BDSM-Geschichten und andere erotische Texte und Literatur

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Morgen, Kinder, wirds was geben

BDSM-Geschichte von Kaoru

Leselupe

Es war so unvermeidlich, wie der Sommer dem Frühling folgte. Und genauso unausweichlich, wie sich das Jahr dem Ende neigte, brach die Weihnachtszeit über die Welt herein. Tage und Wochen der Ruhe und Besinnlichkeit für die einen, familiärer Zusammentreffen für die anderen. Eine Zeit, in der viele Leute Urlaub hatten und diesen genießen konnten. Doch leider gab es auch genug, die trotz oder gerade wegen der Feiertage arbeiten mussten. Für jene gab es um diese Jahreszeit weder Ruhe noch Erholung, auch wenn sie hin und wieder die Möglichkeit fanden, den Druck etwas zu mildern.

Die Wände des Büros waren in dunkles Holz gekleidet, wirkten jedoch dadurch keineswegs schlicht oder modern. Im Gegenteil sah es so aus, als stünde man direkt in einer klassischen Holzhütte. Mit reichhaltigen Schnitzereien verzierte Simse boten Platz für handgefertigte Schneekugeln, Bilder oder alte Bücher. Die große Doppeltüre zierte ein ebenso detailliertes Motiv, das einen traditionellen Rentierschlitten zeigte, der durch eine Winterlandschaft fuhr. An dem Kleiderständer aus Eichenholz daneben hingen ein langer, roter Mantel mit weißem Saum und eine Kosakenmütze aus schwarzem Fell. 

Passend dazu trug der Mann, der in dem wuchtigen Sessel hinter dem nicht minder gewaltigen Schreibtisch saß, Hosen und Hemd aus rotem Stoff. Kniehohe, mit Fell gefütterte Stiefel und ein Gürtel aus glänzendem, schwarzem Leder vervollständigten die Kombination. Dichte Strähnen schlohweißen Haares fielen ihm über die Schultern und wurden durch einen sauber gestutzten Vollbart in gleicher Farbe ergänzt. Seine Augen waren so kohlrabenschwarz wie die Tätowierungen auf seinen Unterarmen, die sichtbar wurden, da er die Hemdsärmel hochgerollt hatte. Am rechten Arm prangte das schwedische Wort STYGG, am linken SNÄLL und zusammen fassten diese seine Wertvollstellung recht gut zusammen.

Leider war jene selbstauferlegte Motivation jedoch auch die Ursache für den virtuellen Stapel an Akten, der auf dem Monitor seines Computers lauerte und den es abzuarbeiten galt. Dummerweise konnte er diese Aufgabe auch nicht an einen seiner Mitarbeiter delegieren, denn das überstieg ihre Gehaltsklasse. So sagte man zumindest, denn sie wurden für ihre Arbeit nicht anders entlohnt als er selbst und Geld spielte dabei keine Rolle.

Als es nun an der Türe klopfte, nahm er das als willkommene Abwechslung und erhob seine Stimme zu einem lauten: „Komm herein!“

Im nächsten Moment huschte eine seiner Mitarbeiterinnen herein und trat vor seinen Schreibtisch. Für ihre Position wirkte sie noch recht jung, doch genau wie bei ihrem Chef konnte man ihr wahres Alter schwer abschätzen. Gekleidet war sie in ein grünes Kleid mit weißem Saum, das recht nördlich vom Knie endete. Grün und weiß gestreifte Strümpfe schützten ihre langen Beine dabei nicht nur vor Kälte, sondern betonten diese noch zusätzlich. Schwarzes Haar fiel ihr über den Rücken und als sie sich eine Strähne zurück strich, wurde für einen Moment ein spitz zulaufendes Ohr sichtbar. In ihrer Hand hielt sie ein Tablet, auf dass sie jetzt noch einmal einen kontrollierenden Blick warf.

„Ich habe hier die letzten Berichte von Abteilung Sechs. Die Spielzeuge für Erwachsene sind soweit alle fertig und werden einem letzten Test unterzogen“, meldete sie bewusst ruhig, wenn auch vielleicht einen Hauch zu schnell. „Die letzten Ergebnisse sind jedoch vielversprechend und die Abteilungsleiterin glaubt, dass sie rechtzeitig fertig werden wird.“

Er hatte ihr stumm und konzentriert gelauscht, die Ellbogen auf dem Tisch aufgestützt und die Finger verschränkt. Doch dabei war ihm weder ihre Hast entgangen, noch dass sie seinem Blick gekonnt ausgewichen war.

„Danke für den Bericht“, seine Stimme war tief, von geradezu einschmeichelnder Stärke erfüllt. „Ist das alles, Peri?“

Oh, vor dieser Frage hatte sie sich gefürchtet und für einen Moment war sie wie erstarrt. Dabei gab es doch nur zwei mögliche Antworten darauf, wobei jede für sich genommen ein gewaltiges Potential in sich barg. In Wahrheit hatte sie die Entscheidung jedoch bereits getroffen, als sie sich von der Leiterin von Abteilung Sechs zu einem kleinen Experiment hatte überreden lassen. Der Saum ihres Kleides war zwar recht kurz, aber doch lange genug, um etwas zu verbergen, zumindest vor jedem anderen. Aber es hätte ihr eigentlich klar sein müssen, dass sie ihn nicht belügen konnte. Und doch tat sie im nächsten Moment genau das.

„Ja, das war alles“, antwortete Peri ihm mit klarer Stimme und drückte ganz bewusst ihr Kreuz durch, in dem Versuch, ihn durch ihre Körperhaltung zu täuschen.

Ein vergebliches Unterfangen, das er nur auf eine Art und Weise würdigen konnte. Doch vorläufig beschränkte er sich darauf, seine Lippen in einem wissenden Lächeln zu teilen, während er vom Schreibtisch abrückte. Beide Arme ruhten auf den Lehnen des Sessels, ließen sie vorläufig noch im Dunkeln darüber, ob er ihre Worte vielleicht doch noch glauben schenkte oder es bereits zu spät war. Schließlich hob er langsam die rechte Hand und winkte sie heran, während er ihr die Tätowierung am zugehörigen Unterarm präsentierte.

„Komm zu mir, Peri!“, die Kraft in seiner Stimme war zu einer Forderung geworden, der sie sich nicht zu widersetzen traute. „Ich möchte mich mit dir darüber unterhalten, dass es sehr unartig ist, zu lügen.“

Mit einem lauten Klacken fiel die wuchtige Bürotür hinter ihr ins Schloss und entließ die Schwarzhaarige damit auch körperlich aus seiner Reichweite. Ein Umstand, der erst langsam in Peris Verstand einsickerte, während sie unbeweglich verharrte und versuchte, sich zu sammeln.

Was nicht ganz einfach war angesichts der Schmerzen, die in glühenden Wellen von ihrer Kehrseite ausgehend durch ihren gesamten Körper strahlten. Natürlich waren ihr die Konsequenzen für ihren Täuschungsversuch ebenso bekannt wie die Tatsache, dass sie damit niemals durchkommen würde. Ein geringer Trost dafür, dass ihr Hintern im Moment vermutlich in Leuchtkraft der Nase eines bestimmten Rentieres Konkurrenz machte.

Dass er beim `einfärben` ganz bewusst das kleine Spielzeug nicht entfernte, dass ihr in Abteilung Sechs verpasst worden war, hatte auch nicht unbedingt geholfen. Nein, das stimmte so natürlich nicht. Beides zusammen waren der Grund dafür, dass Peri im Moment noch etwas wackelig auf den Beinen war.

Das breite Lächeln auf ihren Zügen zeigte jedoch deutlich, dass die Leiterin der Abteilung und zugleich ihre beste Freundin Recht behalten hatte.

„Oh, das war es wirklich wert“, flüsterte sie verschmitzt, bevor sie sich in Bewegung setzte.

Selbst wenn sie bei jedem Schritt leicht zusammen zuckte, als sie sehr deutlich das kleine Geschenk spürte. Wobei Peri im Moment Zweifel an dessen Größe hatte, denn dank seiner schlagkräftigen Zuwendungen fühlte sie sich eher wie ein prall gefüllter Weihnachtsstrumpf. Und so angenehm es auch gewesen war, stand eines schon mal für sie fest.

Sie würde erst im nächsten Jahr wieder unartig sein.

 

 

 

Kommentare von Leserinnen und Lesern

14.06.2016 um 17:17 Uhr

Eine Geschichte, sehr gut geschrieben, Andeutungen die ein Kopfkino auslösen einfach wunderbar. Es wird eine zauberhafte Stimmung von dir erzeut.

26.12.2015 um 20:11 Uhr

Immer wieder schön deine Geschichten zu lesen. Sie regen zum träumen an und lassen einen wohlig seufzen. Lass mich tiefer in die Welt der Fantasie eintauchen 

26.12.2015 um 19:33 Uhr

Wieder einfach nur schön.

Diesmal in die "Traumwelt" verlagert malst Du auch in dieser Geschichte greifbare Bilder, wird die Szene für mich sichtbar. Die "unartige" Elfe, die notwendige Konsequenz, deren Ergebnis Du so wunderbar mit der Nase dieses gewissen Rentiers vergleichst. Wenn ich so richtig darüber nachdenke, hat sie wohl einen kleinen Nebenjob bei der "Stiftung Geschenketest" verdient. Schließlich hat der Tip der Freundin wunderbar funktioniert.

Danke für diese schönen Zeilen.

Signatur

Niemand ist gut genug, einen anderen ohne dessen Zustimmung zu regieren (Abraham Lincoln).

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