Schattenzeilen - Erotische Geschichten, Gedichte und andere Literatur über BDSM und Fetisch

Zusammenfassung Zusammenfassung

Ganz gleich, wie man den Film für sich persönlich wertet, eines ist er am wahrscheinlichsten: Dekadent. Er erzählt unter anderem die Phantasien der Kunden von Frau Ai, eine Edelprostituierte, die bei einer Hostessenargentur arbeitet und insbesondere Geschäftsmännern, die Erniedrigung und mitunter auch lebensgefährliche Praktiken ausleben wollen, zur Verfügung steht.

Nutzer Ryu Murakami

Unsichtbar.

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Dieser Film wurde am 08.02.2008 in der Rubrik Spielfilm vorgestellt.

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Textnummer zum schnellen Wiederfinden: 766

 

Tokyo Decadence uncut

von Ryu Murakami

( )
Über diesen Film teilen sich die Meinungen. Die einen sagen, dass es nicht wirklich etwas mit BDSM zu tun hat, wenn die junge Frau Ai schweißüberströmt und beinahe bis zum Zusammenbruch hinter einem Hochhausfenster strippen muss, wenn sie mit Handfesseln und Halsband über den Teppich kriecht oder festgebunden und maskiert die Phantasien ihrer Kunden über sich ergehen lässt. Andere finden den Film richtig gut, können sich nicht daran satt sehen und argumentieren mit der vielschichtigen, verzweigten Handlung und einem intensiven Filmexperiment.

Ganz gleich, wie man den Film für sich persönlich wertet, eines ist er am wahrscheinlichsten: Dekadent. Er erzählt unter anderem die Phantasien der Kunden von Frau Ai, eine Edelprostituierte, die bei einer Hostessenargentur arbeitet und insbesondere Geschäftsmännern, die Erniedrigung und mitunter auch lebensgefährliche Praktiken ausleben wollen, zur Verfügung steht. Frau Ai hofft, während sie die Demütigungen über sich ergehen lässt, auf die Wiederbegegnung mit einer vor Jahren getroffenen großen Liebe. Sie klammert sich dabei an die Vorhersage einer Wahrsagerin, sie werde ihren Geliebten eines Tages wieder treffen. Im Verlauf der Geschichte steigert sich jedoch das Erlebte zusehends und Frau Ai erfährt schließlich sogar die Nähe von Drogen und roher Gewalt.

Der Film, der in den neunziger Jahren für Aufsehen sorgte, liegt hier in einer angeblich völlig unbeschnittenen Fassung vor.

FSK: Freigegeben ab 18 Jahren
Studio: Ascot Elite Home Entertainment
DVD-Erscheinungstermin: 20.09.2007
Spieldauer: 113 Minuten

Bild zum Text Hier findest Du weitere Informationen.

 

 

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Kommentare von anderen Leserinnen und Lesern

25.07.2009 um 11:16 Uhr

3 Kommentare.

Mehrfach gesehen, vor kurzem noch mit einem Freund, deshalb mal kurz was zum Film:
Die Anfangsszene mit der Dame auf der Fensterbrüstung ist der Knaller, einfach nur geil, aber dann flacht es zusehends ab, wird komisch, brutal, wirkt entfremdet, bis lächerlich, den Schluss verstehe ich gar nicht, auch nicht nach mehrmaligem Sehen, irgendwo in der Handlungsebene gehts ja wohl in die Rückblende, wahrscheinlich bei der Szene auf der Toilette, wo die weibl. Hauptperson den Ring auspackt.
Empfehlenswert, sehenswert sicherlich, weil fast (?) Kult, aber für Einsteiger in die Thematik bdsm, ich weiß nicht, ich glaube, eher nicht, dazu ist der Film zu skurril.

grüße, Hurricane


04.03.2009 um 08:21 Uhr

Profil unsichtbar.

paar mal angesehen in den letzten Jahren.
Und immer wieder hin- und hergerissen.
Generell find ich persönlich Asiaten nicht wirklich erotisch,
das ist natürlich ne persönliche Geschmacksache.

Teilweise strotzt der Film vor billigen Klischees, manchmal ist er unfreiwillig komisch.
(Die Nummer mit der Atemreduktion)

Aber:
für mich persönlich ist diese Hotelzimmer-Fenster-&-Bodenkriechnummer ausgesprochen sexy.
Und wegen dieser Szene allein lohnt sich der Film für mich.

Signatur

die Mia

27.10.2008 um 21:55 Uhr

Autor.

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Vereinsmitglied.

817 Kommentare.

Tokyo Decadence habe ich mittlerweile in mehreren verschiedenen Fassungen gesehen. Die hier zuletzt im Fernsehen gezeigte ist sicherlich absolut nicht "uncut". Diverse durchaus eindrucksvolle Szenen mehr habe ich vor vielen Jahren in einem Programmkino gesehen.

Nubes hat sicherlich Recht, dass der Film die Bildsprache der "coolen" 80er Jahre benutzt, vor allem aber zeigt er ein SM, das die meisten von uns sicherlich nicht leben wollen und lässt zwischen durchaus erotischen Bildern durch die teiweise unästhetische und brutale Darstellung - man erinnere sich nur an den Crack - rauchenden, beinahe sterbenden Kunden - keinen Platz für eine erotische Grundstimmung.

Dennoch ein Klassiker und durchaus sehenswert - jedoch eher ein Sittengemälde als ein SM - Film.

Signatur

Ein Gentleman sollte alles ausprobiert haben - außer Inzest und Volkstanz. (Sir Thomas Beecham)

30.09.2008 um 12:17 Uhr

Autor.

Teammitglied.

Vereinsmitglied.

216 Kommentare.

Ich kenne den Film ebenfalls, aber es ist ziemlich lange her, dass ich ihn gesehen habe. Mich beeindruckten damals die ruhigen Bilder und - im Kontrast dazu - die Brutalität, mit der die Menschen in dem Film als Ersatz für menschliche Nähe und Wärme (Liebe) miteinander umgehen. Es handelt sich nicht um einen SM-Film, sondern SM wird hier als Meta-Ebene benutzt, um den Zustand einer Gesellschaft zu beschreiben.

Was man nicht vergessen darf, ist, dass der Film bereits von 1992 ist, also aus den ästhetischen Prinzipien der 80er Jahre schöpft. Das ist vielleicht vor allem für diejenigen interessant, die zur damaligen Zeit noch hauptsächlich damit beschäftigt waren, ihre Windeln vollzuk...

Nichts für ungut, aber dieser Film ist weder für SM-Einsteiger gedacht/geeignet, noch hat er irgendetwas mit den Reality-Soaps (darf man noch das Wort "Reportage" benutzen?) von heute zu tun. Hier lernt man nichts über SM, aber einiges über die japanische Gesellschaft an der Schwelle zur Moderne.

Signatur

Nubes == quod licet iovi, nonlicet bovi ==

29.09.2008 um 23:57 Uhr

81 Kommentare.

Ich habe den Film damals - in einer wohl zensierten Fassung - gesehen und kann nicht unbedingt nachvollziehen, was daran so "kultig" sein soll. In dieser Zeit bestimmt "aufsehenerregend" - aber mehr nicht.

Signatur

Gruß von yvette%

25.09.2008 um 14:31 Uhr

Autorin.

253 Kommentare.

Wie ich schon an anderer Stelle sagte, der Film zieht sich teilweise seeehr in die Länge, ohne eine einzige Aussage zu transportieren, vor allem die letzte halbe Stunde Film ist mir ein Rätsel. Für Anfänger würde ich etwas anderes empfehlen.
_______________

"If I could just hide - The sinner inside - And keep him denied - How sweet life would be - If I could be free - From the sinner in me (Depeche Mode)"

Signatur

_______________ "Das Herz stirbt einen langsamen Tod. Wirft Hoffnung auf Hoffnung, bis nichts mehr übrig ist. Keine Liebe - nichts." (aus: Die Geisha)

16.09.2008 um 23:34 Uhr

1 Kommentar.

Sehr langweilig. Aber für SM-Neulinge als erster Eindruck geeignet.

Berücksichtigt wurden nur die letzten Kommentare.

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