, die ich auch immer mehr in den Alltag integriere.

 

Ich mag das Meer einfach.

Und du?

 

Das nächste Wort: "Gelassenheit"

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Meister Y

Autor. Förderer.

09.06.2025 um 15:18 Uhr

Gelassenheit

 

ist etwas, was ich an Anderen oft bewundere, ja mag, woran es mir aber oft mangelt. Vielleicht verwechsele ich es zu sehr auch mit Nichtstun oder Passivität. Ich weiß aber, dass es an der einen oder anderen Stelle durchaus hilft, gelassen zu bleiben. Vor allem dann, wenn man an der Situation eh nichts ändern kann. Trotzdem gehört sie nicht zu meiner Kern-DNA. Ich muss mich meist zwingen, gelassen zu bleiben, bin eigentlich immer jemand, der versucht aktiv zu sein. Aber man lernt ja nie aus und vielleicht gelingt es mir ja mehr und mehr, mich in Gelassenheit zu üben. Beruflich steht mir Gelassenheit auch meist im Weg, da ist eher Zielstrebigkeit und Konsequenz gefragt. Da dieses Kapitel aber dem Ende naht, kann ich dann vielleicht vieles gelassener angehen. Was mich beim Antworten gerade bewegt ist, ob Gelassenheit mir auch in meinem Dasein als Dom helfen kann?

 

Nehmen wir doch als neues Wort den 

Dom.

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Leo Me

Autorin. Förderer.

09.06.2025 um 16:38 Uhr

Dom

Lieber Meister Y, ob Gelassenheit deinem Dasein als Dom helfen kann?

Ich verstehe die Frage überhaupt nicht. Für mich ist Gelassenheit stille Dominanz. Die Art von Dominanz, der ich nicht widerstehen kann, und auch nicht will.

 

Aber wie soll ich mit der Aufgabe umgehen? Mag ich Dom?

Als Abkürzung für Dominanz? Ja, auf jeden Fall.

Als Bezeichnung für eine dominante Person? Das ist immer etwas sehr Individuelles zwischen Personen. Wenn es einvernehmlich geschieht, dann ja.

Der Hamburger Dom? Ja, dort kann man viel Spaß haben. Kribbeln in der Magengegend verspüren, Ängste überwinden und am Ende glücklich und erschöpft nach Hause schlendern.

Und dann gibt es noch die prachtvollen Gotteshäuser. Meist unbeschreiblich schön und imposant.

 

Ja, ich mag Dom.

 

Das nächste Wort ist: Hamburg

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dienerin

Autorin. Förderer.

09.06.2025 um 19:45 Uhr

geändert: 09.06.2025 um 19:46 Uhr

Danke Leo Me für dieses schöne Wort. 

Gibt es in Hamburg nicht auch den Dom als Bezeichnung für die Kirmes ?

Und dann der Hamburger Fischmarkt,  die Elbphilharmonie und das Miniaturwunderland, welches ich leider noch nicht gesehen habe. Mich fasziniert Hamburg. 

Nicht so sehr mag ich Hamburger. Also die mit Brötchen, etwas Hack und so 😉

Aber Hamburg, das hat so seinen eigenen Flair und ich möchte gerne mal wieder hin. 

Mal schauen, wann ich das wieder schaffe. Aber man braucht auch Ziele. 

 

Ziele, hast du welche? 

 

Ich stehe es mal als neues Wort zur Verfügung: Ziel

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Natty

Autorin. Förderer.

17.10.2025 um 21:08 Uhr

Gewünschtes Wort: Ziel

Singular: das Ziel   Plural: Die Ziele   Affirmation: auf etwas zielen-->getroffen werden --> betroffen sein

 

Mag ich DAS Ziel? Nun, wenn ich eines hätte, sollte ich es mögen, doch allzu oft bewegte ich mich ziellos im Leben, ließ mich treiben, nahm es, wie es kam. Dieses Verhalten könnte man auch als schicksalsergeben betrachten, denn an das Schicksal kann ich durchaus glauben. Oftmals, wenn eine Situation eintritt, bin ich überzeug davon, dass es so sein sollte. Einem Ziel zu folgen, würde also meinem Glauben an das Schicksal wiedersprechen.

Die Ziele: Nach denen werde ich regelmäßig im Jahresgespräch gefragt. "Nun, Frau K., wie sind denn ihre Ziele für das nächste Jahr?" Eine unfassbar müßige Frage, um das hier mal ohne ##*@ auszudrücken. Denn was ich mir am meisten wünschen würde, wäre, das meine Vorgesetzten endlich mal vernünftig funktionierten, aber das sage ich natürlich nicht, will ja vor meinem Chef dann doch keine Strafe provozieren

Wobei ich, wenn ich nochmal darüber nachdenke, doch ein Ziel habe, nämlich endlich wieder meine Träume leben zu können, darauf ziele ich ab, bin getroffen worden von der Erkenntnis, das ich betroffen war, kein Ziel zu haben.

 

nächstes Wort wäre dann Schicksal

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Meister Y

Autor. Förderer.

22.10.2025 um 07:49 Uhr

Ich habe jetzt ein paar Tage gebraucht, um (hoffentlich) die für mich richtigen Worte zum Begriff Schicksal zu finden. Eigentlich hadert man ja meist mit dem Schicksal...

 

Wenn man so manches, was einem im Leben passiert als Schicksal bezeichnen mag, dann gibt es sicherlich Punkte, an denen ich es mag. Vielleicht war es ja das Schicksal, dass mich auf die Schattenzeilen geführt hat. Das es mir möglich gemacht hat, hier die Frau kennenzulernen, die inzwischen im zehnten Jahr als Sub an meiner Seite durch' s Leben geht. Ein durch und durch positiver Schicksalsmoment also.

 

Dann gibt es aber eben auch die andere Seite, nämlich die, in der einem das Schicksal übel mitspielt. Wenn man zum Beispiel aus der Kalten und ohne jegliche Vorwarnung eine schlimme medizinische Diagnose bekommt. Dann hat man einen eher negativen Schicksalsmoment.

 

Sicherlich kann man immer darüber nachdenken, ob es Schicksal war, ob man hätte irgendetwas anders machen können. Am Ende ist es aber: "Leben eben", wie es eine Freundin so gern bezeichnet.

 

Nehmen wir als neues Wort die:

 

Vorwarnung.

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Ben Ses

Förderer.

22.10.2025 um 20:19 Uhr

Vorwarnungen mochte ich einmal. Sie waren das letzte Ermahnen an den gegenüber oder an sich selbst. Der letzte Bogen Vernunft bevor der Geduldsfaden reisst. Ausgesprochen um zu mahnen und warnen, vor einer Strafe.

 

Heute ist das anders. Ein Leben mit dem BDSM. Vorwarnung? Warum denn? Es ist die Reaktion der Sub, die mich innerlich erfüllt. Die aufgerissen Augen ihrerseits, vor Erkenntnis oder Gefallen spielt keine Rolle. Der Blick gesenkt, vor Scham oder Verspieltheit.

Die Reaktion darauf ist die selbe wie früher, Strafe.

Nur heute genieße ich die Strafe und ihr gibt es mehr als das ungute Gefühl etwas falsch gemacht zu haben. 

 

Mein Wort für die Runde: Reaktion

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