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Ein Grünschnäbelchen stellt sich vor

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kitten

Autorin.

19.07.2007 um 20:28 Uhr

Ich bin Lilady, weiblich(wie der Name ja sagt)24 Jahre alt. Was ich schon lange ahnte, bestätigt sich immer mehr: die Devotheit. Keine Ahnung, was ich jetzt damit machen soll. Wie fängt man an, wo fängt man an? Ich bin auf totalem Neuland. Vielleicht finde ich hier ein paar Tipps und Ratschläge.

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donna

Autorin. Vereinsmitglied.

19.07.2007 um 23:36 Uhr

Herzlich willkommen Lilady in unserer kleinen Familie.

Du wirst hier jede Antwort bekommen die du möchtest.

Ehrlich, vernünftig, auf alle Fragen die dir auf deiner Seele brennen.

Jeder von uns hat den Weg einmal betreten.

Manche sind schon weit geschritten, andere erst ein paar Meter.

Liebe Grüße

donna

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Man muss erleben, was falsch war, um zu wissen, was das Richtige ist!

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kitten

Autorin.

20.07.2007 um 08:58 Uhr

Vielen herzlichen Dank, Donna. Momentan bin ich etwas verwirrt und stehe neben mir. Ich bin mir gar nicht sicher, ob ich überhaupt hierher gehöre. Ich bin eigentlich ganz normal. Stehe überhaupt nicht auf Lack, Leder oder Latex, trage nie(!)Schwarz. Woran merkt man denn überhaupt, dass man "anders" ist? Gut, eigentlich weiß ich schon, dass ich anders bin. Ich weiß nur noch nicht in welcher Form.

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Profil unsichtbar.

Gelöscht.

20.07.2007 um 10:43 Uhr

geändert am 20.07.2007 um 12:19 Uhr

Lilady, herzlich willkommen hier.

Die Fragen, die Dich heute über Berge und durch Täler wandern lassen und nach Antworten suchen, stellen sich täglich neu.

Antworten gebären nun mal Fragen. Damit ist niemand allein. Jeder erlebt es nur anders.

ich bin sicher, das Einzige, was wir Menschen uns geben müssen ---ist Zeit.

Erkenntnis braucht Zeit. Das gilt für alle Menschen, jeder erlebt die Zeit nur anders.

ich bin, im Bezug auf Deine Jugend, eine alte Frau. Uns unterscheidet lediglich, dass ich weiter zurückblicken kann, als vorweg und Du weiter vorweg blickst, als eben zurück. Du bist, was ich gewesen (jung) und wirst, was ich jetzt bin (alt). Der Blickwinkel ist nur anders.

Verstehst Du? ich könnte heute sagen, Du habest viel mehr vor Dir als ich, während Du sagen könntest, ich wisse schon mehr, als Du wissen kannst. Beides stimmt und stimmt doch wieder nicht.

Denn:

Jedes Leben birgt die Zeiten der Jagd nach Antworten und die, in denen Fragen gleichermassen zuzuschütten drohen. Immer wieder! ( weil wir leben, so lange wir leben)

Heute weiss ich, Eile ist nicht nötig, Zweifel heben sich gegenseitig auf, entstehen neu und entpuppen sich irgendwann als blanke Irritationen.

Die Frage des Anders-Seins ist nach meiner Lebenserfahrung nicht richtig, denn wir alle sind anders als jeder andere.

Die Suche, die Dich jetzt treibt, ist wahrscheinlich ähnlich (und kaum mehr), wie die des Anders-Werdens beim ersten Entdecken des wachsenden Busens, während des Übergangs vom Kind zur Frau. Auch da stehen viele vor dem Spiegel, berühren sich erstaunt, vielleicht sogar erschrocken, erwartungsfroh und neugierig, eilig, endlich die Erfahrungen dem Körperbau anzugleichen oder verhalten, völlig irritiert, was nun mit der Veränderung an Neuem geschieht. Jeder erlebt das anders.

Männer erleben das anders und wahrscheinlich gleichermassen irritiert, gespannt, neugierig, ängstlich, eilig, forschend.

Nach dem ersten Kuss scheint sich die Erde aufzutun oder zu verhärten, die ersten fremden Hände unter der Bluse, der erste Sex, die ersten Erwartungen, die sich nicht soooo erfüllen, die ersten, alles übertreffenden Erlebnisse, die die Welt zum Stehenbleiben veranlassen…… Jeder erlebt das anders.

Nun scheint es die Vermutung zu sein, nicht bestimmen zu wollen, sondern bestimmt zu werden, nicht zu wünschen, sondern zu entdecken, nicht zu finden, sondern gefunden werden, nicht zu obsiegen, sondern zu unterliegen, nicht zu enthalten, sondern hinzugeben……

Wie es für Dich heisst, sich anfühlen soll oder muss, wird in Deinen Worten anders klingen als in meinen. Jeder erlebt das anders, artikuliert es anders.

So, wie Du Dich darauf einlassen musstest, weil die Natur keine andere Möglichkeit bietet, Deinen Brustumfang anzunehmen, so wird sich das Fühlen der Sehnsucht nach dem, was Dir bisher so undefinierbar erscheint, wie eben die erreichte Körbchengrösse, irgendwann erklären. Jeder erlebt das anders.

Ob jemand erotisch empfindet in Lack und Leder oder mit einer Zahnbürste im Mund den anderen zu berühren, muss jeder für sich fühlen und annehmen. Es finden sich immer die, die sich darin finden, sich gegenseitig anzunehmen und hinzugeben. Nichts kann passend gemacht und haltbar zugleich sein. Jeder erlebt das anders.

Was Du gerade durch - machst, ist anders und doch das Gleiche, wie das, was der Familienvater erlebt, der nach 20 Jahren Ehe plötzlich begreift, er hat sich in den Briefträger verliebt. Es ist anders und doch das Gleiche, wie das, was eine Ehefrau mit zwei Kindern irritiert, die sich gerade in die Nachbarin verliebt, während ein Mann, der bisher seine Jeans nicht wegzudenken vermochte und nun wissen will, wie sich halterlose Strümpfe auf seiner Haut anfühlen.

Jeder erlebt sein Leben anders und geht viele Wege immer neu.

"Bin ich möglicherweise doch anders, als ich bis eben noch dachte, dass ich bin"....ist vielleicht DIE überraschende Erkenntnis, die uns Menschen unangekündigt immer mal wieder überfällt. Das ist keine Frage der Normalität, sondern nichts weiter, als Kennenlernen. Es kommt uns normal vor, wenn wir andere kennen lernen...und wir vergessen manchmal, wir lernen mit jedem Atemzug auch uns (selbst) immer besser kennen. (So wie aussen, so auch innen, ist nicht nur ein Instrument des Marketings (CI), sondern Gesetz des Lebens, nur eben ungeschrieben.)

"ich dachte, ich kann nur 79 cm hoch springen, dabei schaffe ich 115 cm", nehmen wir einfach so hin.....weil es eben überraschend, aber normal ist.....mit der Sexualität aber ist es ebenso.

Nimm Dir Zeit, suche nicht zwanghaft, lerne Dich kennen, frage nicht, wohin Du gehörst oder wo?hinein? Du passt, fühle Dich, probiere Dich aus, bewerte Dich nicht, sondern erlebe Dich, vergleiche nicht, sondern lass Dir die Freiheit der Erkenntnis, völlig unabhängig davon, was andere dazu sagen oder darüber denken. Jeder erlebt das anders.

Die Tatsache, dass -wohin Du auch kommst, immer alle anders sind -als Du, und Ähnlichkeiten keine Identität ergeben, zeigen: Nirgends bist Du allein, obwohl Du Lack und Leder nicht brauchst.

Verstehst Du?

Uns Menschen verbindet, dass wir alle anders sind. Damit sind wir also alle normal. Wenn Du das für Dich annehmen kannst, wirst Du Dich entdecken.

Sei gespannt, froh, fröhlich, denn das Leben ist wundervoll und voller Wunder.

Herzliche Grüße

pursoumise

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kitten

Autorin.

20.07.2007 um 14:43 Uhr

Danke für die ermutigenden Worte. Ich hatte schon immer diese Züge an mir. Man bezeichnete sie aber als "sexuell gestört" und ich versuchte sie abzutrainieren und zu verbergen. Das kann und will ich aber nun nicht mehr. Ich fand immer die Männer toll, die sich überlegen gaben, souverän, selbstsicher, mich aufblicken ließen. Bestimmte einer über mich, war es das tollste! Wurde ich aber zum überlegen Part(was sich komischerweise innerhalb der Beziehung oft wandelte), war es aus. Ich denke mittlerweile, dass eine "normale" Beziehung mir nicht mehr ausreicht. Ich möchte einfach ganz und gar zu jemandem gehören. Ich wünsche mir eine Beziehung in der ich so sein kann, wie ich bin und deshalb nicht als schwach sein angesehen werde. Ich möchte mich nicht mehr verbiegen, etwas spielen, das ich nie sein werde.

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donna

Autorin. Vereinsmitglied.

20.07.2007 um 23:11 Uhr

Liebe Lilady,

der erste und vielleicht auch der schwierigste Schritt ist der, sich selber einzugestehen, was man ist und wer.

So erging es mir.

Sexuell gestört....hmmm... ist nicht jeder irgendwie gestört, der nicht in die einfache Norm passt? Und bringt man nicht gerade denen, die ihren Weg gehen und zu sich stehen, mit sich selbst im Reinen sind (ob nun offen zeigend oder nur für sich) eine gewisse Achtung entgegen? Liegt es nicht in der Natur des Menschen, dass ein Mensch den Ton angibt und ein anderer diesem folgt? Ist es nicht in allen Bereichen des Lebens so, in denen etwas erreicht wird und gute Zusammenarbeit Garant ist? *schmunzel*

Dass dir eine normale Beziehung nicht mehr ausreicht, zeigt mir aus meiner Sicht, dass du mehr möchtest. Tieferes. Das spricht für dich.

Ich kann nur sagen, dass für mich nie eine normale Beziehung tiefer war als die, die ich jetzt mit meinem Mann führen darf, da ich mich noch nie in einer normalen Beziehung so öffnen und schenken durfte und auch so viel zurück bekam wie jetzt.

Wichtig ist nur, dass du dich nie brechen lässt und dass du dir immer selber sagen kannst: "Das ist es, was ich will"

Wenn du einen Partner findest, der dich annimmt so wie du ihn, dann wird er dich führen, formen und dich gemeinsam entdecken.

Ich wünsche dir auf deinem Weg genügend Spürsinn und vor allem Geduld, deine Erfahrungen zu sammeln.

Liebe Grüße

donna

PS.: was gaaanz wichtig ist... fragen, fragen, fragen..

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kitten

Autorin.

21.07.2007 um 17:07 Uhr

Ja, Fragen habe ich viele. Ich traue mich aber nocht nicht alle jetzt hier so öffentlich zu stellen, aber ich fange mak an:

Woran kann man erfahren wie weit man zu gehen bereit ist? Woran erkennt man den richtigen Partner dafür? Gibt es auch D/S Beziehungen die nicht 24/7 sind? Worin besteht der Unterschied?

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donna

Autorin. Vereinsmitglied.

21.07.2007 um 23:21 Uhr

geändert am 21.07.2007 um 23:24 Uhr

Du stellst gute Fragen.. *lächelt* und ich denke, ich werde nicht die einzige sein, die ihre Meinung dazu schreibt. Es ist auch wichtig, dass ich nicht die einzige bleibe, da es viele Menschen gibt und daher viele Meinungen.

Ich finde es gut sich solche Fragen auch immer wieder selber zu stellen.

Wie weit du bereit bist zu gehen, wirst du mit der Zeit wissen. Wenn du mehr weißt. Mehr über dich selber erfahren hast. Einen Partner findest, der mit dir zusammen deine Wünsche und Sehnsüchte entdeckt.

Hmm... der richtige Partner... sehr schwierig... ich würde ihn so definieren...jemand, der nicht nur daran interessiert ist dich vor sich kriechend zu sehen und dich nur benutzt, sondern der sich für dich als Mensch interessiert, in allem was dich bewegt und beschäftigt.

24/7.. auch so eine Definitionssache. Manche sind der Meinung es wäre nur 24/7 wenn Dom 24 Stunden immer nur Dom ist und sub immer nur 24 Stunden sub. Also Dom 24 Stunden nur bestimmt und superstreng ist und sub eben nur immer dient. Ich glaube, das ist so mal für ein schönes Wochenende oder ein paar nette Tage machbar, aber in einer realen Partnerschaft mit allem was eine Beziehung ausmacht wohl eher nicht. Wo blieben da die Schwächen, ganz einfach das Alltägliche, was eine Partnerschaft ausmacht? Für beide!

Es gibt auch die "nur" Spiele-Beziehungen. Zwei treffen sich um Spaß zu haben. In solchen Beziehungen ist es einfach, seinen Part für die Zeit zu "spielen", die eben geplant ist. Danach geht man ganz einfach wieder in sein "normales" Leben zurück.

Für manche mag dies reichen.

Wenn du Fragen hast die du nicht öffentlich stellen möchtest dann schreib Kurznachrichten oder eine Mail

Jesses... *lach*... ich les mich als ob ich mit meinen 43 Jahren schon soooooo lange dabei wäre, eine echte Szene-Tussi eben.*megabreit zu Nubes grinse*. Dabei sind es mal gerade 4-5 Jahre. Ich bin also selber noch am Anfang. Aber ich habe gelernt und weiß was mir wichtig ist...*lächelt*

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kitten

Autorin.

21.07.2007 um 23:55 Uhr

Naja, 4, 5 Jahre ist ja schon eine ganze Zeit. Ich weiß, dass ich eine 24/7 Beziehung nicht führen könnte. Ich will mich als Individuum nicht verlieren. Aber eine "Nur-Spiel-Beziehung" würde ich ebenso wenig wollen. "Nur-Spiele-Beziehung", wie meinst du das, Donna? Eine Beziehung, wo man sich nur trifft, um zu spielen(die also gar keine richtige Beziehung ist), oder eine Beziehung in der ab und zu gespielt wird und die sonst normal gelebt wird? Also, ersteres wäre ganz und gar nichts für mich, denn zu Sex gehört für mich Liebe und Vertrauen. Außerhalb einer Beziehung könnte ich mich nie so hingeben.

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donna

Autorin. Vereinsmitglied.

22.07.2007 um 00:27 Uhr

Also, ich bin so frech und behaupte, wir, der Greif und ich, führen auch eine 24/7 Beziehung. Wir haben Kids, daher ist es nicht möglich den ganzen Tag DOM/sub zu sein. Ich meine damit die Peitsche zu schwingen oder zu kriechen. Wir sind ein ganz "normales" Ehepaar, mit allem was dazu gehört. Aber eben auch mit den kleinen versteckten Gesten und Andeutungen. Jeder von uns beiden weiß um seinen Stand, auch wenn es nicht für andere sichtbar ist.

Jeder ist sich selber, mit allem was ihn ausmacht. Eben Mensch!

Ganz wichtig ist, wir sind aus Liebe zusammen.

Was SM für uns ausmacht, kannst du auf unseren Visitenkarten lesen.

Es gibt viele Paare hier in den Schattenzeilen. Viele Ehepaare.

Alle die ich kennen gelernt habe leben in ihren Beziehungen in erster Linie als Paar.

Mit einer "nur" Spiele-Beziehung meine ich keine echte Beziehung. Meistens ist es so, dass beide oder auch nur einer, eine reale Partnerschaft führt. Eben hin und wieder seine geheimen Wünsche auslebt, aus welchen Gründen auch immer. So viele Menschen es gibt, so viele Gründe wird es geben.

Ich gebe dir Recht, auch für mich ist alles was mit Erfüllung, Vertrauen, fallen lassen und Tiefe zu tun hat, nicht ohne Gefühl möglich.

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