BDSM-Geschichten und andere erotische Texte und Literatur

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Die Lektion

BDSM-Geschichte von Kaoru

Leselupe

Mit einem erleichterten Seufzer warf Nick die Wohnungstüre hinter sich zu und legte Schlüssel, Jacke und Brieftasche auf ihren angestammten Plätzen im Vorraum ab. Sein kurzes, blondes Haar glitzerte noch feucht vom Regen, der ihn auf seinem Heimweg begleitet und seine Stimmung nicht unbedingt aufgehellt hatte. Man hätte schon blind und taub sein müssen, um zu übersehen, dass heute kein guter Tag für ihn gewesen war.

Und das war noch mehr als untertrieben, denn seine Gedanken hingen immer noch an den Aufgaben, die er heute zu bewältigen gehabt hatte und die er nicht unbedingt zu seiner Zufriedenheit hatte lösen können. Alles in allem keine gute Voraussetzung für einen entspannenden Abend, also nahm er sich vor, etwas Abstand zu gewinnen, bevor er sich ganz seiner Freundin widmete.

Leider schien sie jedoch bereits etwas anderes geplant zu haben, denn kaum betrat Nick das Wohnzimmer, erhob sie sich vom Esstisch und ihrem Computer dort. Manche Leute hatten einfach das Glück, einen Teil ihrer Arbeit zu Hause verrichten zu können, doch machte er ihr deswegen mit Sicherheit keinen Vorwurf.

Lauren war einen halben Kopf kleiner und hatte schulterlanges, rotbraunes Haar. Wache grüne Augen blitzten über einer von Sommersprossen gesprenkelten Nase, die sie nun in einer kritischen Geste runzelte. Im Gegensatz zu ihrem Freund konnte sie bei ihrer Arbeit auf formellere Kleidung verzichten und beschränkte sich auf eine Trainingshose und eines seiner Shirts. Ein Shirt, das perfekt verbarg, dass sie zumeist nichts darunter trug, auch wenn ihm dieser Gedanke im Moment nicht in den Sinn kam.

Doch seine Stimmung konnte er vor ihr nicht verbergen und so überbrückte sie wortlos den verbliebenen Abstand und umarmte ihn. 

„Schlechten Tag gehabt, hm?“, wollte Lauren dann wissen, als sie ihren Kopf auf seine Schulter bettete.

„Ein verdammt schlechter Tag“, bestätigte Nick, als er die Arme um sie schloss. „Aber damit will ich dich nicht behelligen. Gib mir einfach ein paar Minuten, okay?“

Doch kaum hatte er die Worte ausgesprochen, wurde ihm selbst bewusst, dass es diesmal vielleicht doch nicht so einfach war, auf andere Gedanken zu kommen. Aber trotzdem wäre es unfair gewesen, Lauren damit zu belasten, schließlich sollte sie sich keine unnötigen Sorgen machen. Das Beste wäre daher wohl, wenn er...

Nick konnte den Gedankengang nicht vollenden, als sie ihm zuerst einen Klaps auf den Rücken verpasste, und bevor er reagieren konnte, stemmte sie die flachen Hände gegen seine Brust und drückte sich aus der Umarmung heraus. Seine Verwunderung wuchs noch, als sie ein paar Schritte zurückwich und den Kopf schüttelte.

„Tja, wenn deine Stimmung wirklich so schlecht ist, dann will ich mich nicht anstecken lassen“, erklärte Lauren bestimmt. „Geh lieber noch eine Runde spazieren oder verzieh dich ins Schlafzimmer. Kein Grund, mich bei meiner Arbeit zu stören, du Miesepeter.“

Im ersten Moment war Nick über ihr ablehnendes Verhalten mehr als nur überrascht und sichtlich irritiert. So kannte er sie bislang nicht und verwundert wollte er schon fragen, was los war, als sein Blick ihr Gesicht fand.

Sie waren lange genug zusammen, sodass er die Zeichen deuten konnte. Lauren hatte ihre Unterlippe zwischen den Zähnen, um das Grinsen mit knapper Mühe zu unterdrücken, und doch tanzte der Schalk im schelmischen Blick ihrer grasgrünen Augen. Heiß wusch die Erkenntnis ihrer bewussten Provokation durch seine Adern und drängte sich gegen die düstere Stimmung in seinem Geist. Ein Teil seiner selbst konnte einfach nicht anders und musste auf dieses Verhalten reagieren.

„Wie hast du mich gerade genannt?“, wollte Nick wissen und in seinen Worten lag eine unterschwellige Strenge.

„Oh großartig, jetzt bist du auch noch schwerhörig. Also wirklich, womit bin ich heute nur gestraft“, seufzte Lauren theatralisch auf, bevor sie sich umdrehte und davon schritt. „Weißt du, ich hätte mir doch jemand anderen suchen sollen, um meine...“

Was auch immer sie noch sagen wollte, ging in einem erschrockenen Aufschrei unter, als sich sein Arm um ihre Hüfte legte und sie kurzerhand zur Couch zog. Obwohl Widerstand zwecklos war, fluchte Lauren und strampelte mit den Beinen und nahm sich vor, das wohlige Kribbeln zu ignorieren, das sich durch ihren Körper vorarbeitete.

Vergebliche Liebesmühe war beides, denn Nick hatte entschieden, dass sie weit genug gegangen war. Kurzerhand drängte er die Rothaarige hinter die Couch und war weiter ignorant gegenüber seinen Gefühlen, als er ihr die Hand zwischen die Schulterblätter legte. Als er den Druck erhöhte und ihren Oberkörper über die Rückenlehne beugte, wusste sie bereits, was kam, und das Strampeln hörte auf.

„Thalla is gròb! Lass mich los, du elender Mistkerl“, fluchte Lauren dennoch weiter, während sie sich mit den Händen bereits auf der Sitzfläche abstützte und ihre Füße drohten, den Kontakt zum Boden zu verlieren. „Wehe, du wagst es auch nur...“

Während ihres Gezeters und Geschimpfes hatte Nick kurzerhand den Bund ihrer Trainingshose ergriffen und diese zusammen mit dem Slip darunter bis zu ihren Knöcheln hinab gezogen. Ihrem Fluchen machte er dann kurzerhand ein Ende, als seine flache Hand auf ihre Kehrseite hinab sauste.

Kraftvoll genug, um Lauren ein gepeinigtes Keuchen zu entlocken, als der Schmerz des Schlages ihren Körper durchzuckte. Ein Schmerz, dem es ohne Probleme gelang, nicht nur in ihren Geist vorzudringen, sondern auch in ihren Unterkörper. Hatte sie es vielleicht doch ein wenig übertrieben?

Die Antwort auf diese Frage erhielt sie im nächsten Moment, denn Nicks Konzentration schien auf ihre Kehrseite fokussiert und erneut hob er seine Hand, um in rascher Folge weitere und keineswegs leichtere Schläge dem ersten folgen zu lassen.

Bei den ersten gelang es Lauren noch, nicht mehr als ein Keuchen von sich zu geben und zwischen den schmerzhaften Stichen weitere Flüche zu platzieren. Doch als sich ihr Hintern langsam rötete, kamen ihr die ersten Schluchzer und Schmerzenslaute über die Lippen. Als Nick schließlich sein Werk vollendet hatte, wimmerte sie nur leise.

„Was sagst du zu mir?“, wollte er wissen, als er sich über sie beugte und die tränennasse Wange seiner Sub küsste.

„Es tut mir leid...“, begann diese und zog im nächsten Moment scharf die Luft ein, als seine Finger über ihre geschundene Kehrseite und direkt zwischen ihre Beine strichen, „... es tut mir leid, Master. Bitte, verzeih mir.“

„Entschuldigung akzeptiert, denn ich höre, dass es dir wirklich leid tut und du es ernst meinst“, erwiderte Nick und schmunzelte über die nicht unerwartete Entdeckung, die seine Finger machten. „Und wie ich sehe, hat dir das ganze doch ein klein wenig gefallen. Oder etwa nicht?“

Die Antwort auf diese Frage war für beide mehr als offensichtlich, dafür kannten sie sich bereits zu lange. Und wenn noch Zweifel bestanden hätten, wären diese in dem Moment ausgeräumt worden, als Lauren den Kopf zu ihm umwandte, um ihn anzublicken. Die Leidenschaft, die sich darin zeigte, brannte jeden Zweifel davon und das devote Vertrauen in ihrem Blick wurde von der dominanten Versicherung in seinen Augen vervollständigt. Im nächsten Moment gelang es ihr, einen Arm zu heben und zwischen ihren Fingern blitzte die quadratische Verpackung eines Kondoms hervor.

„Clevere Sub“, neckte Nick sie, als er Lauren küsste und seine Hose öffnete.

 

***

 

Der Regen prasselte leise gegen das Fenster und bildete ein sanftes Hintergrundgeräusch zu dem sanften Atmen der beiden Personen im Raum.

Nick lehnte sich entspannt auf der Couch zurück und hielt die Arme um die anschmiegsame Form seiner Freundin und Sub geschlossen, die es sich in einer Decke gewickelt auf seinem Schoss gemütlich gemacht hatte. Lauren kuschelte sich so eng wie möglich an ihn und obwohl ihr Hintern noch schmerzte - ein Umstand, der ihr trotz aller Anstrengungen irgendwie so ganz und gar nicht missfiel - genoss sie die Nähe seines Körpers und hatte ihren Kopf an seine Brust gelehnt, um seinem Herzschlag zu lauschen.

„Danke“, seine Stimme war leise, aber die tiefe Ehrlichkeit hinter seinen Worten zauberte ein zufriedenes Lächeln auf Laurens Züge. „Danke, dass du mir geholfen hast.“

„Erste Lektion für eine Sub“, begann sie in einem dozierenden Tonfall. „Wenn sich ein Dom um dich kümmert, dann ist es deine Aufgabe, dich auch um ihn zu kümmern.“ Sie hatte es mit übertrieben ernster Stimme gesagt und fiepte nun kurz auf, als Nicks Finger ihren Hintern berührten: „ „Natürlich wäre es vielleicht klüger von mir gewesen, dich nicht ganz so sehr zu provozieren, nur um dich von deiner düsteren Stimmung zu befreien.“

Ihre Worte entlockten ihm ein durch und durch offenes und amüsiertes Lachen: „Also ich bin ganz und gar nicht der Meinung. Schließlich kannst du nicht leugnen, dass es dir genauso gut gefallen hat wie mir.“

„Du bist unmöglich“, erwiderte Lauren und hob den Kopf, um ihn mit gerunzelter Stirn und einem missbilligendem Blick zu strafen.

„Hast du gerade die Stirn gerunzelt?“, seine lockere Stimmung war nicht gänzlich verschwunden, aber ein dominanterer Unterton mischte sich in seine Antwort und verlangte eine Antwort auf seine Frage.

Obwohl sich Lauren größte Mühe gab, gelang es ihr nicht ganz, die gerunzelte Stirn zu glätten. Oder das von furchtsamer Erregung gespeiste Glitzern in ihren Augen zu verbergen, als sein Blick den ihren fand. Das schmerzhafte Ziehen in ihrem Hintern schien plötzlich entschieden zu haben, eine Abkürzung zwischen ihre Beinen zu nehmen und sie zu einer weiteren Dummheit verleiten zu wollen.

Sie wusste bereits, dass er sie durchschaute, noch bevor sie ganz offen log: „Ähm ... nein Master.“

 

 

 

Kommentare von Leserinnen und Lesern

Profil unsichtbar.

Gelöscht.

16.06.2016 um 14:30 Uhr

Nette Geschichte 

15.06.2016 um 20:00 Uhr

Nett, gut zu lesten, lustig und erregend. Feinfühlig wie immer

Profil unsichtbar.

Gelöscht.

01.09.2015 um 22:58 Uhr

Prima Geschichte! 

27.06.2015 um 15:28 Uhr

-:) fast wie im "richtigen Leben".

16.06.2015 um 00:41 Uhr

Eine Geschichte wie sie in vielen Haushalten täglich vorkommen könnte. Wie oft ist der Hausherr in der Firma geärgert worden, hat schlechte Laune, ist mies drauf. Wie oft wartet "die bessere Hälfte" voller Vorfreude auf ihn und ist dann sehr enttäuscht. So ist es vermutlich schon Jedem von uns ergangen.

Aber so gefühlvoll davon erzählen und dann so nett auflösen können das nur wenige. Du kannst es besonders gut, Kaoru. Dafür ganz lieben Dank

Signatur

Mit freundlichen Grüssen

Rote Sonne

Profil unsichtbar.

16.04.2015 um 21:03 Uhr

Eine total greifbare Geschichte, einfach glaubhaft und nachvollziehbar. Ich mag auch Deinen Schreibstil, ganz besonders, wenn er im hier und jetzt spielt. Es ist mal wieder eine ganz typische Kaoru-Erzählung mit schönen Umschreibungen und vielen kleinen Details. Ich möchte auch die gelungene Unterbrechung, die einem einen schönen Freiraum für eigene Gedanken gab.

Danke für Deine berührenden Zeilen.

Signatur

Auch wenn wir alle ähnlich sind, so lernt, denkt, fühlt und handelt jeder Mensch auf seine ganz eigene Art und Weise!

Profil unsichtbar.

Gelöscht.

15.04.2015 um 22:45 Uhr

...nett... Halt eine Situation wie sie im Alltag mal so passieren kann *g* die Geschichte ist schön nah am Leben dran

Mai

Autorin.

14.04.2015 um 11:19 Uhr

Ich mag ja gerne Geschichten, mitten aus dem BDSM-Beziehungsalltag. Ohne viel Pathos. Deshalb finde ich sie auch nett.

Dass Du dazu neigst, ausgefallene Adjektive direkt zu wiederholen, hab ich Dir glaub schon mal gesagt. Hier ist es "kurzerhand". Beim  ersten schreiben einer Geschichte passiert mir das auch immer.

Ich achte aber immer bei der eigenen Korrektur drauf. Und wenn mir keine entsprechende Alternative einfällt, dann bemühe ich meinen Lieblings-Synonym-Automaten:

Link

Nur so als kleiner Tipp.

Ansonsten, ja, wie gesagt, sie ist nett. Schrammt aber schon ein Stückchen an der Belanglosigkeit vorbei.

Aber gut zu lesen, ohne Längen und handwerklich ordentlich.

12.04.2015 um 20:55 Uhr

Es erfordert Mut einen übelgelaunten Dom zu provozieren,

es sei denn das Frau ihn gut genug kennt.

Unterhaltsam.

Profil unsichtbar.

Gelöscht.

12.04.2015 um 20:36 Uhr

Weil es der Wahrheit entspricht und real ist 

Berücksichtigt wurden nur die letzten Kommentare.

Zu allen Beiträgen im Forum zu dieser Veröffentlichung.

 

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