Schattenzeilen - Erotische Geschichten, Gedichte und andere Literatur über BDSM und Fetisch

Zusammenfassung Zusammenfassung

Über die Lust am Umräumen und Neugestalten - und über die vielseitigen Einsatzmöglichkeiten eines Sklaven bei dem ganzen Geschehen. Eigentlich eine völlig alltägliche Geschichte, vielfach erprobt und erlebbar. Sogar in Vanilla-Beziehungen.

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Dieser Text wurde am 05.02.2010 in der Rubrik SM veröffentlicht.

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Sklavendienste

von Neugierde

„Nein, Herrin, bitte! Das kannst du wirklich nicht von mir verlangen! Bitte nicht gerade heute!“
„Was soll das jetzt? Willst du dich schon wieder widersetzen? Gestern hast du schon dauernd wegen irgendwelchen Kleinigkeiten rumgenölt. Wo bleibt Dein so gelobter Gehorsam?“
„Aber Herrin, doch nicht heute – heute ist der erste Geschäftstag nach den Feiertagen! Da sind doch alle unterwegs und die Warenhäuser gestopft voll. Und dann noch UMEA! Bitte Herrin! Das ist doch der pure Horror da! Da sind heute Unmengen Leute! Du weißt doch, wie ich es hasse, mich mit so vielen Menschen um die Wette um irgendwelche Möbel zu streiten!“
„Eben, du wirst einfach zu frech. Deshalb wirst du jetzt dahin fahren und die Teile auf dieser Liste kaufen – ich hatte über die Feiertage genug Zeit zu planen und stelle es mir sehr schön vor, die Wohnzimmerschrankwand neu zu gestalten. Und übrigens – du hast es schließlich auch gern gemütlich!“
„Aber Herrin – es ist doch schon gemütlich hier, kann das denn nicht bis morgen warten? Heute haben wir doch frei. Ach komm’, ich koche Dir jetzt Dein Lieblingsessen und massiere Dir so richtig entspannend den Rücken mit dem guten Rosenöl – das magst du doch so gerne – bis wir essen können, und danach mache ich es Dir so richtig schön...“

„Es reicht! Du fährst da jetzt hin, hier ist die Liste. Und weil mich Dein ewiges Gejammere nervt, bringst du auf dem Weg dahin vom M-Markt auch gleich noch den Flachbildfernseher aus dem Angebot mit – den hängen wir dann noch zwischen die neuen Schränke an die Wand.“
„HERRIN!“
„Los jetzt! Um dreizehn Uhr bist du wieder zurück – dann kannst du mir immer noch mein Lieblingsessen kochen!“
„Herrin! Das sind ja nur drei Stunden! Wie soll ich das denn schaffen? Ich hab’ ja schon allein eine ganze Stunde Fahrzeit und heute ist der achtundzwanzigste Dezember! ALLE kaufen heute ein oder tauschen um!“

Endlich war er unterwegs – nicht ohne vorher noch ein wenig rumzujammern. Rosalie – ein wenig erschöpft von der sinnlosen Diskussion – ließ sich ein duftendes Schaumbad ein. Bei realistischer Betrachtung hatte sie drei, nein eher vier bis fünf Stunden Zeit, sich zu entspannen. Kerzen am Wannenrand, der neue Roman, den sie zu Weihnachten geschenkt bekommen hatte und – zur Feier des Nachfeiertages – ein Gläschen eiskalter Prosecco machten den Genuss perfekt. Nach eineinhalb Stunden im heißen Badewasser trocknete sie sich ab, rieb sich schön mit ihrer guten Körperlotion ein und zog sich an. Dann legte sie eine Diana Krall-CD ein, ließ sich von der warmen Stimme tragen, setzte sich mit einem Espresso auf die Couch und überlegte, wie die neue Schrankkombination aussehen würde. Schön würde es werden, und Thomas’ Hilfe konnte sie sehr dabei gebrauchen.
Ein rundum einsetzbarer Sklave war insgesamt eine sehr gute Sache, und hier waren seine Dienste ebenfalls unschätzbar, denn ihrer war – neben seinen übrigen Qualitäten – auch handwerklich sehr geschickt. Er jammerte zwar manchmal ein wenig viel, aber das ließ sie ihm meist durchgehen, weil er so viele Qualitäten hatte, ein guter, einfühlsamer Liebhaber war und ihr dazu im Alltag so viel abnahm. Letztendlich führte er alle Anordnungen korrekt und zu ihrer vollsten Zufriedenheit aus.

Um 14.25 Uhr kam Thomas zurück. Vollkommen entnervt trug er einen großen Karton mit dem neuen Fernseher und die UMEA- Kartons ins Haus und ließ sich stöhnend auf die Couch fallen.
„Du glaubst nicht, was da heute los war! Beim M-Markt habe ich erstmal gar keinen Parkplatz bekommen und dann noch ewig an der Warenausgabe gewartet und bei UMEA war mindestens die halbe Bevölkerung gleichzeitig. Grauenhaft! Ich dachte, ich werde wahnsinnig! Aber: Ich habe alles bekommen, was du mir aufgetragen hast. Jetzt bin ich völlig erledigt.“

Rosalie sagte gar nichts, sah ihn nur unfreundlich an.
„Rosalie – ich hab’ alles mitgebracht!“
„Aha – du kommst zu spät zurück und dann sprichst du mich auch nicht mal mehr korrekt an und begrüßt mich nicht richtig? Wo bleibt dein Respekt?“
Thomas sprang auf und kniete sich vor sie „Entschuldige bitte, Herrin! Ich bin einfach so erledigt.“
Rosalie hob eine Augenbraue, ansonsten blieb sie völlig ungerührt.
„Ach – jetzt hattest du drei Tage frei, konntest dich erholen, hattest außer ein paar kleinen Hausarbeiten und ein wenig kochen nichts zu tun, und dann bist du von ein paar kleinen Einkäufen – die du nicht mal in der entsprechenden Zeit erledigt hast – so geschafft?“
„Aber Herrin, ich habe mir doch alle Mühe gegeben!“
„Mühe geben ist manchmal ein bisschen zu wenig, oder? Oder bist du da anderer Meinung? Los, steh' schon auf!“
Thomas kannte diesen Ton – wenn sie so spitz in der Stimmer wurde, war höchste Vorsicht geboten.
„Herrin“, schmeichelte er und streichelte leicht ihren Nacken, „du siehst wunderschön aus und du riechst so verführerisch! Soll ich dir einen Kaffee kochen und dich ein wenig massieren? Leg’ dich doch so lange schon mal hin, ich komme sofort mit dem Kaffee – süß und stark, so, wie du in so gerne magst.“ Er küsste sie sanft auf die zarte Haut ihres Halses und pustete leicht darüber. Sie schnurrte leise.

Dann straffte sie sich und sagte: „So leicht kommst du jetzt nicht davon! Strafe muss sein!“
„Ach Herrin....“ Thomas war deutlich enttäuscht.
„Ich bin heute mal gnädig gestimmt. Es ist okay, wenn du nach dem Umräumen die neuen Möbel zusammenschraubst und mir hier zur Hand gehst. Trag' schon mal die Bücher nach oben in das neue Regal, der Schrank muss leer werden, bevor du ihn abbaust!“
Im letzten Moment verkniff sich Thomas seinen Protest – ein leises Seufzen konnte er nicht lassen. Er liebte und bewunderte Rosalie sehr, aber er hasste ihre spontanen Umräum- und Umbauaktionen!
„Jetzt jammer’ nicht rum – es wird wunderbar aussehen, wenn wir fertig sind!“
„Ja, wenn“, dachte er resigniert und trug den ersten Bücherstapel nach oben.
Drei Stunden später war die Schrankwand leer. Thomas begann die neu gekauften Schrankteile zusammenzuschrauben – wie immer ging es nicht ganz so leicht wie in der Anleitung beschrieben – und baute sie nach Rosalies Anweisungen auf. Dann hängte er den neuen Flachbildschirm auf und verband die Kabel mit dem Receiver.
Inzwischen war es früher Abend und er war völlig am Ende.
Rosalie dagegen war inzwischen bester Laune. Das Wohnzimmer sah jetzt genauso aus, wie sie es sich vorgestellt hatte. Richtig klasse!
Leider hatte sie sich ein wenig verplant und vergessen, die Regaltüren mit auf die Einkaufsliste zu schreiben – aber morgen war ja auch noch ein Tag und Thomas wusste ja jetzt schon, in welchem Regal der SB-Halle die entsprechenden Teile zu finden waren.

Jetzt stellte sie eine Platte mit Antipasti auf den Tisch und stieß mit Thomas, der frisch geduscht und erledigt ins Wohnzimmer kam, auf ihre neueste Einrichtungsänderung an. Schließlich wollte sie heute Abend gern einen gut gelaunten, willigen und motivierten Sklaven – sie hatten ja frei und konnten die Zeit zusammen genießen... und er wirklich wundervoll massieren...

Rosalie wachte auf. Mist, sie war nach ihrem anstrengenden Einkaufstrip eingeschlafen und musste doch noch die Schränke aus- und die neuen aufbauen. Morgens war sie gleich zu UMEA gefahren und hatte alles besorgt – in Gesellschaft tausender Anderer. Jetzt musste sie sich sputen, um mit dem ganzen aus- und umräumen und neu aufbauen fertig zu werden, bevor ihr Herr – Thomas – nach Hause kam. Selbst schuld – warum wollte sie denn schon wieder das Wohnzimmer umgestalten?
Ja, Thomas hatte es gern gemütlich und schätzte ihren guten Geschmack und ihre Einrichtungsideen, da ließ er ihr viele Freiheiten. Aber er hasste es zutiefst, nach einem anstrengenden Arbeitstag abends in ein Chaos zurückzukommen, wollte da den Abend genießen, bedient werden und sich entspannen und schon gar nicht mit Haushaltskram oder Jammern über volle Einkaufszentren behelligt werden.
Und er würde es sie sehr deutlich und nachdrücklich schmerzvoll spüren lassen, wenn sie nicht, wie morgens hoch und heilig versprochen, fertig mit allem geworden wäre - ihr Herr war bei weitem nicht so geduldig mit ihr, wie sie es in ihrem Traum gewesen war.

Seufzend begann sie, die alten Schränke auszuräumen.

„Ein Sklave“, dachte sie, „einer, der kräftig, geduldig, handwerklich geschickt und sehr willig ist. Das wär’s!“

 

 

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Kommentare von anderen Leserinnen und Lesern

07.08.2010 um 18:38 Uhr

15 Kommentare.

Hab laut und kräftig über die unerwartete Wendung in deiner Geschichte gelacht Neugierde - sehr schön!

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"Die üste hat die freie Wahl wählt sie ein W dann bleibt sie kahl wählt sie ein K dann wird sie nass die freie Wahl macht keinen Spass, wählt sie ein Br dann MACHT sie Spass!"

09.04.2010 um 00:46 Uhr

809 Kommentare.

hihihi

netter umschwung am ende

gruss

xenja

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~~~ vertraue den sternen deine wünsche an, schicke deine sehnsucht mit den wolken auf die reise, dann wirst du in deinen träumen die erfüllung finden. ~~~

01.04.2010 um 19:44 Uhr

6 Kommentare.

Nicht schlecht

17.02.2010 um 13:55 Uhr

Fördermitglied.

115 Kommentare.

sagt mir nicht so zu weiß nicht

08.02.2010 um 13:12 Uhr

21 Kommentare.

Leichte Kost am späten Mittag, aber nicht schlecht....

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Viele Grüße, Zissi :-)

05.02.2010 um 15:59 Uhr

Autor.

244 Kommentare.

ich denke es gibt mehr Thomasse als Sklaven. Dass Sklavinnen immer davon träumen, einen Sklaven zu haben? Sollte mal wer ne Doktorarbeit schreiben drüber...

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poet

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