BDSM-Geschichten und andere erotische Texte und Literatur

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Nichts ist langweiliger, als jemanden zu dominieren, der sich auch sonst alles gefallen ließ.

Aus Ein besonderes Erlebnis von Momo

Text Diskussion

Über diese Veröffentlichung diskutieren wir am 01.07.2016:

Sandburgen

von DeIna

Sie holt tief Luft, schiebt sich dabei die Sonnenbrille auf die Nase zurück. Ihre Hände umklammern die Lehnen des Strandstuhls, Adern schieben sich durch die Haut. Ihre Lippen mahlen aufeinander wie Mühlräder, ein Anblick, der ihn zögern lässt. Aber, denkt er, hier, nein, kann sie mich nicht bestrafen. Und so sieht er ihr zu, wie sie sich aus dem Strandstuhl drückt und den Schritt zur Tasche macht. Sie bückt sich, den Blick stur nach unten gerichtet, und nimmt die Sonnenmilch aus der Tasche.

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Text Eingestaubt

Diese Veröffentlichung ist leider hinter ein Buchregal gerutscht und wurde deswegen bislang nur sehr wenig bewertet:

Fröhliche Weihnacht überall!

von Kaoru

Ein Sohn hilft jedes Jahr seiner Familie beim weihnachtlichen Dekorieren. Da er seine Spielzeugtasche mitgenommen hat, gerät unabsichtlich eines seiner Hanfseile unter das Material und wird kurzerhand zweckentfremded. Auch wenn es am Ende doch dazu führt, dass jemand gefesselt wird...

200 Leser, 3 Bewertungen.

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katharina stellen wir Dir in der 26. Kalenderwoche vor.

BDSM gelesen Gekünstelt

"24/7 - The Passion of Life" von wtpfilm

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von Schattenzeilen

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Wenn schon die Geschichten, Gedichte und anderen Texte der Autorinnen und Autoren der Schattenzeilen interessant sind, um wie viel mehr müssen dann die Menschen faszinieren, die ihre Fantasien, Träume und Erlebnisse - ihr BDSM - so lebendig zu Papier bringen?

katharina

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Wir möchten Dir in dieser Woche katharina vorstellen. Mit katharina haben wir ein Interview geführt, welches Dich sicher nicht langweilen wird. Im Anschluss findest Du alle Veröffentlichungen von katharina auf den Schattenzeilen und kannst Dich in das Gästebuch von katharina eintragen.

Jona Mondlicht führte dieses Interview am 15.01.2005 mit katharina.

 

Wie kamst Du zu Deinem Nicknamen, katharina?

 

Ich bin wahnsinnig phantasielos, was Nicknamen angeht. Ich bewundere alle Chatter, die klangvolle Nicks mit Bezug auf ihre Persönlichkeit, ihre Leidenschaft und Vorlieben finden oder erfinden.

Was macht ein Literatur-Liebhaber, der einen Namen braucht? Er klaut gezielt bei großen Vorbildern. Mich bei der "Geschichte der O" zu bedienen war mir zu einfach, außerdem finde ich mich nicht unbedingt in der "O" wieder. Also suchte ich in dem Bereich, den ich am besten kenne: Die englische Literatur. Aber nicht in der zeitgenössischen, nein, es sollte dann schon etwas ursprünglicher sein. Ich stand vor meinem Bücherregal, überflog die Titel. Immer wieder bin ich an einem Buch hängen geblieben. "The Taming of the Shrew” von Shakespeare. Die Bilder einer Ballettinszenierung, die ich vor Jahren gesehen hatte, spielten sich vor meinem inneren Auge ab. Eine Frau, wild, tobend, alles und jeden abwehrend, wird durch Liebe und Strenge weich, anschmiegsam, gehorsam. Ungebrochen in ihrem Willen, hat sie ihre ablehnende Körperhaltung mehr und mehr verloren, ist ihrem Herrn in Demut zugetan. Außerdem gibt's in dem Stück auch die eine oder andere Szene, in der Petruchio seiner Katharina mit der Gerte in der Hand hinterher ist.

Der Nick hatte alles, das mir wichtig war: Eine Geschichte, die zu mir passte, ich konnte ihn entweder über das Shakespeare-Stück erklären oder über das Musical "Kiss me Kate", und der Name hat einen schönen Klang.

 

Das war wohl die bislang tiefgründigste Erklärung eines Nicknamens, die ich gehört habe, und ich denke, dass Du eine gute Wahl getroffen hast. Du sagtest, dass Du Dich nicht unbedingt in der Person der "O" findest. Was stößt Dich an der "O"?

 

Ich habe die "Geschichte der O" erst recht spät in meinem BDSM Leben gelesen, so nach etwa drei Jahren und einiger BDSM-Enthaltsamkeit. Ich wusste, was SM für mich bedeuten kann oder sollte. Und eine totale Willensaufgabe, die totale Benutzbarkeit für jeden Mann konnte es nicht sein. Nach meiner Ansicht ist die "O" eine reine chauvinistische Männerphantasie, die real - zumindest für mich - nicht lebbar ist. Und sollte nicht gerade BDSM etwas sein, das man mit Leben, mit eigenen Gedanken und Ideen füllt? Ein Geben und Nehmen von beiden Seiten? Nicht ein stumpfes Erfüllen der Gelüste des Herrn. In den Beziehungen, in denen es in meinem Leben auch um BDSM ging, hatten beide Phantasien. Wir haben sie uns gegenseitig erzählt und sie gemeinsam irgendwann umgesetzt. Fordern und Förden, Anbieten und Bitten – das sind Eckpfeiler, zwischen denen SM für mich funktioniert hat. Für mich ist BDSM Leben und kein nachspielbares Buch.

 

Du magst die Gerte?

 

Das mit der Gerte und dem Rohrstock ist so eine Sache. Ich habe beides einmal geliebt und konnte dann lange Zeit beides nicht mehr ertragen. Ab und an spielt einem das Leben böse Streiche und Dinge, die man eigentlich mag, müssen in den Hintergrund verschwinden.

Zu meinem Glück bin ich an einen Mann gekommen, der schneller als ich begriffen hat, woran es bei mir krankt. Ich suche den Schmerz, ich bin vor jeder Flag-Session hin und her gerissen von meiner Angst vor dem Schmerz und der Lust, die mir durch ihn bereitet wird. Aber die Gerte war lange ein Tabu. Umso glücklicher - ja ich weiß, glücklich sein klingt in Verbindung mit Schmerz immer etwas komisch - war ich, als ich erkannte, dass mir Singel-Tails einen ähnlichen Schmerz geben. Dennoch: Ich wollte das Trauma Gerte überwinden. Mein Gegenüber hatte wohl erkannt, dass es nicht der Schmerz war, der mich zusammenbrechen lies – es war dieses zischende Geräusch, dass in mir böse Erinnerungen wachrief. Aber er war auch weise genug, um mir die Zeit zu geben, die ich brauchte, um selber darauf zu kommen. Ich muss heute noch lächeln, wenn ich daran denke, mit was er mich dann das erste Mal geschlagen hat: Es war der Zweig eines weißen Fliederbusches...

 

In welcher Stadt wohnst Du? Was gefällt Dir dort besonders?

 

Ich bin – auch wenn man es nicht hört – geborene Münchnerin. Ich habe im Prinzip mein ganzes Leben hier verbracht. Monats- oder halbjahresweise habe ich München aber auch schon mal verlassen, war in Hamburg, Berlin oder London. Aber es hat mich immer wieder nach München zurückgezogen. Ich lebe im Grünen, habe die Stadt zu meinen Füßen, meine Freunde leben hier - und Freunde sind mir sehr wichtig! - meine Familie ist in der Nähe und ich habe meinen Traumjob. Es ist das Zusammenspiel aus Vielem, das mich an München fesselt, aber ich denke, am meisten sind es die Menschen...

 

Was gefällt Dir an München besonders, wenn Du an BDSM denkst?

 

München und BDSM – dazu fällt mir nicht so viel Besonderes ein. Es gibt den ein oder anderen Club hier, Partys, Stammtische. Mehr "Szene" habe ich in Wien erlebt. Aber BDSM ist für mich nicht ortsgebunden. Dort wo mein Partner und ich sind, ist unser BDSM.

 

Wann hast Du Deine Neigung zu BDSM entdeckt? Lebst Du sie aus?

 

Zu BDSM kam ich vor etwa zwölf Jahren durch meinen damaligen Freund. Wir waren schon ohne BDSM ein Paar, als er mich fragte, was ich von etwas anderem Sex halten würde. Neugierig, wie ich bin, habe ich mich auf das Spiel eingelassen. Seile, Fesseln, Unbeweglichkeit, heißes Wachs auf meiner Haut, gekühlt von frostigem Eis – eine völlig neue Welt tat sich mir auf. Ich hatte mich, ohne es zu wissen, in einen dominanten Mann verliebt, der seine Leidenschaft lebte. Er meinte dann einmal zu mir, er hätte mir meine Neigung an den Augen angesehen und war erpicht drauf, sie aus mir herauszukitzeln.

Er spielte mit mir - und ich liebte diese Ungewissheit, nicht zu wissen, was er mit mir vor hatte, was er für mich vorbereitet hatte. Zum ersten Mal in meinem Leben schwamm ich auf Gefühlswellen zwischen Hass und Liebe, wurde aber immer wieder aufgefangen, gehalten, geliebt. Ich durfte Gefühle haben und zeigen, auch negative wie eben Hass - bis heute scheine ich einen sehr zornigen Blick zu bekommen, wenn man mir Brustklammern ansetzt, ich durfte mich unterwerfen, ohne mich selbst aufgeben zu müssen, durfte seinen Willen zu meinem Willen machen und war nach der Session doch wieder seine gleichberechtigte Partnerin.

Aber ich konnte SM nicht durchgängig leben. Nach meinem ersten Dom hatte ich eine fast sechsjährige BDSM-freie Partnerschaft. Letztendlich fehlte mir aber immer etwas und seit etwa drei Jahren lebe ich meine Leidenschaft wieder. Leider nicht durchgängig mit ein- und demselben Partner, aber wenn es geht, bin ich doch immer länger als nur eine Session lang mit einem Dom zusammen.

 

Damals wurdest Du als sub von einem Dom gefunden, der mit Dir eine zunächst BDSM-freie Beziehung begann. Stell' Dir vor, es wäre nun anders herum und Du wolltest einen Partner suchen, der Dom ist – ohne gleich mit der Tür ins Haus fallen zu wollen. Meinst Du, das wäre möglich?

 

Ich kann nur sagen: Ich habe beide Varianten ausprobiert. Beim einen Mann bin ich einfach mit der Tür ins Haus gefallen. Mit dem Erfolg, dass wir noch in der gleichen Nacht Seile aufgetrieben haben und eine der verrücktesten und aufregendsten Bondage-Sessions gemacht haben, die ich jemals erlebt habe. Wir lebten leider weit voneinander entfernt, trotzdem hatten wir, wann immer wir uns trafen, eine prima Zeit.

Ich habe aber auch die andere Seite erlebt. In einer anderen Beziehung, in der wir uns wirklich geliebt hatten, in der es aber nie um BDSM ging, weil ich wusste, dass mein Partner damit gar nichts anfangen konnte, habe ich jahrelang über meine Leidenschaft geschwiegen. Ich mochte den Mann gerne, BDSM war mir in den ersten Jahren nicht wichtig. Aber irgendwann regte sich die Leidenschaft wieder und nach etwa einem weiteren Jahr versuchte ich ihm vorsichtig zu erklären, dass es noch eine andere Form von Sex gebe als Blümchensex. Sofort wurde ich mit allen Klischees überschüttet, die es zu BDSM gibt. Von Folter bis zum Ausdrücken von Zigaretten auf der Brust malte er alle Horrorszenarien, die er sich nur vorstellen konnte. Ich habe versucht, ihm zu erklären, was mir gefällt und warum, habe ihm ein Buch in die Hand gedrückt - das geschriebene Wort Anderer zählt immer mehr als das der perversen Freundin - und versucht, mit ihm darüber zu reden. Letztendlich ist diese Beziehung gescheitert – nicht nur an BDSM.

Ich denke, schon als ich das Thema angesprochen habe, wusste ich, dass er damit nicht umgehen kann. Spürt man nicht bei seinem Partner, ob er die Neigung und das Verlangen hat? Manche Männer haben einen Funken Dominanz in sich. Wenn man ihn aufgespürt hat, liegt es doch auch in der Hand der sub, ein Feuer zu entfachen und gemeinsam zu sehen, ob es eine gemeinsame Leidenschaft gibt.

 

Was fasziniert Dich an BDSM besonders?

 

Mit dem richtigen Partner wachse ich in einer BDSM-Beziehung. Ich kann sein, wie ich bin, ausleben, was ich in meinem Innersten fühle, kann mich fallen lassen, mit Stolz und Demut dienen, ohne mich aufgeben zu müssen. Ich kann wie ein Kind Grenzen austesten, kokettieren, spielen, ärgern – in Erwartung der Strafe innerlich vor Lust und Wonne zittern.

Ich finde die Offenheit faszinierend, die ich zwischen meinen Doms und mir kennen gelernt habe. So intensiv und ehrlich über Vorlieben, Ängste, Gefühle, dem was man sich wünscht und vorstellt, habe ich nur in SM-Beziehungen geredet. Ich habe die sexuelle Verbundenheit zwischen meinen Herren und mir immer tiefer und ehrlicher empfunden, als die zu den "normalen" Männern. In einer BDSM-Beziehung öffne ich mich ganz, gebe mich mit Haut und Haaren. Auf der anderen Seite hat das so mancher Dom auch getan. Diese Offenheit, das Vertrauen der beiden Menschen ist gigantisch und wenn es passt, wenn die Chemie stimmt, dann ist dieser eine Moment, in dem ich nur gebe und er nur nimmt, in dem er meine Seele in seinen Händen hält, der Moment, für den es lohnt zu leben.

 

Wie entstehen Deine Geschichten? Schreibst Du eher spontan oder planst Du jeden Geschichtenverlauf im Voraus?

 

Wenn ich Geschichten schreibe, habe ich oft ein einziges Bild vor Augen. Es muss nicht das Schlussszenario der Geschichte sein, es kann einfach nur ein Bild sein. Die Struktur der Rinde eines Baumes, die die sub in der Geschichte sieht, bevor sie der erste Schlag trifft, die Kühle des Wassers auf geröteter Haut, wenn er sie nach der Session in den See springen lässt oder auch das Gefühl, das die sub hat, wenn sie in dem Dress, das der Herr befohlen hat, zur ersten Session geht. Ich schreibe ausschließlich aus der Sicht der passiven Figur, da es das ist, was ich kenne, was ich nachvollziehen kann, was ich authentisch rüberbringen kann. Es fällt mir schwer, mich in einen Mann hinein zu versetzen und seine Gefühlswelt dar zu stellen. Und wenn ich dann auch noch Dominanz durch die Figur hindurch leben soll, ist es ganz aus. Da verlässt mich meine Phantasie leider.

Meist weiß ich, wie die Geschichten ausgehen sollen und schreibe dann tatsächlich auf das Ende hin. Es ist aber erstaunlich, wie sehr sich die Geschichten verselbständigen, über Nebenerzählstränge, die wie Gedankenfetzen sind, abschweifen, um dann zu dem Schluss zu kommen, der mir im Kopf herumgeht. Ich kann meine Geschichten nicht wirklich planen – das lassen sie nicht zu. Wenn ich so nachdenke, stellt sich mir die Frage, ob mich meine Geschichten dominieren?

 

So, wie Du es schreibst, achtest Du in Deinen Geschichten sehr auf Sinne und Eindrücke. Ist dies ein Teil von Dir selbst? Bist Du ein Sinnesmensch?

 

Wenn ich in einer Session bin, insbesondere in einer Spanking-Session, scheine ich nur noch aus Gefühlen zu bestehen. Meine Sinne sind geschärft, ich spüre selbst im Sommer die Körperwärme dessen, der die Gerte führt, ich fühle den Luftzug des Paddles, noch bevor ich den Schlag, den Schmerz spüre. Spätestens in dem Moment, in dem ich fliege, bin ich nur noch "Gefühl". Interessanterweise erinnere ich mich nach solch einer Session auch eher an das, was ich gefühlt habe – und sei es die Borke des Baumes, an dem ich stehe - an das, was ich gerochen habe - seinen Schweiß, meine Lust - oder an das Zischen der Gerte, als an Schmerzen oder Ängste, die ich vielleicht in dem Moment überwunden habe.

Aber auch im normalen Leben versuche ich meinen Gefühlen zu folgen und nicht immer dem Kopf die Entscheidung zu überlassen. Wenn ich bei einer Sache kein gutes Gefühl habe, dann sollte ich sie sein lassen. Das hat mich meine Erfahrung gelehrt. Ich laufe nur dann zur Höchstform auf, wenn ich mich mit mir und meiner Umgebung wohl fühle.

 

Ist BDSM Deiner Meinung nach sinnlichere Erotik als "normaler" Sex?

 

BDSM ist für mich eine sehr ehrlichere Art des Sex. Man redet offener über seine Leidenschaften und sein Verlangen. In keiner meiner anderen Beziehungen konnte ich so offen über das reden, was mich anmacht und was ich für meinen Partner tun würde. Und schon alleine das Reden weckt bei mir die Sinne. Die Phantasie springt an und wenn dann die ersten Berührungen kommen, meist noch zart und sich an die Tagesform herantastend, sind alle Sinne bis aufs Äußerste gespannt.

Zudem liebe ich die Inszenierungen, die oftmals mit BDSM einhergehen. Schon alleine das Duschen, das Einparfümieren, das Herrichten, die Überlegung, was man ihm bieten kann, wenn keine Ansage kam, regt das Kopfkino an. Strapse, Strumpfgürtel, schöne Wäsche oder gar ein Korsett sind sinnliches Beiwerk, das Lust auf das macht, was teilweise erst Stunden später beginnt. Schon die Vorbereitungen wecken die Schmetterlinge im Bauch, lassen die Luft immer mehr elektrisiert knistern.

 

Du erwähntest zu Beginn unseres Interviews, dass Du Dich noch an den ersten Schlag eines Fliederzweiges erinnern kannst. Was hältst Du von Outdoor-Sessions?

 

Ich finde Outdoor spannend. Egal, ob man einer spontanen Regung nachgibt und an einem versteckterem Eck loslegt oder ob es eine geplante Outdoor-Session ist. Ich habe den Eindruck, draußen sind meine Sinne noch mehr geschärft als zu Hause. Ich nehme – wohl auch wegen der meist verbundenen Augen – die Umgebung intensiver war. Die Sonne auf der Haut, den Wind, die Gerüche - all das ist anders als drinnen. Und dann das Lauschen, ob man beim verbotenen Treiben nicht entdeckt wird. Gerade bei spontanen Sessions ist der Platz nicht immer optimal. Mal steht der Baum zu nah am Weg, dann ist die Lichtung zu einsichtig. Trotzdem überrascht es mich immer wieder, dass ich nach dem ersten Schlag all das vergesse und aufschrecke, wenn ich nach einem zu lauten Schrei ein "Pssst!" zu hören bekomme.

Outdoor kann prickelnd sein, es ist noch verbotener, als SM es sowieso schon ist. Und das ist ein immenser Reiz für mich. Ich muss mich jetzt aber auch als Warmduscher outen: Wenn es kühler wird, drücke ich mich gerne vor Outdoor-Spanking-Sessions. Trotz Aufwärmens tut's meist schaurig weh!

 

Schreibst Du auch Literatur, deren Handlung keine BDSM-Inhalte beherbergt?

 

Sicher schreibe ich auch "normale" Geschichten. Damit habe ich schon auf der Universität angefangen. Creative Writing war immer einer meiner Lieblingskurse. Ich schreibe auch immer mal wieder für eine kleine, private "Literaturzeitung", die per Mail verschickt wird. Zudem habe ich meist ein kleines Büchlein dabei. Wenn ich in Cafes sitze und Leute beobachte oder am See auf das Wasser blicke, fallen mir immer wieder kleine Szenen ein, die ich umsetzten könnte, wenn ich mal Zeit haben sollte. Und auch in meinem Tagebuch sind diverse Wort-Skizzen, die auf mich warten. Aber momentan bin ich generell etwas schreibfaul, was aber eher durch meine überhandnehmende Arbeit bedingt ist und nicht am Ideenmangel liegt.

 

Gab es Meinungen von Lesern zu Deinen auf den Schattenzeilen veröffentlichten Geschichten?

 

Im Moment sind ein Rezept und zwei Geschichten online, und ich hoffe, dass das Rezept den einen oder anderen Koch inspiriert hat, einen Abend mit etwas Scharfem zu beginnen. Für mich ist der Herbst die ideale Zeit, zu schreiben. Es ist ruhig, der Drang, an den Badesee zu fahren, hat sich gelegt und gerade im Moment habe ich wieder so viele Bilder in meinem Kopf, dass die eine oder andere Geschichte daraus werden könnte.

 

Werden wir weitere Geschichten von Dir auf den Schattenzeilen lesen können?

Klar – ich bin endlich in meiner neuen Wohnung "angekommen" und fühle mich wohler und ausgeglichener als in der letzten Zeit. Ideale Bedingungen zum Schreiben!

 

Wenn Du an den Schattenzeilen etwas ändern könntest, würdest Du...

 

Muss man denn immer etwas verändern wollen? Perfekt ist nichts und niemand. Aber ist das nicht gerade der Reiz?

 

Ein letztes Wort...

 

"Wenn ich mein Leben noch einmal leben könnte, würde ich die gleichen Fehler machen. Aber ein bisschen früher; damit ich mehr davon habe." Ein Motto, das ich von einer großen Dame - Marlene Dietrich – entliehen habe.

 

Ich danke Dir für dieses interessante Interview, auch dafür, dass Du so viel von Dir preisgegeben hast. Und ich freue mich auf weitere Geschichten von Dir.

Die Urheberrechte dieses Interviews liegen bei katharina. Eine weitere Veröffentlichung oder Verwendung darf nur nach persönlicher Zustimmung und unter Nennung der Veröffentlichung des Interviews auf den Schattenzeilen erfolgen.

 

Veröffentlichungen

Alle Veröffentlichungen von katharina:

Rezension: "Süßer die Glocken"

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von katharina

Süßer die Glocken - das sind kurzweilige, hocherotische Geschichten verschiedener Autoren. Mal frech, mal hart, mal klassisch erotisch. Ein Buch, das perfekt in die Adventszeit passt.

Veröffentlicht am 25.12.2011 in der Rubrik Gelesen.

1858 Leser, 8 Bewertungen.

Durchschnitt: 1.500

Rezension: "Fesselndes Geheimnis" von Antje Ippensen

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von katharina

BDSM Roman, sinnlicher BDSM Krimi - ein vielseitiges Buch, wie es scheint! Los geht die Geschichte mit einem Rückblick, in dem schon gleich die erste Session beschrieben wird. Schnell wird klar: Die Autorin braucht einen aufmerksamen Leser.

Veröffentlicht am 04.12.2010 in der Rubrik Gelesen.

2415 Leser, 11 Bewertungen.

Durchschnitt: 1.272

Ein süßes Herz für subs

von katharina

Weihnachten ist eine Zeit, in der man gerne und liebevoll ein Herz an andere verschenkt - auch wenn es ein Lebkuchenherz ist. Wer seiner oder seinem sub eine Freude gönnen möchte, findet hier das passende Rezept. Und das Beste ist: Für die kleine Aufmerksamkeit darf sub sich erst ordentlich Mühe geben. Eben so, wie es sich gehört.

Veröffentlicht am 22.12.2008 in der Rubrik Kreativecke.

2123 Leser, 24 Bewertungen.

Durchschnitt: 1.416

Rezension: "Senta und Ulla - Safeword Pfannkuchen" von Bea Wagner

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von katharina

Dieses Buch ist eine eine echte, klassische Liebesgeschichte. Frau trifft Frau, Frauen verlieben sich ineinander, Frauen entdecken, dass sie dominant und devot sind. Gut, ich gebe zu, nicht ganz klassisch im goetheschen Sinne.

Veröffentlicht am 18.12.2008 in der Rubrik Gelesen.

2655 Leser, 9 Bewertungen.

Durchschnitt: 1.222

Weihnachtskugeln

von katharina

Wie ihr geheißen worden war, hatte sie die hohen schwarzen Lederstiefel am Abend auf Hochglanz gebracht, um sie dann in der Nacht zu Nikolaus vor die Tür zu stellen. Ihr Herr hatte ihr eine Überraschung versprochen, doch auf den ersten Blick sah das hier nach einem ganz normalen Nikolausstiefel aus... Oder war da mehr?

Veröffentlicht am 07.12.2008 in der Rubrik BDSM.

2969 Leser, 45 Bewertungen.

Durchschnitt: 1.288

Bastelanleitung für besondere Weihnachtskugeln

von katharina

Mit dieser Anleitung erfährst Du einen Weg, ganz besondere Weihnachtskugeln herzustellen. Und: Für den Baum sind diese Kugeln ganz bestimmt nicht.

Veröffentlicht am 07.12.2008 in der Rubrik Kreativecke.

2795 Leser, 47 Bewertungen.

Durchschnitt: 1.446

Rezension: "Sklavin in Gefahr" von Cosette

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von katharina

Extreme Gefühle, eine Art von Katz und Maus Spiel und ein überzeugender Spannungsbogen zeichnen den ersten Roman von Cosette aus. Er ist stellenweise extrem hart, realistisch geschrieben. Erregend!

Veröffentlicht am 12.05.2007 in der Rubrik Gelesen.

8422 Leser, 19 Bewertungen.

Durchschnitt: 1.421

Death by Chocolate

von katharina

Festtage verlangen nach dem Besonderen – auch im kulinarischen Bereich. Das ganze Jahr hindurch begnügen wir uns mit Mousse au Chocolat oder Tiramisu. Aber an Weihnachten muss es etwas großartigeres sein. Etwas, das einen richtigen Sturm von Geschmackserlebnissen auslöst - der Kuchen aller Kuchen: Death by Chocolate!

Veröffentlicht am 21.12.2006 in der Rubrik Kreativecke.

2475 Leser, 14 Bewertungen.

Durchschnitt: 1.357

Autoreninterview

von katharina

Jona Mondlicht interviewte katharina am 15.01.2005.

Veröffentlicht am 16.01.2005 in der Rubrik Gefragt.

3982 Leser, 22 Bewertungen.

Durchschnitt: 1.181

Schmetterlinge im Herbst

von katharina

Schmetterlinge... Sie fliegen auch im Herbst - vielleicht nicht mehr draußen in der Luft, dafür aber in uns, wenn wir es zulassen. Und wer sich auch in der kühlen und sonst eher grauen Jahreszeit seine Leidenschaft bewahren kann, dem entpuppt sich jeder genussvolle Schmerz in einen prächtigen, fliegenden Schmetterling.

Veröffentlicht am 09.12.2004 in der Rubrik BDSM.

1842 Leser, 21 Bewertungen.

Durchschnitt: 1.761

geschützter Text

Nikolaustag

von katharina

Der bayerische Nikolaus muss ein ganz besonderer sein, wenn er in die Stiefel neben Nüssen und Äpfeln ein Paar halterlose, schwarze Seidenstrümpfe steckt. Und wenn sub bei einem Spaziergang über den Christkindelsmarkt überraschend Schläge erntet, muss das nicht unbedingt heißen, dass die Rute auf sie wartet. Oder etwa doch?

Veröffentlicht am 06.12.2004 in der Rubrik BDSM.

2070 Leser, 21 Bewertungen.

Durchschnitt: 1.333

geschützter Text

Hot and Spicy Curry

von katharina

Im Idealfall sollte der Putzsklave innerhalb von zwanzig Sekunden wieder normale Farbe annehmen und die Kochkünste der Herrin loben können. Sollte er nach einer Minute noch immer hecheln, hilft ein kalter Gurkentrunk.

Veröffentlicht am 24.05.2004 in der Rubrik Kreativecke.

4959 Leser, 28 Bewertungen.

Durchschnitt: 1.500

 

Die Schattenzeilen bedanken sich bei katharina für 12 Veröffentlichungen!

Weitere Informationen und die Autorenseite von katharina.

 

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